Bild Information: Nicht ganz Platz 1: Die deutsche AK 50 Auswahl kämpft sich bei den Europäischen Mannschaftsmeisterschaften auf einen starken fünften Platz! (Foto: DGV)

Deutsche Senioren bei Team-EM auf Platz 5

Senioren-EMM 2017
 

Nach einer engen Zählspielqualifikation spielt das deutsche Team die Lochspiel-Partien im begehrten Flight A. Die knappe Viertelfinal-Niederlage gegen England bringt die Mannschaft zwar vom Titelkurs ab, mit konzentrierten Leistungen und engen Siegen gegen Schweden und Norwegen spielt sich das Team um Kapitän Thomas Hübner letztendlich aber auf einen starken fünften Platz! Überragender Spieler ist dabei Martin Birkholz, der alle drei Lochspiel-Partien gegen starke Gegner gewinnt.

Austragungsort für die Europäischen Mannschaftsmeisterschaften der Senioren ist in diesem Jahr der Turnierplatz PGA of Sweden National. In der Nähe von Malmö traten 20 Teams aus ganz Europa gegeneinander an, um die diesjährige Europameisterschaft auszuspielen. Mit dabei war auch die Auswahl der deutschen Senioren, die zu diesem Turnier als amtierender Vize-Europameister anreiste. Bereits in den vergangenen Jahren hat sich immer wieder gezeigt, auf welch starkem Niveau um die europäische Krone gekämpft wird und wie eng die Leistungsdichte in diesem fünftägigen Wettkampf ist. Das diesjährige Event sollte hierbei keine Ausnahme sein.

Heißen Rennen um Flight A

Schon die zweitägige Zählspielqualifikation bot das volle Spannungspotenzial! Über den gesamten zweiten Tag hinweg bewegte sich die deutsche Mannschaft an der Grenze zur Qualifikation für die heiß begehrte erste Spielgruppe. Denn nur die acht besten Mannschaften dürfen in dieser als „Flight A“ bezeichneten Gruppe tatsächlich um die Meisterschaft spielen. Das deutsche Team bewegte sich dabei stets zwischen knapp drinnen und knapp draußen. Am Ende spielte sich die AK 50 Herren um Kapitän Thomas Hübner mit kumulierten 743 Schlägen auf Platz sechs.

Wie eng es auf den nachfolgenden Rängen zuging, zeigt das Abschneiden des italienischen Teams. Die Südeuropäer benötigten nur drei Schläge mehr als die Deutschen und landeten dennoch lediglich auf Rang neun - sie verpassten den Flight A denkbar knapp. An der Spitze der Qualifikation standen übrigens standesgemäß die Titelverteidiger aus Schottland, gemeinsam mit dem irischen Team, bei 716 Schlägen.

Viertelfinale gegen England

Mit dem dritten Turniertag begann der Wettkampf dann so richtig: Der Lochspielmodus stand an. Im Viertelfinale war Deutschland gegen England gesetzt. Und in diesem Modus, in dem jeder Spieltag wie ein Endspiel wirkt, sollte es von Beginn an vor Spannung knistern. Der Vierer ging knapp mit 2&1 an England. Das Einzelmatch zwischen Alan Mew und dem Internationalen Deutschen Amateurmeister der Senioren Ekkehart Schieffer (Westfälischer GC Gütersloh) entschied sich mit 6&5 zugunsten des Engländers. Es wurde schon früh eng für die Deutschen, aber sie kamen stark zurück. Thomas Krieger (GC Heddesheim-Neuzenhof) holt den ersten deutschen Punkt mit 4&3. Und der amtierende Deutsche Seniorenmeister Martin Birkholz (Krefelder GC) holte seinen Einzelpunkt per Birdie am 18. Loch.

So war es plötzlich die Partie von Karlheinz Noldt (GC Hamburg Wendlohe) und Douglas Cameron, die alles entscheiden sollte. Dabei standen die Chancen für die Deutschen gut. Denn Noldt lag nach Bahn 15 bei 3auf - dormie! Dann jedoch verliert der Norddeutsche Loch 16 und Loch 17. Und an Bahn 18 versenkt Cameron einen 15-Meter-Putt zum Birdie, gewinnt das Loch und teilt somit das Match. Es ging also ins Stechen. Und das sollte Douglas Cameron mit Par am ersten Extraloch gewinnen. So verlieren die Deutschen ihr Viertelfinalspiel knapp mit 2:3 und kämpfen für den weiteren Turnierverlauf nur noch um die Plätze fünf bis acht.

Sieg gegen die Gastgeber

Aber es muss weiter gehen. Und das tat es auch. Der zweite Lochspieltag stand denn auch unter gänzlich anderen Vorzeichen für das deutsche Team. Hier spielten sie gegen die Gastgeber aus Schweden. Der Vierer brachte mit 4&2 einen frühen ersten Punkt. Dann jedoch geben Ulrich Schulte (Bochumer GC) und Thomas Krieger ihre Einzelmatch-Punkte ab. Die beiden letzten noch spielenden Deutschen mussten ihre Partien also unbedingt gewinnen. Andreas Braatz (Bochumer GC) lag nach Bahn 16 all square und rettete diesen Gleichstand an Loch 17 mit einem starken Up and Down. Erst auf der letzten Bahn fiel die Entscheidung. Braatz gewinnt das Loch sowie das Match und holt den Punkt zum 2:2.

Und Martin Birkholz? Der lag eigentlich über den gesamten Tag hinweg down, will sich aber die Butter nicht vom Brot nehmen lassen. Er gewinnt die Bahnen 15 und 17 und schafft es tatsächlich, mit 1up auf die letzte Bahn zu gehen. Da spielt der deutsche Serienmeister dann Par. Und sein Gegenspieler Mariusz Eriksson? Der erspielt sich eine Birdie-Chance und könnte das Match tatsächlich noch in die Verlängerung schicken. Dafür muss er jedoch seinen Drei-Meter-Putt versenken. Und das gelingt ihm nicht. Foto-Finish also für das deutsche Team. Und ein wichtiger Sieg für die Moral.

Hochspannung gegen Norwegen

Am letzten der drei Lochspieltage stand das norwegische Team als Gegner auf Programm. Und wenn man es nicht besser wüsste, könnte man meinen, der Spieltag gegen Schweden wiederholt sich gerade. Wieder gab es mit 3&2 einen Vierer-Punkt durch Karlheinz Noldt und Ekkehart Schieffer. Und wieder mussten „Utz“ Schulte und Thomas Krieger ihre Punkte abgeben. 2&1 unterliegen die beiden jeweils. Wieder mussten also die beiden noch verbliebenen deutschen Spieler unbedingt punkten. Und das sollten sie auch heute wieder tun. Andreas Braatz lag gegen Tom Arne Tollefsen nach Bahn 16 2auf und holte sich auch das 17. Loch zum 3&1. Bei Birkholz hingegen sah es, wieder einmal, nicht so klar aus. Denn sein Gegenspieler, der starke Rune Kristiansen, lag kurz vor Ende der regulären Partie noch in Führung.

Aber Birkholz glich aus und konnte das Stechen erzwingen. Hier setzte er sich hier am zweiten Extraloch durch! Sein Punkt brachte die siegbringende Entscheidung zum 3:2 Sieg der Deutschen gegen Norwegen sowie den fünften Platz im Gesamt-Klassement. Kapitän Thomas Hübner ist nach diesen spannenden fünf Turniertagen mehr als glücklich: „Die deutsche Mannschaft hat hier in Schweden ein starkes Turnier gespielt. Wir haben uns für den ersten Flight qualifiziert, dann allerdings eine unglückliche Niederlage gegen England einstecken müssen. Wir haben uns davon aber nicht beeindrucken lassen und zwei bärenstarke Siege gegen Schweden und Norwegen erzielt. Eine überragende Rolle hat dabei Martin Birkholz gespielt, der an allen drei Tagen Siege erzielen konnte - und das gegen den jeweils stärksten Spieler des gegnerischen Teams.“

Neue Europäische Mannschaftsmeister sind die Senioren aus Irland. Nach einem Stechen über drei Extralöcher setzten sich die Iren gegen das starke Senioren-Team aus Dänemark durch und siegen 3:2. Im Spiel um Platz drei siegt England mit 3,5:1,5 gegen Schottland.

Die Ergebnisse der EMM Herren AK50

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