Bild Information: Sieg im Stechen: Die Mannschaft des Hamburger GC Falkenstein ist neuer Meister der DMM AK 50 2017. (Foto: C&V Sport Promotion)

Hamburger GC Falkenstein siegt im Stechen

DMM Herren AK 50
 

In einer spannenden Premiere der neuen Deutschen Mannschaftsmeisterschaften AK 50 setzen sich die Senioren des Hamburger GC im Stechen gegen den Stuttgarter GC Solitude durch. Auf Platz drei spielt sich die Mannschaft des GK Braunschweig. Als Absteiger gehen der G&LC Berlin-Wannsee sowie der Münchener GC in die zweite Bundesliga.

Was für eine spannende Eröffnung der „neuen“ Deutschen Mannschaftsmeisterschaften (DMM) AK 50! Gleich im ersten Jahr des überarbeiteten Wettkampfformats zeigen die nunmehr reinen Herrenmannschaften der 1. Bundesliga, wie eng es hier nach wie vor zugeht. Nachdem der GK Braunschweig über zwei Tage lang in Führung lag, wurden er auf den ersten Neun des letzten Spieltages vom Stuttgarter GC Solitude abgefangen. 47 Schläge über Par lautete da das Ergebnis der beiden Top-Mannschaften. Die Stuttgarter mit ihrem hohen spielerischen Potenzial sind immer starke Gegner und nun gerade zeigten sie ihre Zähne.

Am Ende sollte es aber doch noch anders kommen. Denn just als die Stuttgarter ein paar ärgerliche Strafschläge und dazu unglückliche Finishes kassierten, drehten die Senior-Herren des Hamburger GC Falkenstein auf den zweiten Neun noch einmal richtig auf. Sie ließen die zur Tageshalbzeit bestehenden vier Schläge Rückstand zerschmelzen und stellen einen Punktegleichstand her. Nach dem Ende der regulären Partien hatten beide Mannschaften 66 Schläge über Par auf ihrem Konto stehen. Es ging ins Stechen!

Vier Bälle für ein Halleluja

Dafür musste jedes der Teams zwei seiner heute eingesetzten Spieler nochmals in Rennen schicken. Es galt, im Rahmen eines Vierballs das beste aggregierte Ergebnis je Bahn zu spielen. Der Turnierplatz des GC Hofgut Praforst wies mittlerweile immerhin reguläre Spielbedingungen auf. Zwar konnte das gesamte Turnier quasi niederschlagsfrei gespielt werden, dennoch waren die Greenkeeper über den Zeitraum hinweg stark gefordert. So hatten beispielsweise die vorausgegangenen starken Regenfälle die Bunker so stark unter Wasser gesetzt, dass sie regelrecht leergepumpt werden mussten.

Und so zogen Christian Domin und Veit Pagel für Hamburg sowie Hans-Hubert Giesen und Lutz Mieschke für Stuttgart ins Play Off. Dieses wurde an Bahn 10 gespielt, einem 345 Meter langen Par 4. Die Herren von der Elbe waren die Ersten am Abschlag. Stuttgart folgte. Als letzter der vier Spieler ging Hans-Hubert Giesen an den Abschlag. Sein Treibschlag landete allerdings rechts im Rough - und das sollte Konsequenzen haben. Während die beiden Hamburger und auch Mieschke aus guten Fairway-Lagen spielen konnten, endete Giesens zweiter Schlag ganze 30 Meter vor dem Grün, der folgende Chip blieb zu kurz und der lange Par-Putt fiel nicht.

Zwischenzeitig hatte Lutz Mieschke, der die Fahne überspielt hatte, einen erstklassigen 13-Meter-Putt tot an den Stock gelegt und verwandelte zum Par. Christian Domin, dessen zweiter Schlag rechts neben dem Grün landete, konterte mit einem Chip, der nur schlanke zehn Zentimeter zur Fahne übrig ließ. Auch er notierte ein sicheres Par. Giesen blieb nichts weiter übrig, als seinen Ball zum Bogey zu versenken. Und da war das Spiel eigentlich schon entschieden. Denn der 47-fache Meister Veit Pagel hatte die vergleichsweise einfache Aufgabe vor sich, seinen Ball aus zwei Meter Entfernung mit zwei Putts zu versenken. Pagel besaß also eine astreine Birdie-Chance, er wollte das Loch allerdings auf keinen Fall überspielen. Er ließ das Birdie entsprechend sausen und lochte zum sicheren Par mitsamt dem daraus resultierenden Meistertitel.

"Da hadert jeder mit sich"

Pagel, der diese letzten und zudem auch entscheidenden Schläge des Turniers spielte, resümiert: „Wir fanden uns heute in der besten Situation wieder: in Lauerstellung hinter den Führenden. Trotzdem war es am Ende sehr dramatisch. Nach drei Runden Schlaggleichheit zu haben - da hadert jeder mit sich. Die Stuttgarter sind immer schwer zu schlagen, aber heute sollte es für uns im entscheidenden Moment einfach gut laufen. Kurioserweise haben Christian Domin und ich vor zwei Jahren schonmal ein Stechen in einer DMM gespielt, damals allerdings gegen den Abstieg. Wir freuen uns jedenfalls, dass wir es heute zum Titel geschafft haben. Und wir finden es große Klasse, dass auch weiterhin ganze drei Hamburger Mannschaften im Oberhaus spielen.“

Am Ende erkämpfen sich die Vorjahres-Dritten aus Falkenstein den ersten Titel der neuen DMM AK 50 der Herren, während die Vorjahres-Zweiten aus Solitude auch in diesem Jahr wieder mit Silber vorliebnehmen müssen. Der Stuttgarter Interims-Kapitän Heiko Burkhard meint: „Wir sehen diesen zweiten Platz mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Wenn man so nah am Titel dran ist, möchte man ihn schon auch gewinnen. Aber auch wenn es heute nicht gereicht hat, freuen wir uns trotzdem.“

Die Vorjahresmeister landen auf Platz vier

Auf Platz drei fanden sich die über lange Zeit führenden Braunschweiger mit 73 Schlägen über Par ein. Die Vorjahressieger vom Krefelder GC hingegen müssen sich in dieser Meisterschaft mit dem vierten Platz zufrieden geben. 76 Schläge über Par standen nach den drei Turniertagen auf dem Konto von Nationalspieler Martin Birkholz und seinen Mannschaftskameraden. Birkholz, der amtierende Deutsche Seniorenmeister und zugleich Vize-Europameister der Senioren, gibt eine Einschätzung: „Wir sind mit gemischten Gefühlen hergefahren, weil wir nicht in Bestbesetzung antreten konnten. Insofern müssen wir mit dem erspielten Platz zufrieden sein.“ Mit einigem Abstand folgt das Team des GC Hamburg-Wendlohe mit 90 Schlägen über Par.

Im Kampf um die beiden Abstiegsplätze gab es enge Entscheidungen. Letztendlich konnten sich die Senioren des GC Hamburg-Walddörfer mit +101 Schlägen auf den sechsten Platz retten und die Mannschaften des G&LC Berlin-Wannsee (+104) sowie des Münchener GC (+107) hinter sich lassen. Dennoch wird auch in der kommenden Saison ein Münchener Club in der Bundesliga vertreten sein, denn aus der 2. Bundesliga Süd steigen die Herren des GC München Valley in die 1. Bundesliga auf. Bei der im Fürstlichen GC Waldsee ausgespielten Meisterschaft setzten sie sich in ihrer Ligagruppe mit +70 Schlägen gegen die Erstliga-Aspiranten des Frankfurter GC und des GC St. Leon-Rot durch.

Die Aufsteiger aus der 2. Bundesliga Nord stehen übrigens noch nicht fest. Das im GC Bad Salzdetfurth-Hildesheim anberaumte Turnier musste aufgrund der starken Regenfällen auf den Zeitraum 11. bis 13. August verschoben werden.

Zu den Ergebnissen der DMM AK 50 Herren 2017

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