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2012: Die Besten - bis jetzt

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Ketchupflaschen, ehemalige Dominatoren und ein deutscher Wildcard-Spieler: Vor dem heißen Sommer mit drei Majors in drei Monaten und dem anschließenden Ryder Cup haben wir schon einmal auf die ersten Monate des Jahres 2012 zurückgeschaut. Welche Spieler dominierten das Männer-Golf.

  1. 10 Kommentare


10. (+1) Marcel Siem

In einer weniger deutsch gefärbten Liste wäre Marcel Siem wohl maximal ein Überraschungsgast - hier findet er Wildcard-Eintritt über die Nationenwertung. Auch wenn er an diesem Sonntag wieder einmal vorbei schaute, der alte Siem - emotional bis zur Grenze und darüber hinaus, im Abwärtsstrudel der wütenden Selbstkritik mit einer 78 am Finaltag der Wales Open. Aus der Aussicht auf den Sieg wurde Rang 33. Dennoch: Was nach diesem ersten Halbjahr 2012 bleibt, ist im Großen und Ganzen ein neuer Marcel Siem. Ein gereifter Haudrauf, der es über gut fünf Monate schaffte, sein enormes Talent in konzentrierten Bahnen zum Erfolg zu führen; genauer, zu fünf Top-Zwölf-Ergebnissen, darunter einem zweiten Rang in Indien und einem beeindruckenden vierten Platz im starken Feld von Dubai. Siem, 31, arbeitet zielgerichteter seit vergangenen Herbst. Und er harmoniert seit seinem Equipment-Wechsel vor der Saison perfekt mit dem neuen Material. All das verspricht auch viel für die Zukunft – solange der Ärger den Kampf gegen den Fokus nicht gewinnt.

10. Nicolas Colsaerts

Belgier sind Exoten auf der Tour. Nicolas Colsaerts gehört zudem einer weiteren sehr speziellen Spezies an: Der stets bestaunten kleinen Gruppe der Spieler, die jedes Par 5 der Turnierserien mit zwei Schlägen durchziehen können. Colsaerts schafft es auch, nicht nur manches kurze Par 4 direkt anzugreifen - sondern den Ball nach gut 300 Metern eben genau dort auf dem Grün stoppen zu lassen, wo es ihm beliebt. Damit holte er sich den Sieg bei der Volvo Match Play Championship vor wenigen Wochen und spielte sich zudem sechs weitere Male in die Top Ten. Nicht nur aufgrund seiner enormen Länge (Nummer drei in Europa) ist er sicherlich auch ein Kandidat für den Ryder Cup im Herbst. Und wenn er auf seiner Homepage zudem weiter so kurzweilig und fesselnd vom Turnierleben erzählt, wird er es wohl schaffen, sein Heimatland noch ein wenig mehr in den Fokus des internationalen Golfbetriebs zu rücken.

9. Paul Lawrie

Sieg in Qatar Anfang Februar, Top Ten in Abu Dhabi, Top Ten beim WGC Matchplay in Arizona, Spieler des Monats Februar, erstmals bester Schotte in der Weltrangliste - Paul Lawrie erlebte in diesem Frühjahr 2012 einen mindestens zweiten Frühling. Im Alter von 43 Jahren war mit einem Comeback des Open-Siegers von 1999 nicht wirklich zu rechnen. Dabei gab es im vergangenen Jahr schon Anzeichen für einen aufstrebenden Paul Lawrie. In Spanien hatte er sich den ersten Sieg auf der European Tour seit neun Jahren erspielt, im Dubai-Finale wurde er Zweiter. Auf dem Weg zum großen Ziel Ryder Cup lässt er sich von fast nichts aufhalten. Derzeit sieht es nach zwei weiteren Top-Drei-Resultaten im Volvo Matchplay und in Wentworth gut aus mit der zweiten Teilnahme am Kontinentalwettkampf nach 1999. Deswegen schiebt Lawrie auch eine nötige Fußoperation weiter vor sich her, verdrängt die Schmerzen und auch das Drängen nach Höhepunkten: Die US Open lässt er aus - das Team Europa schlägt das US-Major im System Lawrie.

8. Justin Rose

Justin Rose war einmal die große englische Nachwuchshoffnung, als Teenager Vierter bei der Open Championship. Ein Versprechen für die Nation, großer Druck für das Talent. Doch früh gewann er erste Turniere auf der European Tour, wechselte später auf die US PGA Tour, gewann dennoch 2007 die Order of Merit der European Tour, wurde die Nummer sechs der Welt - und verschwand plötzlich wieder. Sean Foley holte ihn Ende 2009 aus dem Schlammassel, die ersten Siege auf der US PGA Tour folgten. Richtig nach oben kam er dennoch nicht - bis zum Ende des vergangenen Jahres. Da gewann er nach zuvor schwacher Saison erst die BMW Championship und wurde dann Zweiter beim World Cup in Mission Hills. Diese Form nahm er mit ins neue Jahr: Sieg beim WGC - CA, Achter beim Masters, Zweiter in Wentworth, Führender im Race to Dubai (mit gerade einmal fünf Turnierstarts). Vergangenen Woche war er zudem wieder die Nummer sechs der Welt. England kann wieder hoffen.

7. Tiger Woods

Ach ja: Wie zu alten Zeiten! Er ist zurück! Wie oft man diese Worte in den vergangenen Monaten über Tiger Woods lesen konnte, wiegt seine Turniersiege locker auf. Doch was heißt zurück? Wie gut waren die alten Zeiten? Der große Dominator ist wohl nur in extremen Maßstäben zu bemessen: göttliches Golf oder Amateur-Gehacke. Dass der Tiger seinen Weg zurück an die Weltspitze Schritt für Schritt absolviert, anstatt das Masters oder die US Open mit zwölf Schlägen Vorsprung zu Woods-Festspielen zu verwandeln und die Golfwelt mit einem Mal zurück auf die - aus US-Sicht - Füße zu stellen, damit wollte man irgendwie nicht rechnen. Nun kommt es genau so: Zwei Siege bis Anfang Juni, ein zweiter Platz, dazwischen einzelne Wehwehchen, Rückschläge. Immer wieder ein Schritt zurück, zwei nach vorne. Auf diese Weise hat sich Woods, 36, wieder auf Platz vier der Weltrangliste gespielt. An seinen besten Tagen ist er inzwischen eigentlich wieder unschlagbar. Die Frage ist nun, wie oft er an solchen Tagen auf einem Turnierkurs steht?

6. Jason Dufner

Viele Dinge im Leben erinnern an Ketchupflaschen. Man drückt und drückt, verzweifelt und drückt wieder - und plötzlich landet der halbe Flascheninhalt auf dem Teller. Jason Dufner hat sehr lange gedrückt, manche unken, verhältnismäßig so lange eben, wie er in der Ansprechposition mit seinem Schläger wackelt. Bereits 2004 war der US-Golfer Mitglied auf der PGA Tour. Nach Jahren des Pendelns zwischen Nationwide und PGA Tour kam er seinem ersten Sieg immer näher - doch 2011 scheiterte er noch zweimal im Stechen. Bei der Zurich Classic Ende April reichte es dann endlich - natürlich im Playoff. Und natürlich, nicht einmal einen Monat später, reichte es ein zweites Mal.

DISKUSSION:

Weitere Kandidaten? Wie sieht Ihre Top Ten aus?

golfer sagt dazu:

@Nicht-mehr-Kaymer-Fan Kopf hoch, der Junge macht jetzt den Reifeprozess durch und wird uns nächstes Jahr mit "Glubschaugen" erklären, mehr und ernsthafter Golf zu spielen. Die Medien- und Werbeherrli ...

Diskutieren Sie mit!

In der Weltrangliste schaffte es der inzwischen 35-Jährige damit erstmals in die Top Ten, die FedEx-Wertung führt er an. Doch selbst von dieser großen Ladung Tomatenextrakt lässt sich einer der introvertiertesten Spieler der Tour nicht zu extrovertierten Jubelgesten hinreißen. Vielleicht weiß er aber auch, dass noch viel mehr in der Flasche wartet.


Auf Seite 2: Die Top 5 mit einem Videoboy, einem Aussetzer und einem Sorgenkind.

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RT @ZachJohnsonPGA: @PeterUihlein congrats kid! Well done across the pond. @Titleist @TitleistonTour

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ZachJohnsonPGA
Sun May 19 22:43:18 +0000 2013
VokeyWedges

It's another win for Vokey wedges! Congrats to @mark_andersonsc for your win @WebDotComTour @BMWCharityProAm #InVokeWeTrust

Sun May 19 21:34:40 +0000 2013
VokeyWedges

And it's another win for the TVD-K! Congrats to the winner of the Japan PGA Championship who trusted Vokey SM4 46.08, SM4 52.08, TVD-K 60.

Sun May 19 19:28:11 +0000 2013
Titleist

RT @TitleistonTour: Congratulations to @Titleist brand ambassador and former US Am champ @PeterUihlein. First career @European_Tour win i…

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TitleistonTour
Sun May 19 18:42:27 +0000 2013


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