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Golfplatz - Mehr als eine Sportanlage

Golf&Natur
 

Mit aktivem Naturschutz können Artenvielfaltverluste gestoppt und stark eingeschränkte Lebensräume wieder belebt werden.

Der Golf Club An der Pinnau, ein 27-Löcherplatz in typisch holsteinischer Knicklandschaft mit Ackerflächen, Feuchtwiesen und kleinen Feldgehölzen konnte die Kriterien und Bedingungen für die Konformitätsbescheinigung der DQS GmbH in der höchsten Stufe, also Gold, erfüllen. Alle Anforderungen dieses Umweltmanagementsystems wurden nicht nur exakt dokumentiert, sondern auch perfekt eingehalten. „Für mich ist der Golfplatz nicht nur eine Sportanlage. Mit sinnvoller Planung und Pflege leisten wir täglich einen Beitrag zur intakten Natur. In abwechslungsreicher Artenvielfalt von Flora und Fauna spielt der Golfer wie im Paradies“, so Jörn Stratmann, Headgreenkeeper. 

Nach den Auszeichnungen Bronze (2010) und Silber (2012) war neben der Platzerweiterung auf 27 Löcher das nächste Ziel, die höchste Stufe des Umweltprogramms Golf&Natur zu erreichen, das Gold-Zertifikat. Auf dem Weg dahin ließ man sich von drei wesentlichen Punkten leiten: Verbesserung der Biodiversität, Optimierung der Spielbedingungen und die Überarbeitung der Prozesse. Eine damit verbesserte Wettbewerbssituation im heiß umkämpften Golfmarkt kam den Pinnauern gerade recht, denn die regelmäßigen Revisionen des Qualitätsmanagement Golf&Natur halfen, die Pflege und die Landschaftsentwicklung kontinuierlich weiterzuentwickeln.  

Die bessere Platzqualität wurde durch optimierte Prozesse erzielt. Den Lebensraum für heimische Pflanzen und Tierarten zu optimieren, stand und steht dabei im Mittelpunkt. Die Liste ist lang, deswegen hier nur einige Stichworte: Aufstellen einer Eisvogel-Brutstätte und Anpflanzung von Vogel-Nährgehölzen, Anlegen einer Vorwaldpflanzung und von Schutzgehölzen für Niederwild, zusätzliche Knickbepflanzung, Ergänzung von Kopfweiden und Verdichtung der Obststreuwiese mit 41 alten Obstsorten, Geröll- und Feldsteinhaufen auf freien Flächen, Anlegen von Ausgleichsflächen mit Röhricht-Zonen, hochwüchsigen Ruderalpflanzen, niedrigwüchsigem Magerrasen und Weidengebüsch zwischen den Spielbahnen. Programmgetreu sind auch die naturbelassenen Materialien auf dem Gelände wie zum Beispiel bei der Ufergestaltung der Feuchtbiotope. Der fachgerechte Einsatz von Dünger, Wasser und Pflanzenschutz im Rahmen eines zeitgemäßen Umweltmanagements gilt dem Pinnauer Greenkeeping-Team als oberstes Gebot.

Zur Verbesserung der Platzqualität trägt die sehr umfangreiche Baumaßnahme an der Bahn A2 bei. Die Bahn, die bei Hochwasserständen der Pinnau nur schwer zu pflegen war, erhielt durch neues Design eine merkliche Verbesserung, die sich ebenfalls auf den Spielfluss auswirken dürfte. Veränderte Fairway-Konturen, ergänzt durch Bodenmodulation, und ein neu geschaffenes Grün lassen bei dem Par 4 nunmehr das Golferherz höher schlagen.

Die Population der lokalen Wiesenvögel ist hier gesichert - Greifvögel, vom Raufußbussard bis zum Roten Milan, Baum- und Turmfalken, Habicht und Uhu. Selbst der Fischadler und die Kornweihe haben mit den Rebhuhn-Völkern in der Pinnau-Niederung ein gemeinsames Zuhause mit den Golfern. Diese Beispiele zeigen einmal mehr, dass gelebter Naturschutz auch für den Menschen sehr nützlich sein kann.

 - Text: EJH -
- Bild: Karl-Heinz-Laube / pixelio.de -

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