Der Golfschwung

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Der Golfschwung zählt zu den komplexesten und schwierigsten Bewegungsabläufen im Sport. Wir zeigen Ihnen die wichtigsten Phasen.

Im Prinzip ist es ganz einfach: Der Spieler holt aus und bringt die knapp zehn mal fünf Zentimeter große Schlagfläche des Schlägers so an den Ball, dass dieser geradeaus fliegt.



Tom Watson hat das dem Golfspiel zugrundeliegende Prinzip so beschrieben: "Hit it, find it and hit it again" (den Ball schlagen, diesen wiederfinden und erneut schlagen). Der Mann hat leicht reden: Watson, ein Amerikaner, zählt zu den besten Golfspielern aller Zeiten.

Tatsächlich ist Golf nicht so einfach, wie es auf den ersten Blick scheint. Untersuchungen und Analysen von Sportwissenschaftlern sind zu dem Schluß gekommen, daß Golf zu den schwierigsten Sportarten zählt.

Der Grund: Der komplexe Bewegungsablauf bezieht den ganzen Körper ein. Wie der korrekte Bewegungsablauf auszusehen hat, darüber sind bereits Hunderte von Büchern geschrieben, Tausende von Seiten in Golfzeitschriften gedruckt worden. Dass es viele Arten, aber keinen "richtigen" Weg gibt, beweisen die Weltbesten, deren Schwünge so unterschiedlich wie Fingerabdrücke sind.

Das Prinzip aber bleibt immer dasselbe: Der Schläger rotiert in Bogenform um den Körper, dessen Wirbelsäule als eine Art Achse der Schwungbewegung fungiert. Mit Kraft allein läßt sich dabei wenig bewegen. Der Schwungrhythmus und das Timing im Treffmoment entscheiden darüber, ob Schnelligkeit und Kraft optimal in Form eines dynamischen Schlages umgesetzt werden.
Der Ausgangsstellung vor dem Schlag (Ansprechposition) kommt entscheidende Bedeutung für den korrekten Schwungablauf zu. Wer hier Fehler macht (etwa zu nah am Ball oder zu aufrecht steht), kann diese während der Bewegung kaum mehr kompensieren.

Bernhard Langers Position ist perfekt: Schlägerblatt und Körper sind auf das Ziel ausgerichtet, das Körpergewicht ist auf beide Beine verteilt, die Armhaltug ist entspannt, die Beine dynamisch gebeugt. Beim Wegführen des Schlägers vom Ball kommt es vor allem darauf an, daß Hände, Arme und Oberkörper die Bewegung synchron einleiten.

Auch hier gilt: Die ersten Zentimeter sind ausschlaggebend für die Qualität dessen, was folgt. Der Rückschwung nähert sich dem höchsten Punkt. In dieser Phase des Schwunges ist das Körpergewicht bereits sehr stark auf das rechte Bein verlagert. Die Drehung der Hüfte und des Oberkörpers vom Ziel weg hat eingesetzt, die Handgelenke sind angewinkelt, der rechte Ellbogen gebeugt. Der höchste Punkt des Rückschwunges ist erreicht. Der Oberkörper hat sich soweit gedreht, dass der Rücken zum Ziel zeigt. Der Schläger ist parallel zur Ball-/ Zielrichtung ausgerichtet. Durch die Rotation des Oberkörpers um einen stabilen Punkt, die Beine, gleicht diese Körperposition einer gespannten Feder.

Der Moment kurz nach dem Treffen des Balles: Der Schläger wurde durch den Ball hindurch in Zielrichtung geschwungen, das Körpergewicht hat sich durch die Bewegungsdynamik auf die linke Körperhälfte verlagert, Oberkörper und Hüften bewegen sich in Zielrichtung. Die Endposition des Schwunges, das so genannte Finish. Das Gewicht hat sich vollständig auf das linke Bein verlagert, der Körper zeigt voll zum Ziel.





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