Bild Information: Bronze für die deutschen Damen: Carolin Kauffmann, Miriam Emmert, Sarina Schmidt, Physio Britta Peters und Stephan Morales (v.l., Foto: DGV)

Damen springen auf das Podium

Golf Team Germany
 

Die Damen des National Team Germany steigern sich bei der European Nations Championship von Tag zu Tag und klettern am Ende sogar noch auf Platz drei. Die Herren beenden dieses große und renommierte Turnier auf Rang zehn.  

Sotogrande/Spanien – 158, 153, 152 und 144 Schläge. So lauten die nackten Tagesergebnisse, die aber deutlich anzeigen, dass das Team um Damen-Bundestrainer Stephan Morales eine stetige Verbesserung erlebt hat und sich mit dem zweitbesten Tagesergebnis aller Mannschaften noch auf Rang drei emporgeschwungen hat. Nach Kartenstechen überflügelte der Bundesadler die gastgebenden Spanierinnen und der Rückstand auf die Zweitplatzierten war am Ende auch nur noch drei Schläge. Dänemark wiederum hatte auf das Siegerteam aus Frankreich mit 14 Schlägen einen beachtlichen Abstand und hätte fast auch noch Deutschland passieren lassen müssen. Erst auf den letzten Bahnen fiel die Entscheidung zu Gunsten der Südskandinavierinnen.

Miriam Emmert, die zum ersten Mal ihr Land bei einem so großen Turnier vertrat, hat das in sie gesetzte Vertrauen mehr als bestätigt. Ihre 69 (-3) vom Finaltag war der beste Score aller Teilnehmerinnen im gesamten Turnierverlauf.

Nach einem frühen Bogey legte die Falkensteinerin eine ansonsten blitzsaubere Scorekarte vor, auf der sich vier solide erspielte Birdies wiederfanden. Mit +13 für das Turnier sprang das Nordlicht noch auf Rang vier der Einzelwertung.

Dabei war das erklärte Tagesziel von Miriam Emmert, Bahn 7 im vierten Anlauf endlich in Par zu bezwingen. Dies gelang und spätestens von da an war das Momentum vollkommen auf der Seite der Spielerin des Hamburger GC. Fast nach Belieben traf Emmert Fairways und Grüns und erarbeitete sich so etliche Birdiechancen.

„Ich bin superzufrieden mit meinem vierten Platz in der Einzelwertung und mit Platz drei in der Teamwertung. Hätte mir das vorher jemand so angeboten, hätte ich das sofort unterschrieben. Ich konnte Erfahrungen sammeln und habe viel dazugelernt“, strahlte Emmert nach dem grandiosen Abschluss ihrer ersten ENC.

Die Top Ten um nur zwei Zähler verpasst hat Sarina Schmidt. Die Münchnerin brachte am letzten Tag mit einer 75 (+3) ebenfalls ihren besten Score der Championship ins Clubhaus und sorgte mit einem Birdie auf dem 18. Grün für einen gelungenen Schlusspunkt. Nach wechselhaften Start in den Tag waren vor allem Dreiputts der Grund dafür, dass die Spielerin des National Team Germany nach der Frontnine bei vier über Par lag. „Mir war klar, dass es auch an mir liegen würde, wie unsere Platzierung wird. Ich habe dann einfach meinen Plan solide runtergespielt“, freute Schmidt sich, auf der Backnine alle Grüns in Regulation angespielt zu haben. Bei einigen realistischen Birdiechancen lippten die Putts aus, so dass es bis zur 18 dauerte, bis endlich ein rotes Ergebnis auf die Karte kam. Und dies nach einem Schlag ins Grün, der etwa zehn Meter neben der Fahne zur Ruhe kam. „Aber dadurch, dass ich gestern einen ähnlich langen Putt zum Par gelocht habe, hatte ich ein sehr positives Gefühl bei dem Schlag. Als ich den Ball gelocht hatte, hat es sich wie ein Befreiungsschlag angefühlt“, beschrieb Schmidt den finalen Moment der Runde. „Heute hatte ich zum ersten Mal das Gefühl, die Schläge richtig geplant und keine Fehler gemacht zu haben. Im Vergleich zu 2017 bin ich in allen vier Runden unter 80 geblieben und habe auch unter Druck gut gespielt. Der dritte Platz für das Team ist toll. Wir haben heute als Team überragend gespielt und uns das sehr verdient“, strahlte die Spielerin des GC München Valley mit der Abendsonne um die Wette.

Ebenfalls einen sehr wichtigen Score für das famose Teamergebnis beigesteuert hat Carolin Kauffmann, die wie Miriam Emmert ihre Premiere im Nationaltrikot bei einem so großem Turnier gab. Zwar verlief die Finalrunde der Spielerin des Marienburger GC wieder nicht wie gewünscht, so dass nach der 81 in der Einzelwertung Rang 23 steht, aber ihre 75 vom zweiten Tag war ein Highlight und extrem wertvoll, wie sich erst am Finaltag in voller Konsequenz zeigte.

Stephan Morales lief mit einem Dauergrinsen durch die südspanische Landschaft. Behutsam hatte der Bundestrainer auf sein Team eingewirkt und so zunächst den Druck von den Schultern der noch nicht so erfahrenen Spielerinnen genommen. In Kombination mit genau dem Maß an Ansporn und und Forderung von Leistungen, ergab sich eine der beste Platzierungen des deutschen Damenteams der letzten Jahre.

„Es ging uns hier vor allem um die Lerngeschwindigkeit der Spielerinnen. Wir haben uns immer besser mit den Anforderungen zurecht gefunden und sind so ohne große Sprünge den vorderen Teams langsam immer näher gekommen. Heute sah es sogar danach aus, als wenn wir noch Platz zwei belegen können“, spielte Stephan Morales darauf an, dass Sofie Nielsen ihren Einzeltitel und auch Rang zwei für das dänische Team erst mit einem Schlussspurt sicherte, als ihr drei Birdies auf den letzten vier Bahnen gelangen.

„Ich bin mit dem Verlauf und dem Ergebnis sehr zufrieden. Das war nicht nur gut! Das war richtig Klasse“, freute sich Stephan Morales, der vor Beginn des Turniers und auch nach den ersten Tagen als Ziel noch Platz fünf oder vier angepeilt hatte. Umso größer die Freude über Bronze für das deutsche Team.

 

Platz zehn für Herren

Wie anspruchsvoll der Platz des RCG Sotogrande ist, kann man bei der ENC daran ablesen, dass nur eine einzige Mannschaft unter Par blieb. Erneut sicherte sich England den Titel – in mehr als überzeugender Manier mit einem Gesamtscore von -11! Irland folgt mit satten 20 Schlägen Rückstand auf Rang zwei, weitere sieben Zähler mehr hatte Dänemark in der Wertung.

Für die deutschen Burschen war der Verlauf dieser ENC insgesamt eher enttäuschend. Am Finaltag gab der Bundesadler einen Platz ab und steht somit im Endklassement auf Rang zehn.

Michael Hirmer gelang am Finaltag, worauf die ganze Mannschaft bis dahin gewartet hatte: die erste Runde unter Par. Mit der 71 (-1) kletterte der Bayer noch bis auf Rang 18. „Ich bin mit der heutigen Runde zufrieden. Alles unter Par ist hier eine sehr gute Runde. Ich habe heute zwei unnötige Fehler gemacht, die gleich zum Bogey geführt haben, aber das war eine grundsolide Runde. Der Unterschied zu den anderen Runden haben die Eisen gemacht. Die habe ich heute viel besser getroffen. Ich bin ganz happy, mit einer guten Runde das Turnier beendet zu haben“, so der Youngster, der in dieser Saison für den Stuttgarter GC antritt. Mit diesem guten Score überholte Michael Hirmer auch noch Marc Hammer. Der Nationalspieler vom GC Mannheim-Viernheim kam mit einer 76 vom Platz, bewies aber zum Ende hin in echtes Kämpferherz, als er nach zwei Bogeys direkt zwei Birdies nachlegte und so den Tag noch rettete.

Zum Auftakt der Runde hatte Hammer gute Schläge gezeigt, sich zum Ende der Frontnine aber mit zwei Fehlern um den Lohn der Arbeit gebracht, als er ein Doppelbogey und zwei Bogeys notieren musste. „Das geht bei diesem Platz ganz schnell. Die letzen vier Bahnen noch zwei unter Par zu spielen, war gut. Alles in allem bin ich relativ zufrieden. Besser geht es zwar immer, aber für den Saisonstart war es okay“, zog der amtierende Deutsche Meister ein eher positives Fazit dieser ENC.

Jannik de Bruyn brachte seine zweite 76 (+4) in Folge nach Hause. Der Mönchengladbacher musste ohne Hölzer ausgekommen, nachdem sich Holz 3 und Driver mit Brüchen verabschiedet hatten. „Meine Leistung heute war ganz okay. Insgesamt war das Turnier für mich enttäuschend. Aber es war eine coole Erfahrung und ich werde die positiven Dinge mit in die nächsten Wochen nehmen“, bilanzierte der Spieler des GC Hösel die vier harten Tage.

Einen versöhnlichen Abschluss feierte Falko Hanisch. Die 73 (+1) war sein bestes Tagesergebnis. „Ich habe viel gelernt und einige gute Erfahrungen auf diesem genialen Platz gemacht. Es gilt jetzt für mich, die Baustellen in meinem Spiel anzugehen, die dieser Platz mir aufgezeigt hat. Als Team hatten wir uns etwas mehr erhofft, sind aber auf wirklich sehr starke Konkurrenz getroffen“, zog der Spieler des Berliner GC Stolper Heide ein sehr konstruktives Fazit.

Das Fazit dieser inoffiziellen Zählspiel-Mannschaftseuropameisterschaft fällt bei Herren-Bundestrainer Ulli Eckhardt etwas gemischt aus: „Wir sind nicht zufrieden mit diesem zehnten Platz. Es war ein starkes Feld mit starken Teams. Durchaus ein Masstab für die Team-EM und das zeigt, dass wir auf jeden Fall um den Einzug in den ersten Flight kämpfen werden. Die Engländer sind unglaublich stark. Alle sind unter den Top 25 der Weltrangliste, von daher war der Sieg nicht überraschend.

Wir müssen uns noch weiter entwickeln und an den Schrauben drehen, wo wir uns verbessern können. Was mir sehr gut gefallen hat: Alle haben bis zum Schluss gekämpft und es hat sich niemand gehen lassen. Es haben alle alles geben und das ist das Entscheidende. Wir werden weiter hart arbeiten und daher bin ich zuversichtlich, dass wir es hinbekommen und im Sommer eine erfolgreiche Heim-EM spielen können.

ENDSTAND DAMEN

RANG NAME     ENDSTAND
  Teamwertung      
1 Frankreich FRANCE   +14
T3 Deutschland GERMANY +31
         
  Einzelwertung      
1 Sofie Nielsen DENMARK   +7
4 Miriam Emmert GERMANY   +13
T12 Sarina Schmidt GERMANY +23
T23 Carolin Kauffmann GERMANY   +34

 

ENDSTAND HERREN

RANG NAME     ENDSTAND
  Teamwertung      
1 England ENGLAND   -11
10 Deutschland GERMANY +34
         
  Einzelwertung      
1 Clements Todd ENGLAND   -5
T18 Michael Hirmer GERMANY   +9
T20 Marc Hammer GERMANY +10
T48 Jannik de Bruyn GERMANY +22
T52 Falko Hanisch GERMANY +23

 

 

Tag 3 - Damen stabilisieren Platz sechs

Die Damen des National Team Germany brachten bei der European Nations Championship erneut ein gutes Ergebnis rein und festigten Rang sechs, während die Herren am Moving Day drei Plätze verloren und von Rang neun in die Finalrunde gehen.

Für die Damen des Golf Team Germany verlief der dritte Tag erneut recht erfolgreich. Nur drei Teams brachten bei dem teils böigen Wind an der spanischen Mittelmeerküste ein besseres Ergebnis nach Hause und so festigte das Team von Bundestrainer Stephan Morales den sechsten Rang. Vor der Finalrunde hat der Bundesadler realistische Aussichten, Österreich noch von Platz fünf zu verdrängen. Drei Schläge Rückstand sind hierfür aufzuholen.

An der Spitze liefern sich die favorisierten Teams aus Spanien und Frankreich ein enges Rennen um den Titel, wobei vor der Finalrunde die Grande Nation drei Zähler weniger in der Wertung hat.

Ganz stark unterwegs war Miriam Emmert, die heute den zweitbesten Score aller Spielerinnen unterschreiben konnte und mit ihrer 73 (+1) in der Einzelwertung einen Sprung um zehn Plätze in die Top Ten machen konnte.

Entsprechend zufrieden war die Hamburgerin, die mit einem Birdie begann, sich von dem direkt folgenden Bogey nicht aus der Ruhe bringen ließ und eine fast schon langweilige Scorekarte abgab, auf der insgesamt 15 Mal das Par auftauchte.

„Ich bin sehr happy mit dem Ergebnis! Ich habe gefühlt jedes Fairway getroffen, dann jedes Grün getroffen und mit zwei Putts das Par gesichert. Durch den starken Wind hatten wir hier wirklich schwierige Bedingungen. Damit konnte ich aber ganz gut umgehen und gut mit dem Wind spielen“, freute sich die Spielerin des Hamburger GC, dass sie in allen Spielbereichen grundsolide agiert hatte.

Sarina Schmidt vom GC München Valley begann ebenfalls mit einem sauberen Birdie, musste anschließend aber einige Bogeys mehr notieren. Die Nationalspielerin unterschrieb am Ende eine 79 und fällt damit auf Rang 14 zurück.

Carolin Kauffmann, die gestern im Klassement einen so großen Sprung nach vorne gemacht hatte, musste am dritten Tag dem Wind wieder Tribut zollen. Die Marienburgerin begann mit „Double-Triple“, bewies dann aber Nervenstärke, als sie auf Bahn drei ein Birdie nachlegte.

Am Ende der Runde wurde die Scorekarte noch einmal bunt. Auf den letzten sechs Bahnen musste Caro Kauffmann fünf Bogeys notieren, streute dabei aber auf der sehr schweren Bahn 14 auch ein Birdie ein. 83 Schläge stehen unter dem Strich.

 

Herren fallen zurück

Für die Herren um Bundestrainer Ulli Eckhardt war der dritte Tag sehr lehrreich. In der Teamwertung rutschte der Bundesadler um drei Plätze ab, nachdem kein richtig tiefes Ergebnis von den deutschen Athleten ins Clubhaus getragen wurde.

Jannik de Bruyn machte seine Scorekarte wieder recht bunt und streute auf seiner Runde acht Bogeys und vier starke Birdies ein. Macht unter dem Strich 76 (+4) Schläge, die den Höselaner in der Einzelwertung nur wenig voran bringen.

„Heute war spielerisch gesehen mein bislang bester Tag, trotzdem konnte ich kein gutes Ergebnis ins Clubhaus bringen. Morgen möchte ich das Turnier mit einer guten Stunde beenden“, hat Jannik de Bruyn sich für den Finaltag einiges vorgenommen. Diesen Finaltag muss der Rheinländer ohne Hölzer absolvieren, da nach dem Holz 3 gestern heute auch sein Driver einen Bruch im Spiel bekommen hat. Für einen Linkshänder ist brauchbarer Ersatz nicht so einfach verfügbar.

Nachdem er am zweiten Tag einen ungewöhnlichen Rundenverlauf erleben musste, zeigte sich Falko Hanisch wieder deutlich stabiler und glich das Bogey von Bahn eins sofort mit einem Birdie aus. Anschließend wollte dem Berliner aus dem Stall von Gregor Tilch aber kein weiteres Birdie gelingen. Zwei Bogeys auf der Frontnine und zwei Double-Bogeys auf der Backnine brachten den Score auf 78 (+6) Schläge. Damit steht der Athlet des Berliner GC Stolper Heide vor dem Finaltag auf Rang 58.

„Auf den letzten Löchern habe ich wieder ein gutes Gefühl bekommen. Das möchte ich morgen mit auf die Runde nehmen und nochmal einen guten Score spielen, um mit einem guten Gefühl nach Hause zu fahren. Ich habe noch nie so viel gelernt, wie auf diesem Platz“, war Falko Hanisch auch nach der dritten Runde noch sichtlich von den Besonderheiten der Anlage in Sotogrande beeindruckt.

Marc Hammer ist weiterhin von den vier Deutschen der Bestplatzierte. Der Mannheimer spielte eine sehr solide Runde und hat einen noch besseren Score auf Bahn 10 vergeben, als er einen Triple-Bogey kassierte. Ansonsten brachte der amtierende Deutsche Meister zwei Birdies bei nur einem Bogey auf seine Karte. Die 74 (+2) reicht, um den Platz in der Top Ten zu behaupten.

„Ich habe echt gut gespielt und bin mit meinem Spiel bis auf das Triple sehr zufrieden. Gut war, wie ich mich danach wieder zusammengerissen und gut weiter gespielt habe“, so Hammer nach der Runde.

Ebenfalls ein Triple-Bogey hinnehmen musste Michael Hirmer. Der Athlet, der in der jetzt startenden Saison in der 1. Bundesliga für den Stuttgarter GC Solitude antritt, verlor mit einer 77 (+5) zwölf Plätze im Einzelklassement und geht von Rang 22 in die vierte Runde. Am „Moving Day“ gelang Hirmer zwar ein Birdie, aber er musste auch drei Bogeys notieren.

Bundestrainer Ulli Eckhardt war mit dem Verlauf des Tages nicht wirklich zufrieden: „Wir haben uns heute am Moving Day leider in die falsche Richtung bewegt. Wir haben insgesamt zu harmlos gespielt. Es hat zwar kein Spieler ein Desaster erlebt, aber es hat auch keiner das Spiel richtig ans laufen gebracht. Wir müssen am Finaltag schauen, dass wir gute Runden unter Par rein bringen. Wir wollen einen guten Abschluss auf diesem wunderschönen Platz schaffen und hoffen, ein paar Plätze gutzumachen, denn der neunte Platz ist nicht zufriedenstellend.“

Der Gesamtsieg ist England kaum noch zu nehmen. Die Briten liegen gesamt noch einen Schlag unter Par und haben damit fünfzehn Zähler Vorsprung auf Irland.

 

Tag 2 - Damen mit drittbestem Tagesscore

Die deutschen Damen ließen ihrer Ankündigung Taten folgen und brachten am zweiten Tag der European Nations Championship (ENC) in Sotogrande den drittbesten Score aller Mannschaften ins altehrwürdige Clubhaus.

Damen-Bundestrainer Stephan Morales hatte es nach der ersten Runde angedeutet und seine Schützlinge haben es am zweiten Tag umgesetzt: bei etwas mehr Wind und den in Kombination mit den sehr toughen Fahnenpositionen noch schwereren Bedingungen haben die Damen in Schwarz-Rot-Gold ihre Chance ergriffen und sich in eine bessere Ausgangslage gespielt. Nach Platz acht steht der Bundesadler nun auf Rang sechs und hat auf die tschechischen Mädels, die unmittelbar vor Deutschland rangieren, zwei Zähler Rückstand. Sogar Gastgeber Spanien ist auf Rang vier nur sechs Schläge im Vorteil.

Den besten Score für das Team um Stephan Morales brachte Carolin Kauffmann nach Hause. Die Marienburgerin hatte aus dem gestrigen Tag ihre Lektion gelernt und war taktisch sehr vorsichtig an die Herausforderungen heran gegangen. Zwar gelang Kauffmann dadurch nur ein Birdie, aber bei nur vier Bogeys blieben hohe Hausnummern ganz aus. Mit der 75 (+3) kletterte die Rheinländerin im Einzelklassement um sechs Plätze auf Rang 16. „Heute war mein Spiel wirklich durchweg solide und damit bin ich durchaus zufrieden, auch wenn ich nicht so viele Birdiechancen hatte. Ich bin gespannt, wie sich der Platz morgen spielen wird, wenn es noch windiger wird“, zieht Caro Kauffmann sachlich Bilanz.

Sarina Schmidt blieb ohne Birdie und musste sechs Bogeys notieren, wobei dreimal alleine Dreiputts der Grund waren. Dennoch lochte die Münchnerin auch einige längere Putts und verhinderte so, dass der Score höher ausfiel. Mit ihrer 78 macht die Spielerin des National Team Germany immerhin vier Ränge im Einzelklassement gut und geht von Rang elf in die dritte Runde.

Vier Plätze abgeben musste dagegen Miriam Emmert. Die Falkensteinerin brachte auf Bahn zwei erneut ein Birdie auf die Karte und spielte auf Bahn 14 ein weiteres Mal unter Par, musste aber auch sechs Bogeys und zwei „Double“ hinnehmen, so dass sie am Ende eine 80 (+8) unterschrieb.

 

Herren lange vorne dabei

Die Herren um Bundestrainer Ulli Eckhardt tauchten über den Tag lange immer auf Platz zwei oder drei auf, hatten nach hinten heraus aber nicht mehr ganz das Momentum auf ihrer Seite und gaben in der Teamwertung so letztlich zwei Plätze ab. Bis auf die weit enteilten Engländer ist das Feld aber sehr eng beieinander. So haben die Iren und Franzosen, die sich Rang zwei teilen, nur vier Zähler Vorsprung auf den Bundesadler. England hat als einziges Team weiter einen Gesamtscore unter Par und hat vor den beiden letzten Runden satte 21 Schläge Vorsprung auf die ersten Verfolger.

In der Einzelwertung hat sich Marc Hammer mit einer sehr soliden 73 (+1) auf den siebten Rang vorgearbeitet. Der Spieler aus der Talentschmiede von Ted Long war froh, die Tücken der Fahnenpositionen umgangen zu haben: „Auf dem Platz hier wird man so schnell bestraft. Da muss man wirklich probieren, smart zu spielen. Ich treffe die Bälle sehr gut und gehe auch taktisch richtig an den Platz heran. Es war zwar mehr drin, aber mit dem Ergebnis heute bin ich bei den Verhältnissen sehr zufrieden.“

Ebenfalls eine 73 unterschrieb Michael Hirmer. Der Spieler, der schon zum dritten Mal für Deutschland bei dieser inoffiziellen Zählspiel-Mannschaftseuropameisterschaft aufteet, hatte einen bunten Start, als er sich auf Bahn 1 und 4 unnötige Doppelbogeys zog, dazwischen auf den Bahnen zwei und drei aber auch zwei Birdies auf den Platz knallte.

Auf der Backnine gelangen Hirmer zwei weitere Birdies und nur auf Bahn 13 musste er, wie schon am Vortag, wieder ein Bogey notieren. Durch den guten Score kletterte der Neu-Solituder in die Top Ten der Einzelwertung.

„Der Start war alles andere als gut, aber danach habe ich unglaublich gekämpft und mich gut geschlagen. Es war immer höchste Konzentration gefordert und das war eine sehr, sehr anstrengende Runde, aber am Ende bin ich mit dem Score echt zufrieden. Mein Eisenspiel hatte ich noch nicht ganz im Griff, auch wenn es zum Ende hin besser wurde. Ich freue mich jetzt auf morgen“, war Michael Hirmer am Abend nach der Runde zwar geschafft, aber auch glücklich über seine Leistung.

Jannik de Bruyn begann kurioser Weise seine zweite Runde wie schon die erste. Birdie auf Bahn 2 und Bogey auf vier. Auf Bahn sechs notierte der Spieler des National Team Germany dann einen anderen Score. Statt eines Eagle wurde es dieses Mal ein Bogey. Dafür blieb auf Bahn sieben das Triplebogey aus und ein Par ließ hoffen, dass der Score sich am zweiten Tag in eine gute Richtung entwickelt. Doch es kam anders. De Bruyn gelang kein weiteres Birdie und so summierten sich die einzelnen Scores am Ende zu einer 80 (+8) auf, mit der der Athlet des GC Hösel gar nicht einverstanden war. Zwölf Plätze gab der Mönchengladbacher ab und steht nach der zweiten Runde auf Platz 51.

Gar 46 Plätze verloren hat Falko Hanisch. Der Spieler, der von Gregor Tilch beim Berliner GC Stolper Heide geformt wurde, lag dabei nach sechs Bahnen noch unter Par, musste dann aber zwölf Mal in Folge einen Score über Par notieren, davon auf Bahn 10 einen Quadruple Bogey. Dass der British Boys Champion von 2016 eine 86 unterschreibt, zeigt überdeutlich, wie sehr dieser Platz zu jedem Moment die Athleten fordert. Hanisch ist aber mental stark genug, diesen Tag abzuhaken und am dritten Tag mit neuem Mut wieder anzugreifen.

Ulli Eckhardt fasste die Ereignisse knapp zusammen: „Das war heute ein interessanter Tag!“ Der Bundestrainer bescheinigte seinen Spielern, über den Tag toll gespielt zu haben und freute sich daher auch, dass Deutschland im Livescoring lange soweit vorne zu finden war.

„Leider haben wir uns am späten Nachmittag noch einige Schläge eingefangen und sind dann noch etwas zurückgefallen. Es ist aber noch alles drin. Der Platz hat wieder seine Zähne gezeigt und den Jungs alles abverlangt. Man muss immer hellwach sein und das hat heute nicht immer geklappt. So haben wir einige Schläge verloren, die wir nicht hätten verlieren müssen. Trotzdem haben wir wieder sehr viel gelernt und haben daher auch viel mitgenommen, aber solche Runden tun natürlich auch ein bisschen weh. Sowas kann aber passieren. Es ist nun wichtig, dass wir morgen wieder mit einer positiven Einstellung rausgehen. Man muss sich auch selber vergeben können, um mit einem klaren Kopf auf die nächste Runde zu gehen. Ich freue mich auf die weiteren Herausforderungen“, blickt der Bundestrainer auf den dritten Tag voraus, für den noch heftigerer Wind angekündigt ist.

 

Tag 1 - Potenzial zu sehen

Die Auftaktrunde der European Nations Championship (ENC) hatte es in Sotogrande schon in sich und brachte neben überragenden Engländern auch durchaus Gesichter mit positivem Blick aus deutscher Sicht.

Die Sonne über Andalusien war trügerisch. Der Wind nahm an der Mittelmeerküste im Laufe des Tages etwas zu und gab schon einen Vorgeschmack auf die Bedingungen, die die Teams aus 16 Nationen am morgigen Tag erwarten. Die Herren um Bundestrainer Ulli Eckhardt belegen zunächst Rang vier, die Damen um Bundestrainer Stephan Morales sind auf Augenhöhe mit dem halben Feld der Konkurrenz.

Herren auf T4

Von den vier Herren, die in Schwarz-Rot-Gold antreten, hat bisher nur Marc Hammer Erfahrung auf dem sehr selektiven Course des RCG Sotogrande. Der Viernheimer begann vielversprechend mit einem frühen Birdie auf Bahn 2, kassierte auf Bahn 4, einem oft unterschätzten Par 3, sein erstes von fünf Bogeys. Da Hammer noch ein zweites Birdie auf der Frontnine gelungen war, unterschrieb er am Ende eine solide 75 (+3) und rangiert damit zunächst auf Platz 16.

Einen Schlag weniger brauchte Falko Hanisch. Der British-Boys-Champion von 2016 legte eine starke Frontnine vor und traf alle Grüns. Even Par ging es nach einem Bogey und einem Birdie auf die hinteren Neun. Hier machte der Spieler des Berliner GC Stolper Heide seine Scorekarte bunt. Drei Bogeys, drei Birdies und ein Doppelbogey summierten sich auf +2 für Backnine und damit auch für die gesamte Runde. Damit sicherte sich Hanisch Rang 12.

„Ich bin mit der Runde zufrieden. Auf diesem Platz ist es besonders wichtig, Selbstvertrauen zu haben und die Schläge so zu machen, wie man sich das vorgenommen hat. Auf der Frontnine ist mir das sehr gut gelungen. Die zweiten Neun spielen sich etwas schwieriger. Da sind mir ein oder zwei Fehler unterlaufen, aber grundsätzlich bin ich mit der Leistung zufrieden“, sah Falko Hanisch sein Debüt bei der ENC überwiegend positiv.

Michael Hirmer tritt zum dritten Mal für Deutschland in Sotogrande an, allerdings zum ersten Mal auf dem Platz des Real Club de Golf. Die Erfahrungen von dem Ausweichplatz La Reserva kamen dem Spieler, der zu dieser Saison nach Stuttgart gewechselt ist, nur bedingt zu Gute. Die Eisen wollten am ersten Wettkampftag nicht richtig funktionieren und so lag der Ball von „Michi“ Hirmer einige Male nicht an den angepeilten Stellen des Grüns. „Dann wird es hier richtig schwer“, zollt Hirmer den sehr anspruchsvollen Grüns Respekt. Mit 76 (+4) Schlägen steht der Spieler des Stuttgarter GC Solitude zunächst auf Rang 23.

Jannik de Bruyn erlebte sein Debüt bei diesem international so geschätzten und renommierten Turnier als sehr wechselhaft. Der Start verlief ganz stark und so hatte der Youngster, der in der KRAMSKI Deutsche Golf Liga presented by Audi für den Bundesliga-Aufsteiger GC Hösel antritt, nach sechs Bahnen schon ein Birdie und einen Eagle notiert. Es folgte allerdings ein kleiner Durchhänger. „In der Mitte der Runde habe ich Fehler gemacht und mir die Scorekarte vollgeladen“, kommentierte de Bruyn die sieben Schläge über Par, die er zwischen Bahn 7 und Bahn 12 ansammelte. Stark aber, wie der 18-Jährige sich wieder fing und noch zwei Birdies nachlegte. „Vom Ergebnis war das keine gute Runde, aber ich nehme das Positive mit in die nächsten Tage“, zeigte der Rheinländer eine gute Moral und freute sich auf die folgenden drei Runden.

Ulli Eckhardt, der zum zweiten Mal mit einer Mannschaft in Sotogrande antritt, sah neben wenig Schatten auch viel Sonne bei seinen Jungs. „Der Platz war an diesem ersten Tag schwierig. Schnelle Grüns, schwierige Fahnenpositionen und dazu noch viel Wind. Das war sicher nicht unser allerbester Tag, aber wir haben das Beste daraus gemacht und wir sind im Spiel. Der geteilte vierte Platz ist absolut in Ordnung, aber wir haben vor, noch zu klettern und orientieren uns nach vorne. Wir nehmen alles, wie es kommt, auch wenn die Bedingungen noch schwerer werden. Wir versuchen, unser Spiel zusammen zu halten und ich freue mich weiter, die Mannschaft auf diesem Platz betreuen zu dürfen“, fiel das Tagesfazit des Bundestrainers der Herren durchaus positiv und zuversichtlich aus.

Vorweg marschiert das Team Englands. Die Briten sind mit gesamt -7 das einzige Team unter Par und haben schon satte elf Schläge Vorsprung auf die zweiplatzierten Iren. Gastgeber Spanien liegt nur drei Zähler vor den Bundesadlern.

Damen auf Augenhöhe

Zuversichtlich geht auch Stephan Morales in den zweiten Tag. Der Bundestrainer der Damen sieht das nackte Ergebnis mit dem Bundesadler am Ende des Feldes Dank der Erkenntnisse des Tages mit sachlich-optimistischen Augen. Zwar gab es von dem unerfahrenen Team ein paar falsche Entscheidungen auf dem Platz, aber der Rückstand auf die Teams unmittelbar vor der deutschen Vertretung ist nur minimal. Gerade vor dem Hintergrund, dass die kommenden, windigen Tage das Klassement ordentlich durchmischen können, sieht Morales vor allem die Chancen für sein Team. Auf den Bahnen 12 bis 14 hatten die deutschen Damen sehr viele Schläge liegen lassen. „Daher werden wir morgen hierauf einen besonderen Fokus legen und ich denke, dass wir uns damit verbessern werden. Die taktischen Fehler, die wir gemacht haben, wurden auf diesem Platz gleich mit hohen Hausnummern bestraft. Trotzdem liegen wir heute im Tagesklassement dicht mit den anderen Teams zusammen und ich sehe gute Aussichten, einige Plätze zu klettern“, gibt Stephan Morales seinen drei Spielerinnen ein ganzes Bündel an Zuversicht mit auf den Weg in den zweiten Tag.

Sarina Schmidt und Miriam Emmert haben jeweils eine 79 (+7) unterschrieben. Die Hanseatin vom Hamburger GC begann mit einem Bogey, glich dieses aber sofort mit einem Birdie aus. „Das siebte Loch war ein kleiner Dämpfer“, kommentierte Emmert ihren Triple-Bogey auf dem Par 4. „Dort wurde mir bewusst, wie schnell man auf diesem Platz mit seinen schnellen und schweren Grüns hohe Scores spielt“, so die amtierende Deutsche Meisterin der U18.

Die Abschläge und auch das lange Spiel des Nordlichts waren sehr solide. Beim Anspiel der Grüns gab es noch Defizite, die den einen oder anderen Dreiputt nach sich zogen. „Wir haben auf jeden Fall Luft nach oben gelassen und greifen morgen an“, so Miriam Emmert am Abend nach einem lehrreichen Tag in Sotogrande.

Sarina Schmidt kam ohne Dreiputt über die Runde und freute sich, sehr zuverlässig alle Putts ab zwei Meter versenkt zu haben. Schläge verloren hat die Spielerin des GC München Valley, durch einige Fehlentscheidungen. Mal war es der falsche Schläger, mal die nicht glückliche Entscheidung, den Ball vorzulegen. So kamen von Bahn 11 bis Bahn 14 alleine sechs der sieben Schläge über Par zusammen. „Das werde ich versuchen, morgen besser zu machen“, schaute auch die Spielerin des National Team Germany zuversichtlich nach vorne, nachdem sie mit einem Birdie auf Bahn 17 einen versöhnlichen Abschluss des Tages gefunden hatte.

Carolin Kauffmann brachte von allen Deutschen die meisten Birdies auf ihre Scorekarte, musste aber auf einigen Bahnen auch Lehrgeld bezahlen. „Mein Spiel war über weite Strecken sehr ordentlich. Ich habe an vielen Löchern die Fahne klug angespielt und mir Birdiechancen erarbeitet“, resümierte die Spielerin des Marienburger GC drei Birdies und etliche guten Momente in ihrem Spiel. Dem entgegen standen vor allem auf drei Par-5-Bahnen hohe Hausnummern, die nach Fehlentscheidungen zustande kamen. Daraus resultierten neun Zähler über Par. „Morgen möchte ich an einigen Bahnen defensiver spielen, um so die hohen Hausnummern auszuschließen“, gibt Kauffmann die Richtung vor. Mit 83 (+11) geht die Kölnerin von Rang 22 in den zweiten Tag.

In Führung liegt nach Runde eins das Team Dänemarks mit Even Par, gefolgt von Holland mit +3. Deutschland liegt mit +14 nur einen Schlag hinter Norwegen und Österreich. Zwei Zähler Rückstand hat Schwarz-Rot-Gold auf Tschechien und sogar Frankreich mit +9 ist auf Rang vier in Reichweite.

 

 

Vor dem Start

Traditionell im Frühjahr wird eines der ganz prestigeträchtigen Turniere des internationalen Wettspielkalenders ausgetragen. Die European Nations Championship, vielen noch unter dem Namen Sherry-Cup in Erinnerung, wird vom 18. bis 21. April auf dem selektiven Platz des Real Club de Golf Sotogrande ausgetragen.Ein Turnier mit einem ganz besonderen Ruf steht an. Nicht wenige Athleten und Trainer, die im internationalen Golf unterwegs sind, bezeichnen die ENC als ihr Lieblingsturnier.

Die Athleten aus 16 Nationen werden bei dieser inoffiziellen Zählspiel-Mannschaftseuropameisterschaft auf einem phantastischen Platz voll gefordert werden.

Der 1964 von Robert Trent Jones designten Platz des RCG Sotogrande, der in den Jahren 2015 und 2016 grundlegend renoviert und technisch auf den neusten Stand gebracht wurde, hat es bei Par 72 an vielen Stellen in sich. Relativ kleine und sehr schnelle Grüns mit deutlicher Struktur wollen taktisch klug angespielt werden. Das Baumbestand am Fairwayrand beeindruckt und auch Wasser ist an einigen Bahnen durchaus im Spiel, vor allem, wenn an der südspanischen Mittelmeerküste der Wind kräftiger weht. Die Herren spielen 6.492 Meter, während die Damen 5.382 Meter zu gehen haben.

Die zahlreichen, optischen Leckerbissen werden von den Aktiven allerdings kaum genossen werden können, denn auf diesem herausragenden Golfplatz Andalusiens gilt es, bei jedem Schlag voll konzentriert zu sein. Ansonsten drohen schnell hohe Hausnummern auf der Scorekarte.

Bei den Herren treten 16 Nationen plus ein Team des gastgebenden RCD Sotogrande an. Bei den Damen streiten sich acht Nationen um den Sieg. Es werden jeweils vier Zählspielrunden ausgetragen. Von den vier Ergebnissen bei den Herren kommen drei in die Wertung, bei den Damen sind es zwei von drei. Die Einzelsieger dürfen nach dem Turnier ins „Gelbe Jackett“ schlüpfen und die Liste klangvoller Namen von Tourspielern, die dies in der Vergangenheit getan haben, ist lang. Sergio Garcia und Rory McIlroy sind hier vielleicht die aktuell auf den Touren erfolgreichsten Spieler, die schon das Gelbe Jackett tragen durften.

Die Atmosphäre, in der die ENC ausgetragen wird, ist stets ganz besonders. Dies liegt neben der Gastfreundschaft der Ausrichter in Sotogrande auch daran, dass Herren und Damen parallel diese Mannschaftsmeisterschaft bestreiten.

Erfahrenes Herrenteam

Schwarz-Rot-Gold wird bei den Herren von Marc Hammer (GC Mannheim-Viernheim), Jannik de Bruyn (GC Hösel), Falko Hanisch (Berliner GC Stoper Heide) und Michael Hirmer vertreten. Der Athlet, der für den Stuttgarter GC Solitude in der KRAMSKI Deutsche Golf Liga presented by Audi antritt, hat in diesem Jahr schon ein Turnier der Pro Golf Tour für sich entschieden und hat auch schon Erfahrung in Sachen ENC. „Die top gepflegte Anlage wird ein guter Test für uns - vor allem die schnellen Greens. Ich bin gut drauf und freue mich, mal wieder für Deutschland ans Tee zu gehen“, strahlte der Wahl-Schwabe vor dem Start Zuversicht aus.

Für Falko Hanisch ist es die erste Teilnahme bei diesem traditionsreichen Turnier. Der Berliner fand die Berichte über die Anlage mehr als bestätigt: „Der Platz ist überragend und sehr schwer, aber auch extrem schön. Das wird Spaß machen, hier zu spielen, auch weil es eine große Herausforderung ist. Das A und O ist es hier, eine Planung zu haben, wie man die Löcher spielen will. Damit kann man den meisten Hindernissen aus dem Weg gehen. Ich hoffe, dass wir als Team und jeder für sich gut spielen werden. Die Stimmung ist gut.“

Der Prozess zählt

Auch der Bundestrainer geht mit großer Vorfreude in das große Turnier. „Ich freue mich sehr auf das Turnier und das ist die erste Standortbestimmung in Europa. Der Platz ist sehr anspruchsvoll. Hier muss man wirklich sein Spiel zusammen haben und man sieht, wer über den Winter gut gearbeitet hat“, ist Ulli Eckhardt auch bei seiner zweiten ENC sichtlich beeindruckt von dem Platz des RCG Sotogrande. Nimmt man die nackten Zahlen des Vorgaben aller Teilnehmer, hat der Bundesadler durchaus Chancen, vorne mitzumischen. Wobei bei allem Ehrgeiz der Athleten immer im Vordergrund steht, die Spieler nachhaltig weiterzuentwickeln. Der Prozess zählt dabei mehr als das Ergebnis.

Neuland

Bei den Damen hat Sarina Schmidt (GC München-Valley) schon Erfahrung aus dem Vorjahr bei diesem Turnier gesammelt. Für Miriam Emmert (Hamburger GC) und Carolin Kauffmann (Marienburger GC) ist ein Turnier dieses Formats Neuland. Betreut wird das Team, das von den Vorgaben her in der Mitte des Teilnehmerfeldes steht, von Stephan Morales.

 

Startzeiten Runde 1:

Sarina Schmidt 8.48h
Carolin Kauffmann 8.57h
Miriam Emmert 9.15h

Falko Hanisch 10.40h
Jannik de Bruyn 11.00h
Marc Hammer 12.20h
Michael Hirmer 13.40h

 

Livescoring

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Ein starkes Team am Ende einer erfolgreichen Woche (Foto: DGV/stebl) Ein starkes Team am Ende einer erfolgreichen Woche (Foto: DGV/stebl)

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