Bild Information: Marc Hammer überzeugte in Doha (Foto: DGV/stebl)

Europa in Doha knapp geschlagen

Golf Team Germany
 

Bei der „Sir Michael Bonallack Trophy“, dem Kontinental-Wettkampf Europa versus Asia/Pacific gewinnt zum ersten Mal seit 2004 wieder das Team aus Asien und Ozeanien. An einem mehr als spannenden Finaltag zieht der Gastgeber in Katar hauchdünn noch an Europa vorbei und gewinnt mit 16,5:15,5.

Doha/Katar - Vom 8. bis 10. März wurde der Vergleichswettkampf zwischen Europa und Asien/Pazifik im Doha GC von Katar ausgetragen. Mittendrin: Marc Hammer vom National Team Germany. Der Spieler des GC Mannheim-Viernheim hat selbst eine positive Punkteausbeute zum Ergebnis beigesteuert und holte 2,5 von 4 möglichen Zählern. Dabei harmonierte Hammer sehr gut mit dem Iren Robin Dawson. Den Vierer am ersten Tag gewann das deutsch-irische Duo mit 2&1 gegen Lloyd Go (Philippinen) und Rayhan Thomas (Indien).

„Wir haben beide richtig gut gespielt und es hat Spaß gemacht, bei gutem Wetter und besten Bedingungen auf dem Platz Matchplay zu spielen“, war Hammer mit seinem Start in dieses internationale Match sehr zufrieden.

Am Morgen hatte Marc Hammer noch ausgesetzt, was ihm zupass kam, denn in Doha herrschen schon sehr hohe Temperaturen, was es den Europäern nicht leicht machte, sich zu akklimatisieren.

Am zweiten Wettkampftag wurde der Vierball gegen gegen Dong Kim (Südkorea) und Gregory Foo (Singapur) geteilt. Hammer/Dawson starteten sehr überzeugend und gewannen Bahn für Bahn, so dass es früh nach einem klaren Sieg für Blau-Gelb aussah. Wie wichtig es ist, im Matchplay den letzten, entscheidenden Punkt zu machen, erlebten die Europäer in diesem Match. Nicht weniger als sieben Birdies in Serien zauberten die Asiaten auf den perfekt gepflegten Platz des Doha GC und schafften damit auf dem 18. Grün noch den Ausgleich, nachdem Europa schon mit 6auf in Front gelegen hatte, als noch sieben Bahnen zu gehen waren. „Dagegen konnten wir am Ende nicht mehr viel machen. Wir haben das Match nicht verloren, aber unsere Kontrahenten haben sich zurückgekämpft. Das kann mal passieren“, war Marc Hammer mit dem Verlauf zwar nicht zufrieden, obwohl er eine gute Leistung abgeliefert hatte.

Befreit aufgespielt

In der kurzen Mittagspause sammelten sich Hammer/Dawson und gingen befreit in den folgenden Vierer. Hier setzte sich das europäische Duo gegen die Koreaner Ding Kim und Jaemin Han auf dem 18. Grün mit 2auf durch. Zwar hielten die Asiaten ständig Kontakt, aber die Führung lag immer beim Team Europe. „Das war solide und wir haben sehr gut gespielt. Robin und ich haben sehr gut harmoniert“, war Marc Hammer zufrieden und freute sich über die Erfahrungen, die er auf diesem Turnier sammeln konnte. „Das macht richtig Spaß, mit den Top-Athleten in einem Team zu spielen, diese gut kennenzulernen und auch deren Spiel mal sehen zu können, wenn man miteinander spielt. Beim sonst üblichen Zählspiel geht das nicht so gut“, so der 19-jährige Ötigheimer.

Europa führte vor dem Finaltag mit 11:9 - bei noch zwölf ausstehenden Matches am Finaltag eine gute Ausgangsbasis, aber keineswegs eine Vorentscheidung, wie sich zeigen sollte.

Am dritten Tag traf Marc Hammer auf den Thailänder Namuangruk Kammalas. „Ich habe heute gut gespielt, nur nicht das Beste auf den Grüns rausgeholt“, kommentierte ein etwas enttäuschter Marc Hammer, nachdem er auf dem 18. Grün seinen entscheidenden Putt nicht gelocht hatte und dadurch das Match mit 1down abgeben musste. Nach 14 Bahnen hatte der Spieler aus dem Kader von Bundestrainer Ulli Eckhardt noch 2auf geführt.

Dieses Bild war für den spannenden Finaltag typisch, denn am dritten Tag gewann Asia-Pacific fünf der ersten sieben Spiele knapp im Endspurt.

Modus

Bei der Sir Michael Bonallack-Trophy treten jeweils zwölf Spieler für ihre kontinentale Mannschaft gegeneinander an. An den beiden ersten Wettspieltagen werden morgens ein Vierer und nachmittags ein Vierball gespielt.

Am Finaltag fällt in zwölf Einzel-Matchplays die Entscheidung, wer den Titel gewinnt.

Parallel wurde zum zweiten Mal die Patsy Hankins Trophy für Mädchen ausgetragen. Die Auswahl Asia/Pacific setzte sich zum zweiten Mal glatt gegen Europa durch und verteidigte mit 23,5:8,5 eindrucksvoll den Titel. Im Team Europe war keine Spielerin aus Deutschland vertreten.

 

 

 

Endergebnis

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