Kurz notiert

Favorit Woods kämpft gegen das hohe Gras

 

Tiger Woods hadert mit dem Rough in Lytham & St. Annes, während Ian Poulter einen Abstecher bei Ferrari einlegt. Yani Tseng wiederum feuert nach einigen erfolglosen Wochen ihren Caddie und sucht Ersatz.

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Wie wird eigentlich das Wetter bei der Open? Typisch englisch muss man sagen. Regen, Wind und ab und an auch etwas Sonne sind für Lancashire angesagt. Alleine am Wochenende ist die Wahrscheinlichkeit auf etwas mehr Sonne gegeben

Sollte Tiger Woods seinen 15. Major-Titel gewinnen, würde er im OWGR zum ersten Mal seit dem 31. Oktober 2010 wieder auf Platz eins vorrücken. Wenn das mal kein Antrieb ist. Auf das Rough ist der Tiger allerdings nicht gut zu sprechen. "Oh, mein Gott. An einigen Stellen ist es fast unspielbar", soll der 14-fache Major-Champion über das lange Gras abseits der Fairways gesagt haben. Woods landete am Sonntagmorgen in Blackpool, und die ehemalige Nummer eins war um 9 Uhr am ersten Abschlag. Die Startzeiten stehen übrigens schon fest, darunter auch die von Martin Kaymer und Marcel Siem

Roger Federer, 30, bedankte sich nach seinem Wimbledon-Sieg auf ESPN bei Tiger Woods. "Er hat mich unterstützt und hat sich die letzten Tage sehr für mich gefreut", berichtete das Schweizer Tennis-Ass. "Es ist ein gutes Gefühl, wenn andere Sportgrößen an mich glauben. Das treibt mich an."

Ian Poulter, ebenfalls im Feld der Open Championship, verbrachte einen Teil seiner Vorbereitung lieber bei einem Sportwagenhersteller. Der Brite legte vor Beginn der Open einen Abstecher bei Ferrari in Maranello ein, wo er die Innenverkleidung für seinen weißen Ferrari "Four" auswählte (schwarz mit Absätzen, analog zu seiner Bekleidungslinie "IJP"). Zudem traf der Brite Signor Tomaso, den Leiter der Abteilung "Custom Fitting": "Ich war den ganzen Tag dort, von 9 bis 17 Uhr. Es war unglaublich, von Anfang bis zum Ende." Über seine Aussichten bei der Open äußerste sich Poulter zuversichtlich: "Ich weiß, wo ich herkomme. Mit 19 war ein Handicap-4-Spieler. Ich denke, ich bin in einer guten Position und ich bin stolz darauf, was ich bislang in meiner Karriere erreicht habe. Ich weiß, dass ich bereits 36 bin. Aber andererseits kam ich bis 23 nicht aus dem Pro-Shop heraus. Rory ist jetzt erst 23", zog er den Vergleich zu Rory McIlroy, der als Weltranglistenzweiter in die Open startet. 

Weltrangliste 2012 - Veränderungen in der 29. Woche

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Darren Clarke, der Champion des Vorjahrs, gab am Dienstagmorgen die Claret Jug an Peter Dawson, den Chef des R&A zurück. Eine Frage blieb: Hat er eigentlich ein Guinness aus dem Pott getrunken? "Nein". lautetet die Antwort, ehe Clarke weiter ausholte: "Es ist einfach eine ganz spezielle Trophäe. Ich habe so viel Respekt für die Open Championship. Das habe ich einfach nicht zustande gebracht, auch wenn ich darüber nachgedacht habe." Einen Schluck Bier gab es nur aus der Replika, wie der Nordire eingestand.  

Padraig Harrington, dreifacher Major-Champion, liegt bei den Buchmachern hoch im Kurs. Zwar ist Tiger Woods der Favorit, doch nach ihm, Lee Westwood, Rory McIlroy und Luke Donald hat Ladbrokes bereits den Iren gelistet. Dieser freut sich über die Einschätzung der Analysten: "Ich gebe durchaus etwas darauf, was die Buchmacher denken. Sie liegen meistens richtig. Ich bin die Nummer vier oder fünf, das ist gut. Die Buchmacher sind schlaue Leute." Der 41-Jährige hatte zuletzt 2008 gewonnen, als er bei der PGA Championship in Oakland Hills den Titel gewann. Mittlerweile ist "Paddy" auf Position 59 in der Weltrangliste gelistet.

Yani Tseng hat ihrem Caddie Jason Hamilton den Laufpass gegeben. Die Nummer eins der Damen feuerte den Australier nach drei sehr durchwachsenen Resultaten: Bei der Wegman's LPGA Championship, einem Major, belegte sie den geteilten 59. Rang, dann verpasste sei bei der Arkansas Championship den Cut und kam bei der US Women's Open nicht über Position 50 hinaus. Nun sucht die 23 Jahre junge Taiwanesin einen Nachfolger, am besten von der PGA oder Champions Tour. Caddie Hamilton war nicht überrascht. "Die letzten vier oder fünf Wochen liefen nicht rund." Dafür hat der Australier bereits einen neuen Job: Er wechselt zum Neuseeländer Danny Lee, der auf der PGA Tour spielt.

Der Baseball-Club der San Diego Padres hat einen neuen Besitzer. Ein Konsortium um Peter O’Malley kaufte das Team für 800 Millionen Dollar. Neuer Mitbesitzer ist damit auch Phil Mickelson, der zum Investorenkreis zählt.

tsz