Britische Turniere sind seit einigen Jahren für...
von 1 13

Schwarz-Rot-Gold 2018 - Deutsche on Tour: Woche 23

Britische Turniere sind seit einigen Jahren für Athleten aus dem Kader von Bundestrainer Ulli Eckhardt ein gutes Pflaster. Dies zeigte sich nun auch wieder bei der prestigeträchtigen St. Andrews Links Trophy. Jannik de Bruyn (Foto: DGV/stebl) vom GC Hösel war mit Runden von zweimal 71 Schlägen im Cut, drehte am Finaltag bei zweimal 18 Löchern noch richtig auf und hätte das Turnier fast gewonnen, zumal er auf der Finalrunde ohne Bogey blieb.

Auf seiner 72. Bahn hatte der Rheinländer aus rund sechs Metern einen Birdie-Putt zum Sieg. Dieser lippte aber mit einer 90-Grad-Drehung aus und so kam es zum Stechen. Nachdem Jannik de Bruyn recht lange warten musste, wurde im Playoff Bahn 1 gespielt. Beide Kontrahenten trafen bei diesem Par 4 das Grün in Regulation, wobei der Bundesadler nur noch zwei Meter zur Dose hatte, während der Ire gute sechs Meter Abstand hatte. John Murphy lochte seinen Putt und der Deutsche verfehlte das Ziel denkbar knapp. Damit war die Entscheidung gefallen.

Am Morgen des Finaltages hatte Jannik de Bruyn noch nicht damit gerechnet, ernsthaft um den Sieg mitzuspielen. „Ich fand es aber cool und bin zufrieden mit der Woche. Am Ende hätte ich es natürlich gerne nach Hause gebracht und habe deswegen noch gemischte Gefühle. Ich konnte aber einiges mitnehmen und daraus lernen“, war bei dem Youngster des National Team Germany die Freude über den großen Erfolg nur leicht getrübt.

Bundestrainer Ulli Eckhardt war mit dem Abschluss dieses namhaften Turniers sehr zufrieden: „Wir erziehen die Spieler zu größtmöglicher Selbständigkeit und da alle anderen am Nachmittag schon auf dem Heimweg waren, war Jannik im Playoff schon alleine in St. Andrews. Das hat er hervorragend gemacht. Er hat ein sensationelles Turnier gespielt und es gibt dabei kein „aber“, auch wenn er das Stechen verloren hat. Im Stechen braucht man halt auch ein bisschen Glück und das hat Jannik gefehlt, aber das schmälert die grandiose Leistung bei einem der wichtigsten Amateur-Turniere Europas nicht. Großartig! Ich bin begeistert!“

Die übrigen Deutschen hatten den Cut verpasst, wobei dieser bei einem riesigen Teilnehmerfeld aus 144 Athleten aus aller Welt mit nur 43 Spielern auch denkbar eng gesetzt ist. So verfehlten Nick Bachem und Marc Hammer den Sprung in die beiden Finalrunden auf Rang 44 um nur einen Zähler.

Bild bewerten 
Anzeige
Anzeige
Anzeige