Bild Information: Vorfreude im deutschen Team (Foto: DGV)

Solider Start in Ottawa

Team-WM Mädchen
 

Bei der „World Junior Girls Championship“ legen Alexandra Försterling vom GLC Berlin-Wannsee, Esther Henseleit vom Hamburger GC und Paula Kirner vom Kiawah GC Riedstadt einen sehr soliden Start hin und deuten an, dass Potenzial für mehr vorhanden ist. Bei großer Hitze liefert das deutsche Team gute Scores ab und liegt auf Rang 6.

Ottawa/Kanada – Die Grüns des Marshes GC in der kanadischen Kapitale haben es in sich und so ist dort für ein ganz tiefes Ergebnis ein heißer Putter zwingende Voraussetzung. Bei den Mädels mit dem Bundesadler auf dem Shirt blieben die Putter aber über weite Strecken eher kühl und so musste sich die deutsche Mannschaft, die von Esther Poburski betreut wird, am ersten Wettkampftag dieser Team-WM mit Rang sechs begnügen, obwohl das Lange Spiel durchaus die Qualität hatte, noch weiter oben zu stehen.

Mit gesamt 141 Schlägen in der Wertung, also drei Schlägen unter Par, rangiert der Bundesadler aussichtsreich auf einen der vorderen Plätze. Vorweg marschieren, wie nicht anders zu erwarten, die Teams aus Südkorea (-10) und den USA (-9). Dahinter tummeln sich acht Mannschaften, die alle zwischen -4 und -2 aus dem ersten Tag gegangen sind.

Mit dem besten Score aus deutscher Sicht kam Alexandra Försterling ins Clubhaus. Bei der Berlinerin war der Putter zwischendurch einmal richtig warm geworden und so notierte sich auf den Bahnen 9, 10 und 11 auch sofort drei Birdies in Serie, als sie jeweils Putts aus rund drei Metern versenkte. Ihr frühes Bogey von Bahn 3 hatte „Lexi“ damit mehr als ausgeglichen. Auf dem dritten Grün hatte die frisch gekürte Deutsche Vizemeisterin der Altersklasse 18 einen Dreiputt geschoben. Der Rest der Runde war grundsolide und so summieren sich ein Bogey und drei Birdies mit den vielen Bahnen in Par zu einer guten 70 (-2) auf. In der Einzelwertung reicht dies zunächst für einen Platz in der Top Ten. „Es hat heute viel Spaß gemacht, auch wenn ich etwas besser hätte putten können. Ansonsten war ich aber echt zufrieden“, freute sich Alexandra Försterling über den guten Start in ihre zweite Team-WM.

Einen Schlag mehr als die Berlinerin brauchte Esther Henseleit, die gemeinsam mit Försterling im Vorjahr schon Erfahrung bei einer Weltmeisterschaft sammeln konnte. Die Norddeutsche, die in der KRAMSKI Deutsche Golf Liga presented by Audi für den Hamburger GC antritt, begann mit einem frühen Birdie auf Bahn 2, kassierte auf Bahn 7 aber eines von zwei Bogeys an diesem Tag. Even Par ging es für Henseleit auf die Backnine. Nach Birdies auf den Bahnen 12 und 14 sah der Zwischenstand mehr als freundlich aus, ehe das zweite Bogey des Tages auf Bahn 17 den Score noch auf „eins unter“ reduzierte.

Paula Kirner, die ihr WM-Debüt feierte, kam ebenfalls Even Par von ihrer Frontnine, nachdem sie das Bogey vom Start sofort mit einem sauberen Birdie gekontert hatte. Auf der Backnine lief es dann aber nicht mehr so gut, weil sich kleine Fehler in das Spiel der Hessin einschlichen. Diese wurden hart bestraft und so kamen noch sechs Schläge über Par auf die Karte. „Das Putten lief nicht so gut. Morgen wird es besser. Ich habe trotz der +6 ein gutes Gefühl“, geht die Spielerin des Kiawah GC Riedstadt zuversichtlich in den nächste Runde.

Nachdem beim „Junior-AM“ am Tag vor der ersten Runde die Athleten mit einem Cart fahren konnten, war die Akklimatisierung an die Hitze weit fortgeschritten. Esther Poburski war mit dem Leistungsstand ihrer Schützlinge vor dem Start sehr zufrieden und sah sich auch nach der ersten Wettkampfrunde bestätigt. Vor der Runde hatte die Co-Trainerin von Mädchen-Bundestrainer Sebastian Rühl schon gesehen, dass die Fahnen sehr knackig gesteckt waren: „Ich bin sehr gespannt, was da heute passiert! Das wird sicherlich nicht einfach heute.“

Als die drei Nachwuchsspielerinnen die Runde gegangen waren, sah man in Kanada eine zufriedene Trainerin. Mit der Leistung des Teams war Esther Poburski sehr einverstanden, auch und gerade unter dem Gesichtspunkt, dass es ein Ausbildungs- und Entwicklungsturnier für die Talente ist: „Wir haben heute sehr solide und gut gespielt. Die Mädels haben sich viele Birdiechancen erarbeitet, nur die Putter waren leider nicht richtig heiß. Zwischendurch ging es bei Lexi mal richtig los, aber die Grüns sind wirklich schwer zu lesen, weil die Breaks teilweise stärker sind als die Athleten dies erkennen. Daran werden wir jetzt noch etwas arbeiten. Wir haben viele Fairways und viele Grüns getroffen. Es ist gut, wie das Team performt und die Stimmung ist bestens.“

Auch in Runde 2 wird Paula Kirner um 8.30 Uhr als erste Deutsche starten. Im Zehnminutentakt folgen Alexandra Försterling und Esther Henseleit.

Livescoring

Anhänge

Laurenz Schiergen spielt in den Niederlanden groß auf (Foto. DGV/stebl) Laurenz Schiergen spielt in den Niederlanden groß auf (Foto. DGV/stebl)

Schwarz-Rot-Gold on Tour

Viele Top-Ergebnisse

Laurenz Schiergen wird in den Niederlanden Fünfter. Felix Krammer kommt in Ts...

weiterlesen
Knapp an Bronze vorbei: Die deutschen Herren bei der Heim-EM in Bad Saarow (Foto. DGV/stebl) Knapp an Bronze vorbei: Die deutschen Herren bei der Heim-EM in Bad Saarow (Foto. DGV/stebl)

Schwarz-Rot-Gold on Tour

Team-Europameisterschaften im Mi...

Alle deutschen Teams schaffen es bei den Team-Europameisterschaften in dem Fl...

weiterlesen
Abschlussfeier: Deutschlands Mädchen (v.l. Paula Kirner, Marie Bechtold, Anni Eisenhut, Hannah Karg, Anna Lina Otten und Celina Sattelkau) verabschieden sich mit Platz sechs von der Team-EM in Schweden. Foto: Sonja Senger Abschlussfeier: Deutschlands Mädchen (v.l. Paula Kirner, Marie Bechtold, Anni Eisenhut, Hannah Karg, Anna Lina Otten und Celina Sattelkau) verabschieden sich mit Platz sechs von der Team-EM in Schweden. Foto: Sonja Senger

Team-EM Mädchen 2018

Platz sechs nach Niederlage gege...

Im Match um Platz fünf bei der Team-EM in Schweden sind Deutschlands Mädchen ...

weiterlesen
Bronze nur um Haaresbreite verfehlt: Tim Mayer hatte im kleinen Finale großes Pech. Foto: Lubos Klikar Bronze nur um Haaresbreite verfehlt: Tim Mayer hatte im kleinen Finale großes Pech. Foto: Lubos Klikar

Team-EM Jungen 2018

Deutschlands Drama um Bronze

Die deutschen Jungen verpassen bei der Team-EM Bronze um Millimeter. Im klein...

weiterlesen