Bild Information: Der Siegputt von Paula Kirner im Achtelfinale (Foto: DGV)

Kirner auf Platz fünf

Golf Team Germany
 

Paula Kirner sichert sich mit Rang fünf bei den French Girls eine weitere, internationale Top-Platzierung. Nina Lang darf in der Nebenwertung U18 am Finaltag 36 Löcher gehen.

Garches/Frankreich – Bei den Jungen gab es für das Junior Team Germany in Frankreich einen famosen Sieg zu feiern. Bei den Mädchen war am Finaltag Nina Lang noch im Rennen um die Trophée Claude-Roger Cartier.

Beste Deutsche im Gesamtfeld der Internationalen Französischen Meisterschaft der jungen Damen bis 21 Jahre auf Golf de Saint Cloud war aber eine andere. Paula Kirner war in der Zählspielqualifikation auf Rang 13 die einzige Deutsche im Cut der besten 32. Ihr erstes Match um die Trophée Esmond gewann die Spielerin des Kiawah GC Riedstadt 1auf gegen Lois Lau aus Frankreich. Auf Bahn 5 ging die amtierende Deutsche Lochspielmeisterin in Führung, musste zum Beginn der Backnine aber den Ausgleich hinnehmen. Nervenstark setzte Paula Kirner auf dem 18. Grün den Schlusspunkt und sicherte sich so den Einzug ins Achtelfinale.
Gegen die Spanierin Marina Escobar lief es glatter. Lochgewinne auf den Bahnen 6, 7 und 17 reichten für einen nie gefährdeten 3&1-Sieg.
Andersherum verlief dann allerdings das Viertelfinale. Candice Mahe aus Frankreich lieferte ein fehlerfreies Match und machte für Paula Kirner nie die Tür auch nur einen Stückchen auf. Am Ende stand ein klarer 5&3-Sieg für die Französin. Im Endklassement wird Paula Kirner somit auf Rang fünf geführt – eine weitere, internationale Top-Platzierung für die Spielerin, die ab Donnerstag in Frankfurt versuchen wird, zum dritten Mal in Folge die Deutschen Lochspielmeisterschaften zu gewinnen. Der Frankfurter GC ist vom 25. bis 28. April zum zehnten Mal in Folge Gastgeber dieses inzwischen traditionellen Saisonstarts in Deutschland.
„Im ersten Moment war ich schon enttäuscht, es wie bei der Spanish nicht ins Halbfinale geschafft zu haben. Aber ich habe dann doch schnell gemerkt, dass ich mit mir sehr zufrieden sein kann. Ich habe über das ganze Turnier hinweg gute Dinge gemacht und ich konnte viel lernen“, war Paula Kirner nach ihrem Aus schnell wieder gefasst.

Lang bei U18

Nina Lang hatte vor den Toren der französischen Hauptstadt Paris nach Kartenstechen zwar den Cut für die Gesamtwertung verpasst, sorgte aber in der Trophée Claude-Roger Cartier für ein Highlight. Die besten Mädchen U18, die nicht im Cut für die Gesamtwertung der U21 waren, spielten den ebenfalls sehr renommierten Titel aus.
Im ersten Match traf die Spielerin, die vom GC Am Reichswald zum Bundesliga-Aufsteiger GC München Valley gewechselt ist, auf Anna Lina Otten vom Düsseldorfer GC. Lang ging sofort in Führung, konnte auf Bahn 14 erhöhen, musste aber bis zum letzten Putt kämpfen, denn auf dem 16. Grün verkürzte die Düsseldorferin. Am Ende siegte die Bayerin mit 1auf.
Im Viertelfinale machte es Nina Lang gegen Nives Martin besonders spannend. Die Spanierin ging auf Bahn 4 in Front und erhöhte auf dem zehnten Grün sogar auf 2auf. Aber Nina Lang blieb ruhig und glich auf Bahn 17 wieder aus. Das Momentum war nun auf Seiten der Deutschen, die auf dem ersten Extraloch den Einzug ins Halbfinale feiern durfte.

Finaleinzug

In der Vorschlussrunde ging Alizée Vidal zwar auf Bahn 2 in Führung, musste aber postwendend den Ausgleich hinnehmen.
Auf Bahn 5 ging Nina Lang erstmals in Führung, musste selbst aber ebenfalls sofort wieder den Ausgleich akzeptieren. Ein Zwischenspurt von Bahn 7 bis Bahn 13 sorgte dann aber für klare Verhältnisse, als die Spielerin des GC München Valley bis auf 5auf davonziehen konnte. Am Ende war mit 3&2 der Sieg deutlich.

36 Loch Finale

Im Finale traf Nina Lang auf Carolina Lopez. Die Spanierin erwies sich früh als gleichwertige Kontrahentin. Nina Lang lag auf der ersten Runde zwar meist in Front, konnte sich aber nie absetzen. Auf Bahn 16 konnte Lopez mit ihrem zweiten Birdie in Serie erstmals die Führung übernehmen, aber die 17-Jährige aus Bayern ließ sich davon nicht beeindrucken und konterte sofort mit einem Birdie zum Ausgleich.
Zu Beginn der zweiten Runde übernahm Nina Lang dann direkt wieder die Führung. Weitere drei Birdies reichten am Ende aber nicht für den Titelgewinn. Die Siegerin des Junior Orange Bowls zog mit 2auf nochmal davon, aber Carolina Lopez ließ nicht locker, glich auf dem 17. Grün aus und durfte auf der 18, als dem 36. Loch dieses Finales jubeln.
Mit guten guten Eisen und Putts konnte Nina Lang ihre Kontrahentin gut unter Druck setzen und sich viele Birdies erarbeiten. „Das war ein sehr gutes Match! Der Tag war zwar am Ende enttäuschend, aber ich habe viel Erfahrung gesammelt und bin mit meinem Spiel diese Woche sehr zufrieden“, zog die Bayerin ein insgesamt positives Fazit.
Sophie Witt hatte ebenfalls den Cut der „Großen“ verpasst, gewann dann aber ihr Achtelfinale in der U18-Wertung gegen Elsa Svensson klar mit 4&2, obwohl sie nach nur drei Bahnen schon 3down gegen die Schwedin zurück lag.
Im Viertelfinale war die Alizée Vidal eine zu hohe Hürde für die Hubbelratherin. Mit 2&1 war der Sieg der Französin knapp.

Bundestrainer sehr zufrieden

Mädchen-Bundestrainer Sebastian Rühl zog ein rundum positives Fazit des Turniers in Frankreich: „Ich bin super zufrieden, weil mehr als die Hälfte der Spielerinnen den Cut gemacht haben. Paula Kirner im großen Feld, das in diesem Jahr wahnsinnig stark war. Die Crème de la Crème Europas war hier vertreten. Sich hier bis ins Viertelfinale vorzukämpfen, ist ein tolles Ergebnis!“
Auch über die Mädchen, die nach dem Cut der „Großen“ und überstandenen Cut der „Kleinen“ um die Cartier-Trophée weiterspielen durften, sagte der Coach viele positive Dinge: „Sophie Witt ist hier bis ins Viertelfinale der U18 vorgedrungen und dann kam noch der krönende Abschluss mit Nina Lang im Finale. Die Spanierin hat am Ende auf dem 36. Loch gewonnen, aber beide haben tolle Sachen gemacht. Das war ein Match auf sehr hohem Niveau mit dem glücklicheren Ausgang für die Spanierin. Anders kann man es nach diesen 36 Löchern nicht sagen. Beide waren gleich gut.“
Noch weitergehend war Sebastian Rühl sehr happy, weil sein Team sich im Vergleich zu den Vorjahren taktisch sehr viel besser auf den Platz eingestellt hatte: „In der Vergangenheit hatten wir da nicht unsere Stärken. Im Winter haben wir sehr viel daran gearbeitet, wie ein Platz taktisch zu spielen ist, um sich immer wieder in gute Positionen zu bringen. Diese Arbeit trägt Früchte. Das macht mich sehr zufrieden. Wir haben in diesem Jahr auch einen sehr schwierigen Platz für die Team-EM mit sehr trickreichen Grüns. Je besser wir das in den Griff bekommen, desto größere Chancen haben wir bei dieser EM. Das sind also gerade die Wegpfeiler auf dem Weg nach El Saler in Spanien und auch auf dem ganz langen Weg der Mädels für eine erfolgreiche Karriere.“

 

Ergebnisse French Boys 2019

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