Bild Information: Steht im Achtelfinale: Anastasia Mickan (Foto: DGV/stebl)

Zwei Deutsche im Achtelfinale

Golf Team Germany
 

Für Laura Fünfstück und Aline Krauter kommt bei der Ladies British Amateur Open Championship in der Runde des besten 64 Spielerinnen das aus. Leonie Harm und Anastasia Mickan siegen dagegen in beiden Matchplay-Runden und stehen damit im Achtelfinale.

Kenfig/Wales – Laura Fünfstück traf als Zweitplatzierte der Zählspielqualifikation auf Alessandra Fanali aus Italien. Schon die erste Matchplayrunde brachte für die Deutsche das Aus. Die vielleicht entscheidende Szene spielte sich auf Bahn 9 ab. Die Neuhoferin führte 1auf und traf einen Fairwaybunker. Beim ersten Schlag blieb der Ball an der Bunkerkante hängen, lag danach so schlecht, dass Fünfstück sich nur noch rückwärts befreien konnte. Das Loch ging an Fanali. „Wäre ich hier 2auf gegangen, dann hätte alles ganz anders ausgesehen. Ich habe nicht schlecht gespielt, aber Alessandra hat unter schwierigen Bedingungen auf den letzten vier Bahnen drei Birdies gespielt, während ich bei der Schlägerwahl kein glückliches Händchen hatte“, so Laura Fünfstück nach dem letzten Schlag eines Matches, bei dem sich die Südeuropäerin mit 3&2 den Einzug in die Runde der letzten 32 sicherte.

Auch für Aline Krauter war nach Runde 1 der Traum vom großen Titel ausgeträumt. Gegen My Leander aus Schweden musste die Spielerin des Stuttgarter GC Solitude aber erst auf dem zweiten Extraloch die Segel streichen, nachdem Leander nach drei Birdies schon wie die sichere Siegerin ausgesehen hatte, ehe sich die deutsche Nationalspielerin wieder auf all square herankämpfte. „Ich hatte heute ein spannendes Match und habe bei dem extremen Wind eine gute Leistung gebracht. Ich habe sehr viele gute Schläge gemacht und bin mit dem Turnier im Großen und Ganzen zufrieden“, war die Stuttgarterin trotz der Niederlage nicht zu enttäuscht.

Einen ganz starken Vormittag erlebte Anastasia Mickan. Gegen Linn Grant, die vor zwölf Tagen noch den Siegerpokal der 14. Allianz German Boys and Girls Open in den Abendhimmel von St. Leon-Rot recken durfte, setzte sich die Norddeutsche glatt mit 5&4 durch. Nach neun Bahnen führte Mickan nur mit 1auf, sicherte sich zu Beginn der Backnine aber schnell vier Bahnen und damit das Match.

Anschließend traf Mickan auf Amanda Linner. Die Schwedin hatte sich mit 1auf gegen die Irin Chloe Ryan durchgesetzt. Ryan hatte im Vorjahr in der KRAMSKI Deutsche Golf Liga presented by Audi für den Berliner GC Gatow gespielt. In dem deutsch-schwedischen Duell ging es hin und her. Anastasia Mickan lag nach neun Bahnen 2auf in Front, gab dann aber drei Bahnen in Folge ab. Die 14 ging dann wieder an die ehemalige Jugend-Nationalspielerin und so ging es all square auf das 18. Tee. Nervenstark holte Mickan das letzte Loch und zog mit dem 1auf-Sieg ins Achtelfinale ein. „Am Vormittag war ich mit meinem Spiel sehr zufrieden und der Puter war richtig heiß. In dem heftigen Wind am Nachmittag lief es dann eher durchwachsen“, berichtete die Spielerin des GLC Berlin-Wannsee von den beiden Siegen. In der Runde der besten 16 Spielerinnen trifft Anastasia Mickan auf die Tschechin Sara Kouskova.

Auch Leonie Harm hatte in ihrem ersten Match das Momentum für sich und gewann mit 4&3 glatt gegen Ana Belac. Die Slowenin hatte schlechte Karten, weil Leonie Harm praktisch fehlerfrei spielte und kein einziges Bogey hinnehmen musste. Somit musste Belac schon Birdie oder sogar einen Eagle spielen, um auch mal ein Loch zu gewinnen. Die Drives der SLR-Spielerin lagen immer auf der Bahn und die Putts waren auch aus schwierigen Lagen erstklassig.

In der Runde der besten 32 traf die Spielerin aus dem Kader von Bundestrainer Stephan Morales auf Gemma Clews. Die Britin hatte in ihrem ersten Match die Co-Siegerin der 2016er Auflage der Allianz German Boys and Girls Open ausgeschaltet. Sophie Kibsgaard aus Dänemark hatte mit 3&2 das Nachsehen.

Am Nachmittag wurde das Match Harm versus Clews bei heftigem Wind ausgetragen. Harm zückte auf einem Par 3, auf dem die Fahne bei 165 Metern stand, den Driver und lag im Gegenwind damit noch immer 20 Meter zu kurz. „Da war ich mit meinem Latein ein bisschen am Ende, aber im Matchplay ist das ja immer eine direkte Situation eins gegen eins. Gefühlt habe ich entweder einen Ball verloren oder Birdie gemacht. Das ist im Matchplay hilfreicher als im Zählspiel. Mit einem starken Finish konnte ich das Match für mich entscheiden“, so Leonie Harm. Gegen Gemma Clews setzte sich Leonie Harm mit 2auf durch und trifft im Achtelfinale auf Alessandra Fanali, die sich nach dem Sieg über Laura Fünfstück auch gegen die Britin India Clyburn mit 2&1 hatte durchsetzen können. „Amina Wolf hat sehr gut Caddie gemacht und die anderen Mädels haben mich am Nachmittag toll supportet. Das hat mir sehr geholfen. Jetzt hoffe ich, dass ich morgen weiter so mein Spiel abrufen kann, um noch eine oder auch zwei Runden weiter zu kommen“, war die College-Studentin am Abend nach zwei Siegen bestens gelaunt.

Zählspiel-Ergebnisse Matchplay im Livescoring

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