Im Fokus: Kristoffer Broberg
In nur fünf Starts auf der Challenge Tour hat der Schwede Kristoffer Broberg gleich drei Mal gewonnen. Dadurch hat sich der 26-Jährige direkt für Europas erste Liga qualifiziert und ist im OWGR bereits in den Top 200 gelistet. Gute Gründe, einen genaueren Blick auf den Mann mit den langen Haaren zu werfen.
"Kristoffer hat den Platz auf der Tour verdient, denn er spielt unglaublich gut", sagte Alex Noren nach dem dritten Sieg seines Landsmanns. "Ich kenne ihn schon sehr lange, denn wir sind im gleichen Club groß geworden. Er trainiert so hart, vielleicht sogar doppelt so hart wie ich. Ich bin mir sicher, wenn er so weiter spielt, wird er auch auf der Tour gewinnen." Es sind wirklich nette Wort, die Noren für seinen Kumpel "Kotte" findet mit dem er früher oft zusammen Bälle schlug.
Andererseits ist es auch eine große Leistung, die Kristoffer Broberg gezeigt hat. In fünf Turnieren auf der Challenge Tour siegte er drei Mal und sicherte sich damit die sofortige Karte für die European Tour. Zum Vergleich: Martin Kaymer gewann zu Beginn seiner Karriere bei acht Starts in der zweiten Liga zwei Turniere und erreichte über die Platzierung in der Order of Merit die European Tour.
Starker Aufstieg: Von der dritten in die erste Liga
Aber zurück zu "Kotte". Zusammen mit Noren spielte er als Amateur für den Haninge GK in der Nähe von Stockholm. Laut Noren ist Broberg lang mit dem Driver, aber auch präzise. Zudem sollen seine Scoring Clubs - die Wedges - sehr zielgenau sein. Bei seinen drei Siegen war auch immer der Putter heiß: Die Rolex Trophy gewann er mit 27 Schlägen unter Par, in Norwegen und Finnland lautete das Gesamtresultat -22 und -15. Zu Beginn des Jahres trat der gerade 26 Jahre gewordene Schwede noch in der Nordic League (3. Liga, vergleichbar mit der deutschen EPD Tour) an. Auch dort gewann er drei Mal und sicherte sich das Ticket für die Challenge Tour.
Weltrangliste 2012 - Veränderungen in der 35. Woche
Den Sprung von der zweiten in die erste Liga in einer verkürzten Spielzeit schafften schon einige Spieler (darunter Edoardo Molinari in 2009), doch bislang war keiner so schnell wie Broberg.
"Ich spiele aktuell mein bestes Golf und möchte einfach nur weiterspielen", erklärte Broberg nach seinem Sieg in Genf. Genau das macht er auch. Aktuell tritt Broberg beim European Masters in Crans-sur-Sierre an, danach steht die KLM Open in den Niederlanden auf dem Plan.
tsz
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