Bild Information: Jannik de Bruyn vom GC Hösel (Foto: DGV/stebl)

Siegchancen

Golf Team Germany
 

Bei der European Nations Championship hat der Bundesadler bei Damen und Herren noch Chancen, das Gelbe Jackett abzuräumen.

Sotogrande/Spanien - Jannik de Bruyn hatte nach der zweiten Runde angekündigt, seine Chancen bei der European Nations Championship besser nutzen zu wollen. Gesagt, getan: der 19-Jährige, der beim GC Schloss Myllendonk mit dem Golfsport begonnen hatte, spielte auf dem überaus anspruchsvollen Platz des RCG Sotogrande eine fast perfekte Runde. Die Scorekarte zeigte lange Zeit außer Birdies nur Pars. Erst auf Bahn 17 rutschte doch noch ein Bogey auf die Karte des Sportsoldaten, der nach einer starken 70 (-2) bei gesamt vier Schlägen über Par vor der Finalrunde noch Aussichten hat, ins Gelbe Jackett des Siegers schlüpfen zu dürfen. Der Engländer Tom Sloman liegt mit drei Zählern weniger in Front.
„Ich bin sehr ordentlich in die Runde gekommen und hatte die ganze Zeit das Gefühl, die richtigen Entscheidungen zu treffen und gute Schläge zu machen. Am Ende war es schwierig, den Wind richtig einzuschätzen, weil der zwischenzeitlich gedreht hatte. Morgen möchte ich an das Ballstriking der letzten Tage anknüpfen und frei aufspielen“, geht der Spieler des GC Hösel konzentriert, aber locker in einen Finaltag, an dem er sich einen der prestigeträchtigsten Titel im europäischen Golfsport überhaupt holen könnte.

Team auf Rang fünf

Michael Hirmer vom Stuttgarter GC brachte am dritten Wettkampftag dieser großen Meisterschaft zwei Birdies unter, musste aber auch fünf Bogeys hinnehmen. Der 22-Jährige tritt nach dieser 75 (+3) im Einzelklassement auf der Stelle, leistete aber seinen Beitrag dazu, dass der Bundesadler vor der finalen Runde auf Rang fünf noch gute Aussichten hat, in die Medaillenränge vorzustoßen.

„Ich habe sehr gut gespielt, aber wie in den letzten Wochen es nicht geschafft, einen guten Score auf die Karte zu bringen. Die fehlende Konstanz beim Putten macht mir im Moment einwenig zu schaffen. Aber auch das wird wieder. Ich freue mich für Jannik und das Team“, geht auch Michael Hirmer positiv in den Finaltag.

Timo Vahlenkamp hat am dritten Tag seinen bislang besten Score abgeliefert. Der Spieler des Berliner GC Stolper Heide, der oft ein Garant für nahezu farbenfreie Scorekarten ist, ging die 18 Bahnen mit 15 Pars, zwei Bogeys und einem Birdie. Mit dieser 73 (+1) macht der Westfale, der beim GC Teutoburger Wald seine ersten Golfschwünge gemachte hatte, einen Sprung in die Top 30.
Alexander Herrmann vom Stuttgarter GC schaffte es am dritten Tag, die ersten Birdies zu notieren. Da dem 23-Jährigen nach zwei Birdies in Serie aber direkt ein Triplebogey und zum Ende der Frontnine noch ein „Double“ auf die Karte rutschten, wurde es am Ende eine 78 (+6).

Bundestrainer zufrieden

In der Teamwertung liegt der Bundesadler vor der Finalrunde noch in Reichweite der Medaillenränge. „Heute war es für die Jungs angenehmer, hier zu spielen. Es war immer noch sehr anspruchsvoll, aber nicht mehr so wild wie an den beiden Tagen zuvor. Die Jungs haben das heute deutlich besser gemacht. Auch wenn nicht alle mit ihren Ergebnissen zufrieden sein werden, haben sie viel gelernt. Und darum geht es ja vor allem. Wir haben heute ein ordentliches Teamergebnis reingebracht und Jannik de Bruyn spielt morgen um den Sieg mit. Jeder Tag ist hier eine großartige Herausforderung – und die nehmen wir morgen gerne an“, blickt Bundestrainer Ulli Eckhardt positiv gestimmt zurück und voraus.

Zweitbester Tagesscore der Damen

Mit dem zweitbesten Tagesscore aller Mannschaften haben sich die Damen um Bundestrainer Stephan Morales für die Finalrunde auf dem geteilten dritten Platz sehr gut in Stellung gebracht. England auf Platz zwei hat nur zwei Zähler weniger in der Wertung. Um die führenden Franzosen noch abzufangen, müsste der Bundesadler am Finaltag einen absoluten Sahnetag erwischen, denn die Equipe Tricolore hat sechs Schläge Vorsprung.

Arbeit zahlt sich aus

Beste Deutsche mit einer ganz starken 73 (+1) war an diesem Tag Sarina Schmidt. Die Athletin vom Bundesliga-Aufsteiger GC München Valley lieferte eine fehlerfreie Frontnine ab, kassierte zwischen Bahn 12 und 16 drei Bogeys, zeigte dann aber eine Klassereaktion und stellte mit einem Birdie auf Bahn 17 unter Beweis, dass sie gut in Form ist.
„Meine Runde war konstant und solide. Was wir uns in den letzten Tagen mit der Unterstützung von Christian Marquardt beim Putten, Shirin Hornecker im mentalen Bereich und natürlich von Stephan Morales bei Taktik und Schwung erarbeitet haben, ist heute gefühlt zum ersten Mal alles zusammengelaufen“, strahlte Sarina Schmidt am Abend nach dem letzten Putt. Mit diesem guten Ergebnis klettert die Nationalspielerin in die Top Ten.

Medaillenaussichten

Noch weiter vorne im Klassement steht Sophia Zeeb. Die 22-Jährige, die im GC Bad Liebenzell ihre ersten Schritte auf einem Golfplatz gemacht hat, startete mit einem Birdie auf Bahn 2 gut in den Tag, musste auf Bahn 4 allerdings ein „Triple“ notieren. Mit einer 76 (+3) festigte die Stuttgarterin ihren vierten Platz und hat auf die Führende nur drei Schläge Rückstand.
„Ich bin sehr zufrieden, denn trotz des Triplebogeys konnte ich meinen Score gut zusammenhalten. Zum Ende hin wurde es schwerer, denn der Wind wurde stärker und kam aus einer anderen Richtung als an den letzten Tagen. Ich bin in einer guten Position und freue ich auf die Finalrunde“, geht Sophia Zeeb sehr motiviert in die letzte Runde dieser inoffiziellen Zählspiel-Teameuropameisterschaften.

Sehr bunt

Eine außergewöhnliche Scorekarte unterschrieb Miriam Emmert. Von Eagle bis Triplebogey sind alle Zahlen vertreten und so war bei der Falkensteinerin neben Schatten auch viel Licht zu sehen, auch wenn es unter dem Strich zum zweiten Mal eine 82 (+10) wurde.

Startzeiten Finalrunde

Miriam Emmert 8.50h
Sarina Schmidt 9.50h
Sophia Zeeb 10.00h

Alexander Herrmann 11.30h
Timo Vahlenkamp 12.50h
Michael Hirmer 13.00h
Jannik de Bruyn 14.20h

Livescoring So lief Tag 2 So lief Tag 1

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