Bild Information: Guter Auftakt: Die Herren des National Team Germany (Foto: DGV)

Achtungserfolg für de Bruyn

Golf Team Germany
 

Jannik de Bruyn gewinnt vor der ersten Runde der European Nations Championship den Longest Drive Wettbewerb. Der Auftakt im spanischen Sotogrande ist aus deutscher Sicht überwiegend positiv verlaufen.

Sotogrande/Spanien - Bei der inoffizielle Zählspiel-Teameuropameisterschaft hat der Bundesadler einen guten Start erwischt.
Jannik de Bruyn holte sich mit 279 Metern in den Wind den separat ausgespielten Sonderpreis für den Longest Drive.
Traditionell gehen zum Auftakt zunächst die Damen in ihren ersten Wettkampftag. Die Mannschaft um Damen-Bundestrainer Stephan Morales liegt nach der ersten Hürde auf Rang drei und hat mit gesamt neun Schlägen über Par nur drei Zähler Rückstand auf die führenden Niederländerinnen.
Beste Deutsche war Sophia Zeeb, die mit einer 75 (+3) in das blütenweiße Clubhaus des altehrwürdigen RCG Sotogrande kam. Die Spielerin des Stuttgarter GC Solitude musste einen Doppelbogey hinnehmen, brachte aber auch drei Birdies unter. In der Einzelwertung rangiert die Schwäbin zwei Schläge hinter der Spitze auf Rang drei.
„Das war heute ein guter Start und eine gute Grundlage für die nächsten Tage. Wir haben wieder viel gelernt. Auf der Frontnine habe ich ein paar taktische Fehler gemacht, auf der Backnine wurde das besser. Ich versuche morgen, mit einem besseren Plan den Platz zu gehen. Meine Schläge und auch das Putten waren heute gut, deswegen bin ich für den Tag zufrieden“, analysierte Sophia Zeeb ihr Ergebnis.
Auch Sarina Schmidt hat zum Auftakt einen Platz in der Top Ten für sich erkämpft. Die Bayerin vom Bundesliga-Aufsteiger GC München Valley musste auch einen „Double“ notieren, war mit einem Birdie auf Bahn 2 aber gut gestartet und konnte auch auf Bahn 14 einen Score unter Par notieren.
„Meine Leistung insgesamt war richtig gut, ich habe nur leider nichts gelocht“, war die Nationalspielerin mit ihrem Spiel von Tee bis zum Grün vollauf zufrieden, sah aber noch Potenzial für einen tieferen Score als die 78 (+6).
Zwei Birdies brachte auch Miriam Emmert unter, machte ihre Scorekarte aber relativ bunt, zumal sie mit vier Bogeys in Serie gestartet war. Mit 82 (+10) Schlägen liegt die amtierende Deutsche Mannschaftsmeisterin vom Hamburger GC zunächst auf Rang 25 in der Einzelwertung.

Heftiger Wind

Auf einem so selektiven Platz spielen zu müssen, wenn der Wind vom Mittelmeer kräftig bläst, ist eine echte Herausforderung für alle Athleten. Zwar war der Wind am Vormittag besonders heftig, aber auch die Spieler mit späteren Startzeiten hatten ihre liebe Mühe, den Naturelementen zu trotzen.
Die Herren um Bundestrainer Ulli Eckhardt rangieren am Abend des ersten Tages auf Platz vier, haben mit zehn Schlägen über Par in der Wertung aber nur wenig Rückstand auf die führenden Teams und liegen mit den Engländern sogar gleichauf.
Am besten kam Michael Hirmer aus deutscher Sicht über die 18 Bahnen. Der Bayer, der in der KRAMSKI Deutschen Golf Liga presented by Audi für den Stuttgarter GC Solitude antritt, hatte eine der letzten Startzeiten und konnte so neben der größten Routine auch den Vorteil nutzen, dass der Wind einwenig gnädiger war.
Nach Bogeys auf den Bahnen 9 und 12 setzte Hirmer ein Ausrufezeichen und glich mit zwei Birdies seinen Score wieder aus. Auf der letzten Bahn kam dann zwar noch ein Bogey auf die Scorekarte, aber Bundestrainer Ulli Eckhardt zollte seinem Schützling großen Respekt: „Michi hat hinten heraus eine tolle Runde gespielt!“

Bei seiner vierten ENC hat sich Michael Hirmer fest vorgenommen, vorne mitzumischen. „Hier ist es besonders wichtig, die Grüns an der richtigen Stelle zu treffen und gut zu putten. Darauf habe ich mich besonders gut vorbereitet und freue mich auf die weiteren Tage“, kann der ENC-Senior wertvolle Erfahrungen einbringen.

Achterbahn

Jannik de Bruyn erlebte eine wahre Achterbahn der Gefühle. Nach einem Bogey-Birdie-Start musste der Spieler des GC Hösel damit fertig werden, dass ihm auf Bahn 7 ein Triplebogey auf die Karte rutschte. Zuvor durfte sich der Longhitter über sein zweites Birdie freuen. Auf der Backnine drohte der Score zu kippen, als der Rheinländer drei Bogeys in Serie kassierte.
Aber Jannik de Bruyn schaffte es, den Schalter noch einmal umzulegen und drückte seinen Score sofort mit zwei Birdies auf am Ende gesamt drei über Par.
„Ich hatte das Gefühl, wenig falsch gemacht zu haben, aber jeder kleinste Fehler wird hier sofort bestraft. Mit meiner 75 bin ich zufrieden. Dass heute durchaus noch mehr möglich war, gibt mir ein gutes Gefühl für die nächsten Runden“, ordnete der Sportsoldat aus Mönchengladbach seine Leistung realistisch ein. Von Platz elf geht de Bruyn in den zweiten Tag.

Vahlenkamp mit frühem Birdie

Timo Vahlenkamp steuerte den dritten Score bei, der in die Wertung kam.
Der Sportsoldat, der im GC Teutoburger Wald das Golfspiel erlernt hat, nun aber schon einige Jahre in der Talentschmiede von Gregor Tilch im Berliner GC Stolper Heide seine sportliche Heimat hat, lag nach einem früher Birdie auf Bahn zwei zunächst unter Par, konnte danach aber keine weitere rote Zahl mehr unterbringen. Fünf Bogeys und ein Doppelbogey brachten den Score auf gesamt sechs über Par.
Etwas Lehrgeld zahlen musste der Neuling auf dem Platz des RCG Sotogrande. Alexander Herrmann, der als erster Spieler mit dem Bundesadler auf dem Shirt mit dem heftigsten Wind konfrontiert wurde, konnte auf keiner Bahn ein Birdie unterbringen, musste aber auf einigen Bahnen den teils erst auf den zweiten Blick ersichtlichen Tücken Tribut zollen. Am Ende wurde es für den Youngster des Stuttgarter GC Solitude eine 81 (+9).

Lob vom Bundestrainer

„Heute waren wirklich sehr, sehr anspruchsvolle Bedingungen. Kleinste Fehler werden hier sehr stark bestraft, daher bin ich mit diesem ersten Tag echt zufrieden. Jannik de Bruyn und Timo Vahlenkamp haben ihre Scores sehr gut zusammengehalten. Ich freue mich auf morgen. Der Platz ist jedes Jahr wieder eine Reality-Check für alle Spieler. Man sieht, wo man steht und in welchen Bereichen man noch besser werden muss, wenn man ganz nach oben will. Der Platz ist fordernd und macht wahnsinnig viel Spaß. Deshalb ist die ENC eines meiner Lieblingsturniere“, strahlte Ulli Eckhardt am Abend nach der Auftaktrunde und war mit seinem Team insgesamt mehr als zufrieden.


Startzeiten Runde 2

Sarina Schmidt 9.30h
Sophia Zeeb 9.40h
Miriam Emmert 9.50h

Michael Hirmer 11.20h
Jannik de Bruyn 13.10h
Timo Vahlenkamp 13.20h
Alexander Herrmann 14.20h

Livescoring Vor dem Start

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