Bild Information: Platz 6! Zufriedene Gesichter im deutschen Team (Foto: DGV)

Platz sechs bei Team-WM  

Team-WM Mädchen
 

Nach mehr als einer Stunde Startverzögerung gehen die Athletinnen bei der Team-WM der Mädchen im kanadischen Ottawa auf die Runde. Der Grund: Bodenfrost, nachdem es nur 36 Stunden vorher noch über 30 Grad waren. Die deutschen Mädchen verteidigen am Finaltag erfolgreich den sechsten Platz und bekommen daher auch für die Auflage der Team-Weltmeisterschaft im kommenden Jahr eine Einladung.

Ottawa/Kanada – Wie schon an den Tagen zuvor, so hatten die deutschen Mädchen auch in die Finalrunde einen eher holperigen Start.

Esther Henseleit musste gleich zum Auftakt zwei Bogeys notieren, schaffte aber schnell auch die Wende, indem ihr auf den Bahnen 4 und 5 Birdies gelangen. Auf der Backnine ging der Score nach drei weiteren Birdies dann steil nach unten. Unglücklich, dass die Hamburgerin auf dem letzten Grün noch ein Bogey kassierte, so dass am Ende ein Score in den 60ern verwehrt blieb und eine 70 (-2) stand. Damit landete das Nordlicht im Einzelklassement auf einem hervorragenden fünften Platz.

Einen zweiten Top-Ten-Platz für den Bundesadler sicherte Alexandra Försterling. Die Berlinerin lag nach drei Bahnen ebenfalls schon wieder bei +2, verbessere sich auf Bahn 4 mit ihrem ersten Birdie aber schnell. Erstmals bei dieser World Junior Girls Championship blieb Försterling ohne Birdieserie und spielte einfach sehr solide weiter. Mit einem Birdie auf dem 13. Grün glich die Spielerin des GLC Berlin-Wannsee ihren Score wieder aus, hatte auf Bahn 18 aber noch einmal Pech, so dass sie am Finaltag mit einer 73 (+1) die erste Scorekarte über Par unterschreiben musste.

Die Jüngste im Team hat sich von Tag zu Tag gesteigert und dabei mehr und mehr freigeschwommen. Gerade das Finish von Paula Kirner nötigt Respekt ab, denn nach zwölf Bahnen lag die Hessin bei vier über Par, ehe sie sich mit drei späten Birdies noch deutlich verbessern konnte und mit einer 73 (+1) auch im Einzelklassement noch einige Plätze gutmachte.

„Ich bin sehr zufrieden, auch wenn wir auch heute wieder mal den Start etwas verpennt haben. Dafür hatten wir ein megastarkes Finish. Das war echt gut. Ich freue mich für alle, denn es war für alle ein guter Abschluss. Mit dem sechsten Platz bin ich wirklich voll zufrieden und es war eine tolle Teamleistung. Deshalb haben wir auch sehr gute Stimmung und freuen uns schon auf das nächste Jahr“, strahlte Esther Poburski, die die Mädchen in Ottawa betreute, über das ganze Gesicht, als das deutsche Team im Clubhaus angekommen war.

In einem spannenden Finale lieferten sich Spanien und Süd-Korea ein packendes Duell. Spanien glich am Finaltag mit der zweiten Tagesbestleistung in Folge noch aus zwang die hohen Favoritinnen dadurch ins Stechen. Drei Spielerinnen gingen raus und der Score der drei in Summe war entscheidend für die Titelvergabe. Die beiden ersten Spanierinnen absolvierten das erste Extraloch jeweils mit Birdie, während die Asiatinnen nur ihr Par halten konnten. Damit stand die dritte Koreanerin unter dem enormen Druck, ein Eagle vorlegen zu müssen, um eine Verlängerung des Stechens zu erzwingen. Dies gelang nicht und so durfte das iberische Team nach dem ersten Stechen der noch jungen WM-Geschichte jubeln.

Bronze sicherten sich die Schwedinnen, die mit der zweitbesten Tagesleistung noch an den höher eingeschätzten US-Girls vorbei zogen und auch Frankreich knapp hinter sich ließen.

Auch 2018 wird die World Junior Girls Championship wieder in Kanada ausgetragen und nach Ottawa zurückkehren. Im nächsten September wird auf dem Platz des Camelot GCC gespielt werden – mit Schwarz-Rot-Gold mittendrin.

Endstand

RANG NAME     ENDSTAND
         
  Teamwertung      
1 Spanien SPAIN   -14/3.EH
2 Südkorea KOREA  REPUBLIC OF   -14
6 Junior Team Germany GERMANY -4
         
  Einzelwertung      
T1 Seo-yun-Kwon KOREA  REPUBLIC OF   -9
T1 Alessia Nobilio ITALY   -9
T5 Esther Henseleit GERMANY -3
9 Lexi Försterling GERMANY -1
40 Paula Kirner GERMANY   +15

 

 

Endstand

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