Pro/Contra
Zeitverschwendung oder Scoreverbesserer: Machen Laser-Entfernungsmesser wirklich immer Sinn?
Laser-Entfernungsmesser - Pro und Contra
Laser-Entfernungsmessgeräte sind beim Golf viel diskutierte Instrumente. Der DGV lässt jetzt die Benutzung solcher Geräte bei Verbandswettspielen zu. Zurecht, sagt Thomas Fischbacher, der Einsatz ist in jeglicher Hinsicht sinnvoll. Eine andere Meinung vertritt dagegen Adrian Kramer.
Zeitverschwendung oder Scoreverbesserer: Machen Laser-Entfernungsmesser wirklich immer Sinn?
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Pro Laser-Entfernungsmesser sind eine Super-Geschichte. Die Mär, sie würden das Spiel langsamer machen, ist schlichtweg falsch. Nach ein paar Tagen Übung ist man in der Lage, die Entfernung in wenigen Sekunden zu bestimmen. Im Gegensatz zu anderen ambitionierten Spielern, die zuerst nach Pflöcken oder Markierungen suchen müssen und dann eventuell noch die Fahnenposition auf der Scorekarte nachschlagen, spart man sogar viel Zeit. Zudem kennt man auf der Runde doch immer wieder das Gefühl, dass ein perfekt getroffener Ball hinter das Grün in den Bunker segelt, weil man sich nicht ganz mit der Distanz auseinandergesetzt hat oder beim Abschätzen ein Fehler unterlaufen ist. Diese frustrierenden Momente werden mit technischer Hilfe seltener. Das spart Zeit und Nerven. Natürlich sollte man nach vier Zehn-Meter-Benzingern in Folge nicht stets noch einmal die Entfernung nachmessen, das würde nerven. Aber: Man lernt durch solche Geräte auch seine Schlagweiten der Annäherungen besser kennen. Das Training auf der Range wird so auch genauer und effektiver. Und mit Wind, Temperaturen oder unterschiedlichen Höhenlagen bleiben Variablen übrig, die dem Golfer ein gewisses Schätzvermögen abverlangen. Ergo: Einsatz frei für technische Hilfe! (tfi) |
Contra Ich will Laser-Entfernungsmesser nicht gänzlich schlecht machen. Wenn Profis oder Spitzenamateure auf den Proberunden und immer wechselnden Kursen jeden nur erdenklichen Punkt abmessen, dann ist das OK. Aber hier sprechen wir von vielleicht fünf Prozent aller Golfer. Für die restlichen 95 Prozent gilt: Bleibt realistisch und schlagt die Kugel nach Augenmaß. Kaum ein Amateur - selbst im niedrigen Handicap-Bereich - kann den Ball bis auf zwei Meter genau spielen. Deshalb macht es keinen Unterschied, ob die Fahne nun auf 176 oder 181 Meter steckt. Es gilt, das Grün zu treffen. Und die Entfernung dahin abzuschätzen, ist wirklich ein Klacks. Gerade dank der zahlreichen Hilfen auf und neben den Fairways. Bereits auf dem Weg zum Ball wird eine Schätzung abgegeben, ein Blick auf die Entfernungsstäbe gibt Bestätigung. Die Fahnenposition - im Heimatclub kennt man sie ohnehin auswendig - wird geschätzt (zehn bis 15 Meter vom Grünanfang sind immer ein guter Anhaltspunkt) und dem Schläger vertraut. Natürlich gibt es nach verzogenen Abschlägen Situationen, in denen eine Laser-Entfernungsmesser hilfreich ist. Einen zu besitzen macht also Sinn, ihn ständig zu benutzen, nicht! Augenmaß und einfache Mathematik haben mich noch nie im Stich gelassen. (adk) |
DISKUSSION:
Was halten Sie von Laser-Entfernungsmessern? Zeitverschwendung oder Scoreverbesserer?
Dieter Sprengel sagt dazu:Diskutieren Sie mit!Entfernungsmesser gleich welcher Technik sind nur dann sinvoll, wenn man die gemessene Entfernung auch schlagen kann. Die Golfpartner, die man immer wieder auf allen Plätzen antrifft und hantieren sie ...
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