Nike wird reines Woods-Territorium
Ob da der Onkel seine Finger im Spiel hatte? Cheyenne Woods unterschreibt beim Wechsel ins Profilager bei Nike Golf, TaylorMade bringt den 'Adams-Deal' unter Dach und Fach und ein weiterer italienischer Autohersteller mischt im Golfsport mit.
Tiger Woods ist seit kurzem nicht mehr der einzige Woods, der bei Nike Golf unter Vertrag steht. Vor der Wegman's LPGA Championship hat nun auch seine Nichte Cheyenne einen Mehrjahres-Vertrag bei dem Sportartikelhersteller mit dem Swoosh unterschrieben. "Ich könnte nicht glücklicher sein. Durch Tiger bin ich quais mit der Marke aufgewachsen und habe mich in sie verliebt. Ich bin stolz, nun auch Teil der Nike-Familie zu sein", sagte Cheyenne Woods im Vorfeld des Turniers.
Und auch die Verantwortlichen bei Nike fanden nur lobende Worte für die zweifache All American: "Sie war eine herausragende Spielerin in Wake Forest [University]. Wir sind uns sicher, dass sie auch bei uns ihre Spuren hinterlassen wird." Woods' Nichte hat einen sicheren Startplatz bei der Womens US Open und wird sich in diesem Jahr der Q-School für die LPGA Tour stellen.
- Driver: Nike "VR" (10,5 Grad; Schaft: UST Mamiya "ATVAS 6R")
- Fariwayhölzer: Nike "SQ Sumo II" Holz 3 und 5 (15 und 18 Grad; Schäfte: UST Mamyia "ProForce V2")
- Hybrid: Nike "SQ Machspeed" (21 Grad)
- Eisen (4-PW): Nike "VR Pro Combo"
- Wedges: Nike "VR Pro" (52 und 56 Grad)
- Putter: Odyssey 'White Hot XG 2-Ball-Blade"
- Ball: Nike "20XI-S"
Um einen Vertragsabschluss ging es Anfang des Monats auch bei TaylorMade-adidas Golf. Die Akquisition des Schlägerherstellers Adams Golf Inc. war zwar schon vor einigen Wochen so gut wie sicher, nun wurden aber die letzten Verträge unterzeichnet. Die Transaktion kostete TaylorMade circa 70 Millionen US-Dollar (53 Millionen Euro). "Durch die Zusammenführung der Forschungs- und Entwicklungsexpertise von TaylorMade-adidas Golf und Adams Golf werden wir in der Lage sein, noch bessere Produkte für die Konsumenten beider Marken zu entwickeln", kommentierte Mark King von TaylorMade die Übernahme.
Wir kehren noch einmal zu Woods und Nike zurück. Tiger verwendet die Schuhe schon seit einigen Monaten. Nun sind sie auch für den Otto-Normal-Golfer erhältlich. Die "TW '13" sind an Laufschuhe mit der Free-Technology angelehnt. Die Idee soll dabei von Woods höchstpersönlich stammen. "Ich trainiere immer mit den Free-Schuhen, egal ob beim Laufen oder im Gym. Und ich habe nachgefragt, ob ich das Gefühl nicht auch beim Golfen haben könnte." Daraufhin haben sich die Entwickler bei Nike an die Arbeit gemacht und den TW '13 konzipiert. "Ich fühle mich viel freier in den neuen Schuhen." Nach kleinen Verbesserungsvorschlägen der ehemaligen Nummer eins der Welt sind die Schuhe ab sofort im Handel erhältlich. Der empfohlene Verkaufspreis von Nike beträgt 200 Euro.
Mit Schuhwerk geht es weiter. True linkswear, eine kleine Golfschuhmanufaktur aus Scottsdale, Arizona, unterstützt mit einem Limited-Edition-Modell den Hundred Hole Hike. Die Vereinigung unterstützt zwei Organisationen (One Divot und die Evans Scholars Foundation), die sich besonders für Golfer mit körperlichen Einschränkungen einsetzen. True Linkswear hat deshalb den HHH Limited-Edition "stealth" und "phx" auf den Markt gebracht. Die Hälfte des Verkaufspreises wird dabei auf One Divot und die Evans Scholars Foundation aufgeteilt. "Wir wollten unbedingt Teil dieser beiden Initiativen sein", sagt Rob Rigg von True Linkswear. "Sie zeigen die Leidenschaft für unseren Sport und den Willen, anderen zu helfen."
Die beiden Sondermodelle sind über den Online-Shop von True Linksewar erhältlich und kosten inklusive Versand ab 124 US-Dollar (ca. 98 Euro - inklusive Nachverzollung beläuft sich der Gesamtpreis etwa auf 120 Euro).
Ebenfalls zu den eher unbekannten Marken zählt Black Widow, zumindest wenn es um Golfkappen geht. Der Griffhersteller des Großkonzerns Softspikes bringt für die Saison 2012 drei Kappenmodelle auf den Markt, die auf das gewöhnliche Branding der Konkurrenz verzichten und auf ein ausgefallens Design setzten. Die Schwarze Witwe ist das Erkennungszeichen auf den Schirmmützen. Ob nun als geradliniges Feature auf der Front oder quer über die Seite, mit den Kappen von Black Widow fällt man so in jedem Golfclub auf. Alle drei Modelle werden in den Farben Weiß, Schwarz und Rot erhältlich sein und etwa 20 Euro kosten.
Deutlich kostspieliger aber dementsprechend exklusiver dürften dagegen die Produkte der neuesten Kooperation von Cobra Puma Golf und Ferrari SpA ausfallen. Die italienische Automarke bringt zusammen mit dem stylischen Golfhersteller eine Kollektion auf den Markt, die das berühmte springende Pferd ziert. Neben Schuhen, Golfbags und einer Kleidungslinie präsentieren Cobra Puma und Ferrari zudem einen Driver in Ferrari-Rot. "Wir haben zusammen mit den Ingenieuren von Ferrari einen Driver entwickelt, der den Luftwiderstand reduziert und damit eine höhere Schlägerkopfgeschwindigkeit ermöglicht. Er ist ein wahres Kunstwerk." Auffallendstes Merkmal des Drivers ist allerdings das rote Finish mit schwarzen Rennstreifen. Wird Rot die neue Trendfarbe nach Schwarz und Weiß?
Die Kleiderlinie, bestehend aus Polohemd, Pullover, Jacke und Hose, vereint Funktionalität und edle Materialien. Neben den Performance-Golfbags (Bild) sind auch Taschen aus reinem Leder erhältlich (Luxury Linie). Dabei wird das selbe Poltrona Frau Leder verwendet, das auch in den Ferrari GT-Modellen zum Einsatz kommt. Die genauen Preise der einzelnen Ferrari-Golf-Produkte sind derzeit noch nicht bekannt, sie sollen aber ab Juli 2012 erhältlich sein. Mehr Informationen finden Sie auf ferrarigolfcollection.com.
adk
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