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Dubai, VAE: Der Desert Swing geht bei der Dubai Desert Classic zu Ende. Im Emirates GC geht es für Martin Kaymer und Marcel Siem um einen guten Wüstenabschluss. Es wartet ein starkes Feld, aus dem Alvaro Quiros als Titelverteidiger und Experte des Emirats Dubai heraussticht.

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Es könnte für manchen Begleiter des Tour-Betriebs auf den ersten Blick ein wenig verwunderlich wirken, dass Martin Kaymer und Alvaro Quiros eine sehr enge Freundschaft verbindet. Der Deutsche gilt, eigentlich entgegen seinem Naturell, bei vielen ausländischen Beobachtern als "german machine", als - zumeist - fehlerfreies Golf-Uhrwerk, das in der Tradition Bernhard Langers nüchtern seine Erfolg plant.



Der Spanier hingegen ist einer der verrückten Vögel der European Tour, lustig, schräg und lässig. Und auch wenn Gegensätze anziehende Wirkung haben sollen - so wenig Kaymer zuletzt solide und konstant einer Maschine gleich Erfolge feiern konnte, so wenig ist sein zurückhaltendes Auftreten in der Öffentlichkeit ein Ausweis dafür, dass er privat und in der deutsch-spanischen Freundschaft immer den ruhigen Part gibt.

Vor der Omega Dubai Desert Classic, dem dritten und letzten Turnier des Desert Swings, an diesem Wochenende, wäre Kaymer, 27, jedoch geraten, seinem zwei Jahre älteren Kumpel gut zuzuhören. Denn Quiros gilt spätestens seit seinem Sieg im Dubai-Finale vor zwei Monaten als inoffizieller Golf-Scheich von Dubai, als oberster Experte des Emirats. Der Triumph im Finalturnier des Race to Dubai war sein zweiter Titel im Jahr 2011, der zweite in der Wüste, nachdem er bereits die Dubai Desert Classic für sich entschieden hatte. "Quiros liebäugelt mit einem Hattrick", darf die Presse also schreiben.

Weltrangliste 2012 - Veränderungen in der 6. Woche

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Die Finalrunde 2011 mit einem Hole-in-One soll ihm dabei "eine Inspiration" sein. "Ich fühle mich nicht wohl mit meinem Spiel", sagt er zwar. "Aber hier ist hoffentlich der Ort, wo ich alles zusammenbringen kann." Zusammengebracht hat der Veranstalter in jedem Fall wieder einmal ein sehr vorzeigbares Feld. Im vergangenen Jahr hielt Quiros Rory McIlroy, Lee Westwood und Tiger Woods auf Distanz, in dieser Woche ersetzt Kaymer den US-Amerikaner. Damit sind die Nummer zwei, drei und vier der Welt auf dem Majlis Kurs unterwegs, neben 2,5 Millionen US-Dollar warten also auch jede Menge Weltranglisten-Punkte.

Kaymer hatte sich nach seinem Fehlstart in Abu Dhabi zuletzt in Katar wieder in starker Verfassung gezeigt ("sehr gutes Golf, Selbstvertrauen gewonnen"), der Wüstenausflug könnte mit einem weiteren Top-Resultat doch noch eine erfolgreiches Fazit destillieren. "Ich freue mich riesig auf die Woche und wenn es so läuft wie in Katar, kann ich ganz vorne mitspielen." Im Anschluss geht es in die lange Vorbereitung auf das Masters, in der bis Anfang April lediglich zwei Turniere (immerhin aber WGCs) anstehen. Einen Kommentar über den Platz gab Kaymer schon vor Beginn des Turniers ab.

Siem will drittes gutes Ergebnis 2012
Für Marcel Siem könnte es noch erfreulicher ausgehen. Nach Platz 35 auf dem ungeliebten Kurs im Abu Dhabi GC, reichte es beim Qatar Maters für Position zwölf. Die lange Winterpause scheint Siem sehr gut getan zu haben, erstmals seit langer Zeit sichert er sich schon früh in der Saison wichtige Resultate. Nun wartet wie in Katar ein aus einer Sicht ähnlich angenehmer Kurs im Emirates Golf Club. 2004 holte er hier mit Rang fünf sein bislang bestes Wüstenergebnis. Kann er die Tendenz bestätigen, wird er vielleicht erstmals auch zum Saisonende den Flieger nach Dubai besteigen können.

Während Siem das Turnier um 7.10 Uhr am Donnerstagmorgen im ersten Flight eröffnen wird, geht Martin Kaymer mehr als fünf Stunden später mit Miguel Angel Jiménez und Peter Hanson auf die Runde. Kumpel Quiros startet an der Seite von McIlroy und Abu-Dhabi-Sieger Robert Rock schon im Flight zuvor. Erfolgsgeschichten vom Dubai-Experten wird sich Kaymer also schon vor der Runde erzählen lassen müssen.

fpf





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