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Kämpfender Siem vom Pech verfolgt

 
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Portrush, Nordirland: Zu Beginn der zweiten Runde ist Marcel vom Pech verfolgt, kann sich aber noch einmal zurück kämpfen und beendet die Runde mit dem einzigen Birdie des Tages. Nach einer 67 am Freitag liegt Gregory Bourdy bei zwölf unter Par in Führung.

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Es hat 18 Löcher gedauert, bis Marcel Siem endlich das erste Birdie des Tages auf seine Scorekarte bringen konnte. "Das war ein extrem wichtiger Putt", sagte er direkt nach der Runde gegenüber Golf.de. Nachdem den ganzen Tag über wieder kein Ball fallen wollte, gab ihm der verwandelte Versuch über gut acht Meter noch einmal ein befriedigendes Gefühl. Zum Abschluss eines von Kampf und Qual geprägten Tages munterten ihn die tausenden Fans auf der Tribüne der 18 noch einmal auf.



Pech zu Beginn
"Als wir aufgeteet hatten, fing es direkt an zu regnen und ich fühlte mich nicht wirklich wohl", beschrieb er seine mentale Situation am ersten Abschlag. "Ich wollte einfach nur einen leichten Fade in die rechte Fairwayhälfte schlagen." Doch der Ball drehte weiter ab, als erhofft, traf einen Zuschauer und sprang von diesem unglücklich ins Aus. "Er lag vielleicht einen halben Meter out of bounds." Mit dem provisorischen Ball konnte Siem dann nur noch das Doppelbogey retten. Die Pechsträhne hielt an. Auf der Zwei verfehlte er das Fairway nur um knapp zwei Meter, "hatte aber eine unmögliche Lage vor mir und konnte ihn nur raushacken."

Zwei aus Elf
Wie schon am Donnerstag, schienen bei Marcel Siem auch in Runde zwei die Löcher wie zugenagelt. Elf Mal puttete der Deutsche zum Birdie oder besser, konnte allerdings nur zwei der Chancen nutzen, und mit einer Unterspielung vom Grün gehen. "Das ist echt frustrierend." Oft blieben die Bälle nur wenige Zentimeter neben dem Loch liegen oder liefen knapp am so sehr erhofften Birdie vorbei.

Neben dem Doppelbogey auf der Eins verlor Siem auf den Löchern sieben und zwölf weitere Schläge, konnte sich aber trotz birdiefreier Zeit bei einem Tagesergebnis von Even Par nach der Zwölf halten. Die knapp 340 Meter kurze fünfte Bahn - übers Dogleg abgekürzt misst das Loch etwa 320 Meter - griff der Deutsche mit Rückenwind direkt an. Der Ball blieb in der Senke vor dem Grün liegen. "Der Pitch-in war natürlich genial", hielt sich Siem im Gespräch mit Golf.de zurück, doch als sein Ball im Loch verschwunden war, verwandelte sich das fünfte Grün kurzerhand zur Party-Zone. Er riss die Arme hoch und die Zuschauer stiegen ein. Das Eagle des Deutschen wurde frenetisch gefeiert.

Wenn die Birdies nicht fallen…
Auf der Neun schoss er dann nach einem perfekten Abschlag das lange Eisen flach ins Grün und hatte nur noch knappe vier Meter zum Eagle. Bereits einen Meter vor dem Loch wusste er, dass der Putt fallen würde und seine Miene hellte sich erneut auf. "Wenn die Birdies nicht fallen, müssen es halt die Eagles rausreißen." Kaum hatte man den Eindruck, dass Siem wieder auf dem Vormarsch war, verspielte er nach einem perfekten Abschlag auf der Zwölf die gute Chance zum Birdie. Aus unter 50 Metern ließ er den Pitch kurz, der Ball rollte den Hang zurück und der anschließende Chip lief etwas zu weit über das Loch hinaus. Das dritte Bogey des Tages kostete ihn nicht nur einen Schlag, sondern beendete auch den Lauf des Deutschen. "Auf den letzten Löchern habe ich die Spannung im Körper verloren und meine Drives landeten nicht mehr im Ziel", erklärte er am Freitag.

Für die Finalrunden hofft er auf "günstige Bedingungen", nachdem er an den ersten Tagen etwas Pech mit den Startzeiten hatte. "Aber das gleicht sich im Verlauf eines Jahres immer aus", relativierte er, dass er in Irland bisland scheinbar vom Pech verfolgt war.

Irish Open 2012 - Finale

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Es konnte nur schlechter werden
Nachdem Grégory Bourdy am Donnerstag als einer der letzten ins Clubhaus kam, und zusammen mit Jeev Milkha Singh die Führung übernommen hatte, wurde er in Runde zwei in der Früh auf den Platz geschickt. "Es ist nicht leicht, nach einer 65 auf den Platz zu gehen." Man kann einfach nur schlechter spielen. "Aber ich habe eine sehr gute Runde ins Clubhaus gebracht. Der Wind war stärker und ich habe auch Fehler gemacht, aber bin immer in der Gegenwart geblieben und habe es gut nach Hause gespielt." Mit sechs Birdies und einem Eagle - bei immerhin drei Bogeys - setze sich der Franzose früh ab und war zur Halbzeit in Führung. Daran änderte sich auch bis zum Ende des Tages nichts mehr. Und so geht Bourdy von zwölf unter Par aus mit einem Schlag Vorsprung auf Mark Foster ins Wochenende. "Ich genieße das jetzt einfach und versuche, auch am Wochenende so weiterzuspielen."

Auf dem zweiten Rang folgt Mark Foster, der am Vormittag eine bogeyfreie 67, fünf unter Par, unterzeichnete. "Ich bin überglücklich über den Verlauf der Runde." Dahinter folgt ein Trio bei zehn unter Par, darunter auch Publikumsliebling Padraig Harrington, der am Freitag von Jubelstürmen regelrecht über den Platz getragen wurde. Doch der Ire gab den Fans auch allen Grund dazu, spielte er doch sechs Birdies bei nur einem vereinzelten Bogey auf der Fünf. "Es hat sich angefühlt wie bei einer Open Championship. Aus über 100 Metern wurden wir mit viel Applaus begrüßt. Es ist toll, vor solch einem Publikum zu spielen."

Local Heros überzeugen
Nachdem die nordirischen Akteure am Tag zuvor noch etwas hinter ihren Erwartungen zurück blieben, spielten sie sich am Freitag zurück ins Rennen um "ihre" Meisterschaft. Dabei ist Michael Hoey bei sieben unter Par der beste Nordire auf Rang zehn. Rory McIlory (69) und Graeme McDowell (68) folgen auf Rang 23. "Ich hätte vielleicht etwas mehr Putts verwandeln können, aber ich kämpfe noch etwas mit der Geschwindigkeit der Grüns", erklärte McIlroy. "Es war eine ordentliche Runde, auf der ich aufbauen kann." Nach einem Fehlstart mit zwei Bogeys auf den ersten drei Löchern, spürte Grame McDowell, dass er den Fans etwas bieten musste. "Es war klasse, dass ich mich mit den Birdies auf den Löchern acht, zehn, elf und zwölf zurück ins Spiel brachte", erklärte der US-Open-Champion von 2010. "Ich wollte die Zuschauer nicht im Stich lassen und habe mich noch einmal alles gegeben."

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