In the Bag: Kyle Stanley
Vom Drama zum Happy-End: Die vergangenen beiden Wochen aus dem Leben von Kyle Stanley reichen aus, um daraus einen Hollywood-Streifen zu drehen. Wir werfen einen Blick in die Tasche des Titleist-Spielers.
Überglücklich und schwer erleichtert sah Kyle Stanley aus, als er auf dem Platz des TPC Scottsdale mit dem Siegerpokal aus Glas posieren durfte. Es war ein Bild, das noch vor einer Woche nur schwer vorzustellen war. Zu bitter verlief das Finale der Farmers Insurance Open für Stanley. Er wurde zum großen Verlierer von Torrey Pines, indem er mit Pech und Ungeschick innerhalb nur weniger Minuten den ersten PGA-Tour-Titel seiner Karriere hergegeben hatte.
Bei der Siegerehrung flossen nach der Niederlage die Tränen. Brandt Snedeker, Turniersieger in Kalifornien, überstand vor einiger Zeit schon eine ähnliche Situation und hatte Mitleid mit seinem Kontrahenten. "Mein Herz ist bei Kyle. Ich kann mit ihm fühlen", sagte er bei der Pokalübergabe.
Und nicht nur Snedeker spendete Trost - unzählige Mitleidsbekundungen aus dem Umfeld und der Golfszene brachten ihm im Laufe der Woche wieder neue Motivation.
Vom Pechvogel zum Überflieger
Der Unglücksvogel reiste nach Scottsdale und versuchte sich bei der Phoenix Open. Und Stanley spielte erneut sehr solide. Mit acht Schlägen Rückstand ging er von Position fünf in die Finalrunde des Turniers – dann bekam die Geschichte um den Amerikaner Hollywood-Format.
In der Vorwoche noch als klarer Spitzenreiter gescheitert, blühte Stanley in der Position des Verfolgers plötzlich auf. Eine 65, sechs Schläge unter Par, stand am Sonntag auf der Karte. Sechs Birdies, keine Bogeys, 16 getroffene Grüns waren die wichtigsten Eckdaten seiner Finalrunde.
Weltrangliste 2012 - Veränderungen in der 6. Woche
Mithalten konnte am Ende keiner mehr. Nur eine Woche nach dem Fiasko von Torrey Pines gewann Stanley sein erstes Turnier auf der PGA Tour, erhielt dafür einen Scheck über eine Million US-Dollar und darf zudem beim Masters Tournament dabei sein.
"Ich weiß nicht, was ich sagen soll", erklärte er auf der Pressekonferenz. "Es war einfach eine tolle Woche. Man kommt von einem absoluten Tiefpunkt zu einem Höhepunkt. Ich hatte nicht erwartet, mich so schnell zu erholen. Aber ich nehme es gerne mit."
Erst auf dem 17. Grün hatte er realisiert, dass er auch in dieser Woche ganz oben mitspielen kann. Dieses Mal allerdings konnte er die Nervosität besser kontrollieren. "Es war ein wenig einfacher, das Ganze von hinten anzugehen. Wenn man eine dicke Führung hat, ist es menschlich, diese auch verteidigen zu wollen und demnach konservativer zu spielen. Für mich was es besser, aggressiv agieren zu müssen und auf Birdies zu gehen."
Im Bag des 24-Jährigen befinden sich ausschließlich Schläger der Firma Titleist.
- Driver: Titleist 910D3 (8.5 Grad, Schaft: Mitsubishi Diamana Kaili 70X)
- Fairwayholz: Titleist 910Fd Holz 3 (13,5 Grad, Schaft: Mitsubishi Fubuki 83X)
- Eisen (2-PW): Titleist 503i Eisen 2; MB712 Eisen 4-PW (Schaft: Project X 6.5)
- Wedges: Vokey Design (52, 56 und 60 Grad, Schaft: TT Dynamic Gold S-400)
- Putter: Scotty Cameron Timeless (GSS)
- Ball: Titleist Pro V1x
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