Bild Information: Die alten und neuen Deutschen Mannschaftsmeister vom GC St. Leon-Rot - flankiert vom Frankfurter GC (links) und dem Bochumer GC (rechts). Foto: C&V Sport Promotion

St. Leon-Rot verteidigt den Titel

DMM AK 30 2017
 

Auch nach der Umstellung des Turniers bleibt die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft der Jungsenioren fest in der Hand des GC St. Leon-Rot (-11), der sich bereits nach dem ersten Turniertag deutlich absetzen kann. Mit 26 Schlägen Abstand folgt das Team des Frankfurter GC (+15) auf Platz zwei. Platz drei belegt der Bochumer GC (+19) nach Kartenstechen gegen den schlaggleichen GK Braunschweig.

Aerzen - Bei der Neuauflage der Deutschen Mannschaftsmeisterschaften der Jungsenioren gelingt dem Team des GC St. Leon-Rot die erfolgreiche Titelverteidigung. Nachdem in der Vergangenheit der GC Hösel ganze 14 Mal hintereinander Gastgeber für dieses Turnier war, fanden die DMM der Jungsenioren in diesem Jahr erstmalig im Hamelner GC statt. Aber nicht nur das: Das Mindestalter der Teilnehmer wurde im Rahmen der Nivellierungen an die EGA-Standards von 35 Jahren auf 30 Jahre herabgesetzt. Der Zählmodus wurde von Brutto Stableford auf das bei Deutschen Meisterschaften gängige Schläge gegen Par umgestellt. Gespielt werden pro Team drei Vierer sowie sechs Einzelrunden, von denen das jeweils schwächste Ergebnis gestrichen wird.

Die Meister des Jahres 2015 haben sich auf diese Änderungen voll und ganz einstellen können. So begegnen sie der Umstellung der Altersgrenze damit, dass sie ganze drei Spieler ihrer ersten Herrenmannschaft in ihren Kader integrieren. Von Beginn an machten die Mid-Amateure des GC St. Leon-Rot klar, dass sie „ihren“ Pokal hier nur mal kurz zeigen und dann direkt wieder mit zurück in den Südwesten nehmen wollen.

Glückliche Altmeister aus Bochum

Organisationsbedingt wurden die Einzeln, die eigentlich erst am zweiten Spieltag ausgetragen werden sollten, auf den ersten Spieltag gelegt. Zwar konnten drei Spielgruppen ihre Einzelrunden tageslichtbedingt erst am Sonntagmorgen beenden. Dennoch standen fünf der insgesamt sieben zu wertenden Ergebnisse pro Mannschaft quasi nach dem ersten Tag des Turniers fest und gaben einen ziemlich aussagekräftigen Zwischenstand: Als einzige Mannschaft des Feldes blieben die St. Leon-Roter mit jedem ihrer gewerteten Ergebnisse unter dem Platzstandard. Acht Schläge unter Par lautete die klare Ansage nach dem ersten Tag. Der komfortable Abstand zu den ambitionierten Herren des Frankfurter GC (+6) lag da bereits bei ganzen 14 Schlägen. Sollten sich die spielstarken Titelverteidiger diese Butter noch vom Brot nehmen lassen? Klare Antwort: Nein!

Denn auch in den Vierern, die am zweiten Turniertag ausgespielt wurden, erspielte der GC St. Leon-Rot niedrige Ergebnisse und blieb bei drei Schlägen unter Par. Bemerkenswert ist dabei vor allem das Ergebnis von Christian Schunk und Allen John, die für ihre Runde lediglich 69 Schläge (-3) notieren mussten. Am besten konterten hier die Altmeister des Bochumer GC. Sie notierten für ihre Vierer kumulierte drei Schläge über Par und spielen sich nach den Einzelrunden mit +16 Schlägen sowie nach erfolgreichem Kartenstechen gegen den schlaggleichen GK Braunschweig noch auf den dritten Platz vor.

Der Bochumer Senioren-Nationalspieler Ulrich „Utz“ Schulte ist entsprechend glücklich: „Wir sind sehr zufrieden. In den letzten Jahren sind wir zwei Mal Meister und einmal Vizemeister geworden. Nun ist das erste Jahr mit der gesenkten Altersgrenze. Und da musst man klar sehen: unser jüngster Spieler ist um die 40 Jahre alt. Das sieht bei St. Leon-Rot schon ein bisschen anders aus. Die Jungs haben denn auch hoch und verdient gewonnen. Aber wir sind dennoch sehr zufrieden mit uns, denn nach den spielstarken St. Leon-Rotern ist das Feld doch ziemlich offen. Wir haben da sehr gut gespielt und konnten uns gut durchsetzen. Wir kommen ja ursprünglich aus vielen Mannschaftssportarten und ich glaube, es ist eine Qualität unseres Teams, dass wir uns bei diesen Turnieren immer gut zusammenraufen. Da haben wir viel Spaß dran.“

Erster Meistertitel des Jahres für SLR-Herren

Auf Platz zwei spielten sich die Jungsenioren des Frankfurter GC. Nach einem starken ersten Turniertag mit nur sechs Schlägen über Par notierten die Hessen heute noch einmal zusätzlich neun Schläge und landen so kumuliert bei insgesamt 15 Schlägen über Par. St. Leon-Rot erneuert seinen Meistertitel also mit beeindruckenden 26 Schlägen Vorsprung und sieben gewerteten Ergebnissen, von denen kein einziges über Par notiert! Mannschaftskapitän Marcus Brandt zieht nach dem fulminanten Auftritt seines Teams ein Resümee: „Wir sind megastolz, dass wir für dieses Jahr als erste der St. Leon-Roter Herrenmannschaften einen Deutschen Meistertitel nach Hause holen konnten. Wir wollten den Titel von Hösel unbedingt verteidigen und sind extra mit der stärksten Mannschaft angereist. Wir sind sehr glücklich, dass uns dieser Erfolg gelungen ist!“

Ein kleines Kuriosum darf nicht unerwähnt bleiben: Aufgrund der vorangegangenen starken und vor allem andauernden Regenfälle, wurde das Turnier auf lediglich neun Spielbahnen ausgetragen. Clubpräsident Friedrich-Wilhelm Müller sagte dazu: „Wir hätten unheimlich gerne unseren gesamten Platz präsentiert, denn er gehört zu den schwierigsten Plätzen Norddeutschlands. Allerdings konnten wir unsere sogenannten Waldlöcher aufgrund der starken Niederschläge nicht so herrichten, wie wir es für dieses Turnier benötigt hätten. Immerhin konnten wir überhaupt spielen, denn es gibt einige Plätze in der Umgebung, die sogar ganz gesperrt werden mussten. Ich möchte dazu sagen, dass wir eine tolle Unterstützung durch das Team des DGV hatten und wir möchten uns bei der gesamten Truppe herzlich bedanken.“

Die Ergebnisse der DMM Herren AK 30

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