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Gefangen im Beregnungskasten

Golf&Natur
 

Es war mehr ein Zufall. Seit 2011 beteiligt sich der GC Escheburg am Qualitätsmanagement Golf&Natur. Bei einer Platzbesichtigung zusammen mit dem Naturschutzbund Deutschland (NABU) vor mehr als drei Jahren fragte schließlich der Diplom-Biologe Dr. Ringe:

Was sind das für Kästen? Lassen Sie uns doch da einmal hineinschauen.“ Gesagt, getan. Zur Überraschung aller fanden die Beteiligten in der Tiefe des Beregnungskastens zwei ca. 10 cm lange Kammmolche – fast bis auf die Knochen abgemagert, aber noch lebend.

Das war der Anfang eines bis heute andauernden, ziemlich einmaligen Monitorings. Auf dem Gelände des Golfclub Escheburg werden seitdem ca. 80 inzwischen nummerierte Beregnungskästen regelmäßig kontrolliert, ihre Inhalte untersucht und dokumentiert und die Ergebnisse sind erstaunlich

Mehr als 50 Kamm- und Teichmolche, einige Erdkröten und Grasfrösche wurden seitdem geborgen und in den nahegelegenen Gewässern wieder ausgesetzt. Einmal durch Löcher oder Undichtigkeiten in den Beregnungskästen geraten, haben die Tiere Schwierigkeiten, sich aus ihren Gefängnissen zu befreien.

„Von den 20 in Deutschland vorkommenden Molcharten sind zwei Drittel in die Rote Liste* aufgenommen worden. Zusammen mit den Fledermäusen repräsentieren sie bei uns die am stärksten bedrohten Tiergruppen. Es ist ein Gebot des Natur- und Tierschutzes in Not geratene Wildtiere zu retten. So ist der geringe Aufwand von 3 bis 4 Stunden jährlich mehr als gerechtfertigt und zeigt, wie umfassender Naturschutz auf einer Golfanlage aussehen kann“ so die Naturschützer.

Text: GC Escheburg; Bildquelle: Pixabay

* Herausgeber: Bundesamt für Naturschutz

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