Masson meistert die Herausforderung
Die Bedingungen in Südafrika sind nicht einfach, doch Caroline Masson bleibt ruhig und glaubt an ihre Chancen. Am Ende holt sich die Deutsche ihren ersten Titel auf der Ladies European Tour dank eines hervorragenden kurzen Spiels. Wir werfen einen Blick in die Tasche der Ping-Spielerin.
Bereits nach der zweiten Runde wusste Caroline Masson, dass es am Sonntag nicht einfach werden würde, am Ende der Woche ihren ersten Titel auf der Ladies European Tour feiern zu können: "Wenn die Bedingungen so anspruchsvoll sind, ist das Leaderboard immer dicht gedrängt." Bei Windgeschwindigkeiten jenseits von 60 km/h "zählt einfach jeder Schlag." Mit einer 75 (drei über Par) am Samstag kam die Deutsche den Verfolgerinnen entgegen und sorgte dafür, dass es ein spannendes Finale geben sollte.
Der Selborne Park Golf Club an der Ostküste Südafrikas trug sein Übriges zur Spannung bei, und präsentierte sich in der Woche der South Africa Women's Open als wahre Herausforderung. "Wenn man die Spielbahnen verfehlt, ist der Ball weg", beschrieb es Masson. "Man muss bei jedem Schlag voll konzentriert sein. Es gibt nicht ein Loch, an dem man mal abschalten kann", wies Masson auf die große mentale Belastung hin. "Zum Glück hatte ich aber einen guten Caddie dabei, der mir sehr geholfen hat", bedankte sie sich bei ihrem einheimischen Taschenträger, der "besonders bei dem herrschenden Wind Gold wert war."
Sturm in Südafrika
Denn auch in der Finalrunde sollte der Wind eine entscheidende Rolle spielen. Mit Böen von bis zu 81 Stundenkilometern mussten die letzten 18 Löcher mit einer Stunde Verspätung gestartet werden. "Da heißt es, Ruhe zu bewahren, was eigentlich nicht meine Stärke ist." Doch nach einigen vergebenen Chancen in diesem und dem vergangenen Jahr, hatte Masson gelernt, wie sie sich in einer Finalrunde auf Kurs hält. "Ich konzentriere mich einzig und allein auf mein eigenes Spiel und achte nicht auf das Leaderboard."
"Ich habe einfach versucht, Pars zu spielen, und hatte einige Male Glück", sagte Masson nach ihrem ersten Sieg auf der Ladies European Tour. "Ich bin sehr zufrieden mit meinem Spiel. Ich habe so lange auf diesen Moment gewartet und die Mitte des Jahres ist ein hervorragender Zeitpunkt." Als Nummer eins des LET Rankings geht es für die Gladbeckerin jetzt in das wichtigste Event der Ladies European Tour - ab 2013 das fünfte Major der Damen : Vom 26. bis 29. Juli steht das Evian Masters in Frankreich an.
Die Damenriege - Gal, Masson, Monke und Co.
Mit Pars zum ersten Titel
Die Stärke von Caroline Masson lag in der vergangenen Woche nahe Durban eindeutig im kurzen Spiel. Mit durchschnittlich 64 Prozent getroffenen Fairways konnte sie mit ihrem langen Spiel bei anspruchsvollen Bedingungen nicht wirklich glänzen. Dass sie aber nicht ohne Grund bereits bei der Women's Britsh Open 2011 um den Sieg mitgespielt hat, bewies sie rund ums Grün. "Es kam einfach darauf an, die Pars zu retten, wenn man sich in schwierige Lagen gebracht hat."
Seit 2010 steht Caroline Masson bei Ping unter Vertrag und ging auch in Südafrika mit einem reinen Ping-Bag an den Start. Besonders auffällig: Während die meisten Damen auf eine Vielzahl von kleinen Hölzern und Hybrids setzt, startete Masson mit einer "Standard-Zusammensetzung" aus drei Hölzern - auch das Hybrid wird hier als kleines Holz gezählt - sowie zehn Eisen und Wedges.
- Driver: Ping "i20" (9,5 Grad; Schaft: Mitsubishi Rayon "Diamana Kai'li")
- Fairwayhölzer: Ping "G10" Holz 3 (15 Grad)
- Hybrid: Ping "i15" (20 Grad)
- Eisen (4-PW): Ping "S56" (Schäfte: True Temper "Project X")
- Wedges: Ping "Tour-S" Wedges (52, 56 und 60 Grad; Schäfte: True Temper "Project X")
- Putter: Ping "Scottsdale Carefree"
adk
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