Bild Information: Große Leistung in Australien: Jannik de Bruyn (Foto: DGV/stebl)

Hirmer und de Bruyn im Halbfinale von Australien

Golf Team Germany
 

Michael Hirmer und Jannik de Bruyn vom National Team Germany haben sich bei der Australian Amateur Championship im Woodlands GC in Melbourne bis ins Halbfinale gekämpft und belegen am Ende den geteilten dritten Platz.

Melbourne/Australien - Beim zweiten Turnier, das Bundestrainer Uli Eckhardt mit acht Athleten des National Team Germany in Australien bestritt, haben die Bundesadler für Aufsehen gesorgt. Dreimal tauchte Schwarz-Rot-Gold in der Zählspielqualifikation der Australian Amateur Championship in der Top 10 auf und sechs Spieler schafften den Sprung in die Matchplays.
Den geteilten fünften Platz erspielten sich mit einem Score von jeweils sieben unter Par nach zwei Runden David Rauch, Michael Hirmer und Jannik de Bruyn. Für Hirmer und de Bruyn ging der Weg anschließend noch sehr weit, David Rauch vom Berliner GC Stolper Heide musste bereits in der ersten Matchplay-Runde im Konzert der besten 64 Spieler die Segel mit einer 5&4-Niederlage gegen Donovan Lee aus Singapore streichen.

Michael Hirmer

Michael Hirmer hatte zweimal 68 im Zählspiel abgeliefert und spielte auch im Matchplay sicher. In der ersten Runde schaltete der Spieler des Stuttgarter GC Solitude Matty Lamb aus England mit 2&1 aus. Am Morgen des zweiten Matchplay-Tages fegte Hirmer den Australier Joel Stahlhut mit 5&4 vom Platz, musste am Nachmittag gegen den Briten Michael Farr beim 2&1-Sieg kräftig nachlegen, um den Einzug ins Viertelfinale zu sichern. Hier traf der deutsche Nationalspieler am Morgen des dritten Tages der Duelle Mann gegen Mann auf den Australier Justin Warren.
Der Tag begann gut für Michael Hirmer und so konnte er auf dem 18. Grün mit 1auf den Einzug ins Halbfinale sichern. Am Nachmittag ging es gegen den späteren Turniersieger Conor Purcell. Der Ire lieferte sich mit dem Deutschen ein Duell auf hohem Niveau und hatte am Ende mit 1auf das bessere Ende für sich.
„Das war für mich ein tolles Turnier. Ich habe ein sehr gutes Zählspiel gespielt. Im Matchplay war ich Runde für Runde sehr zufrieden. Ich habe vor allem in der zweiten und der dritten Runde sehr gut gespielt. Im Viertelfinale habe ich mit meinem B-Game gekämpft und auf der 18 gewonnen. Im Halbfinale gegen den Iren habe ich leider nicht zu meinem A-Game zurückgefunden. Trotzdem hatte ich mein Spiel am Ende im Griff und habe den Sieg erst auf der 18 weggeschenkt. Sowas passiert halt. Ich suche mir jetzt die Sachen raus, aus denen ich was lernen kann“, bilanziert der Wahl-Stuttgarter die Turnierwoche.

Jannik de Bruyn

Jannik de Bruyn vom GC Hösel zog nach 69 und 67 Schlägen auf T5 in die Matchplays ein. In Runde eins hielt der Rheinländer gegen den Japaner Yuta Suqiura mit 3&1 die Fahne hoch. In der Runde des besten 32 traf der Höselaner erneut auf einen Japaner. Auch gegen Ren Yonezawa setzte sich der Sportsoldat mit 3&1 durch. Am Nachmittag des zweiten Matchplay-Tages ging es gegen den Neuseeländer Jake Lee. Bis zum 17. Grün ging das Duell, ehe der Deutsche mit 2&1 den Einzug ins Viertelfinale feiern durfte. In diesem ging es für den Bundesadler gegen Blake Windred aus Australien.
Am Morgen des vorletzten Tages dieser großen Meisterschaft lieferte Jannik de Bruyn eine Glanzleistung ab und marschierte mit einem 3&2-Sieg ins Halbfinale.
Gegen Nathan Barbieri kam dann aber auch für den Höselaner das Aus. Nach großem Kampf und guter Leistung musste sich Jannik de Bruyn auf dem 18. Grün geschlagen geben und teilt sich mit Michael Hirmer den dritten Platz.
„Alles in allem war es ein sehr zufriedenstellendes Turnier, aus dem ich ganz viel mitnehmen kann. Ich habe die ganze Woche sehr solide gespielt und viele Birdies gemacht, was vor allem im Matchplay hilfreich ist. Momentan überwiegt noch die Enttäuschung über die Niederlage, da man so kurz vor dem Ziel stand. In den nächsten Tagen wird viel analysiert und dann freue ich mich auf die anstehenden Turniere in Südafrika“, blickte Jannik de Bruyn schon voraus.

Alexander Herrmann

Auf T24 war Alexander Herrmann vom Stuttgarter GC mit 71 und 69 Schlägen in die Matchplays aufgestiegen. In der ersten Runde setzte sich der Süddeutsche mit 2&1 gegen Elvis Smylie aus Australien durch.
Auch der zweite Australier war in den Matchplays für Herrmann eine gut zu nehmende Hürde. Mit 5&4 sauste der Deutsche gegen Yuji Sekito eine Runde weiter. Erst der dritte Australier vermochte es, Alex Herrmann zu schlagen. Mit 3&2 gewann Nathan Barbieri das Drittrundenmatch, so dass für den Bundesadler im Endklassement ein sehr guter neunter Platz zu Buche steht.

Timo Vahlenkamp

Timo Vahlenkamp zeigte erneut eine starke Leistung und sicherte sich mit 72 und 70 Schlägen souverän den Aufstieg in die Matchplays. In der Runde der besten 64 hielt der Spieler des Berliner GC Stolper Heide das Match immer offen, unterlag aber auf dem 18. Grün mit 1down denkbar knapp.
Clubkamerad Falko Hanisch landete nach den beiden Zählspielrunden zwar auf T62, verpasste aber im Kartenstechen den Einzug in die Matchplays.
Mit 70 und 73 Schlägen schaffte es der Youngster der Truppe von Bundestrainer Ulli Eckhardt in die Matchplays. Lukas Buller vom Frankfurter GC zog im Matchplay dann aber gegen Andre Lautee vom Gastgeber Australien mit 4&3 den Kürzeren.
Marc Hammer vom GC Mannheim-Viernheim verpasste auf Rang 73 die Matchplays, da er der starken 69 vom ersten Tag eine 76 am zweiten Tag folgen ließ.

Fazit des Bundestrainers

„Es war zwar sehr schade, dass wir im Halbfinale zweimal verloren haben, aber  trotzdem haben wir ein tolles Turnier gespielt – allen voran Michi und Jannik. Die beiden haben an allen Tagen wirklich tolles Golf gespielt. Im Lochspiel muss immer einer verlieren, in diesem Fallen waren es wir. Beide haben am Vormittag noch Matches auf hohem Niveau gewonnen, die auf Messers Schneide standen. Ich hatte ja vor dem Turnier gehofft und angekündigt, dass wir hier ein Wörtchen mitreden und so war es dann ja auch. Ich bin mit der ganzen Performance sehr zufrieden, wir sind auf einem guten Weg und daher freue ich mich auf die Saison und die kommenden Turniere. Australien war eine Reise wert. Die Jungs haben hier viel gelernt und haben gezeigt, dass sie um den Sieg mitspielen können. Mehr können wir nicht erwarten“, fiel das Fazit von Bundestrainer Ulli Eckhardt unmittelbar nach dem letzten Putt sachlich aus.

Scores

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