European Tour

Alle Deutschen in den Top 30

 
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Doha, Katar: Bei dem auf 54 Löcher verkürzten Qatar Masters haben sowohl Marcel Siem als auch Martin Kaymer noch die Chance auf den Titel in der Wüste. Alex Cejka liegt auf dem 26. Rang. Die Führung hat Paul Lawrie übernommen.

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Alle drei Deutschen sind vor der Finalrunde des Qatar Masters in den Top 25, Martin Kaymer und Marcel Siem haben sogar noch die Chance auf den Titel beim zweiten European Tour Stop in der Wüste der Arabischen Emirate. Kaymer hat zwar bereits fünf Schläge Rückstand auf den führenden Paul Lawrie, doch abschreiben sollte man die Nummer vier der Welt noch lange nicht. "Wenn ich die Par 5s aggressiv spiele und auch die einfachen Löcher zu meinem Vorteil nutzen kann, habe ich noch eine Chance", sagte Kaymer nach der Runde. Auf der Scorekarte der zweiten Runde des Deutschen finden sich lediglich zwei Birdies bei 16 Pars. "Ich habe zu viele Chancen ausgelassen. Gerade auf den kurzen Par 4s und den Par 5-Bahnen habe ich einige Schläge liegen gelassen." Mit einem Gesamtergebnis von drei unter Par geht Kaymer in den Sonntag und wünscht sich nur eins: "Starken Wind." Dann würde das Leaderboard noch einmal richtig durchgemischt werden und die Chancen von Kaymer auf den Titel steigen.



Cejka und Siem komplettieren das erfolgreiche deutsche Trio
Siem hat nach 36 gespielten Löchern die etwas bessere Ausgangsposition. Mit vier unter Par hat er nur vier Schläge Rückstand und bewies am Samstag, dass er auf dem Doha GC durchaus ein niedriges Ergebnis spielen kann; wenn da nicht die Ausrutscher wären. "Beim Einschlagen auf der Range habe ich gar nichts getroffen, aber ab dem ersten Tee lief es dann richtig gut." Auf den Löchern zehn bis 18 gelangen Siem sechs Birdies, leider musste er aber ein ärgerliches Doppelbogey auf der 14 notieren. "Das war einfach dumm. Ich lag vier Meter neben der Fahne im Rough und brauche Chip und drei Putts." Die vordere Halbrunde lag ihm in Runde zwei nicht so gut und besonders mit Loch neun kommt er in dieser Woche bislang überhaupt nicht zurecht. Auf dem 580 Meter langen Par 5 verlor er an den ersten beiden Tagen jeweils einen Schlag und fiel mit dem Bogey am Samstag auf den siebten Rang zurück. "Ich bin froh, dass ich die Runde nach der 14 noch drehen konnte, das hätte früher auch schnell in die andere Richtung gehen können."

Dem dritten Deutsche im Turnier, Alex Cejka, gelang am Moving Day ein Sprung von 26 Plätzen auf dem Leaderboard. Mit 69 Schlägen, -3, verbesserte sich Cejka auf ein Gesamtergebnis von zwei unter Par und damit den geteilten 26. Platz. Besonders auf den Grüns kam er deutlich besser zurecht. Sechs Schläge sparte er sich hier im Vergleich zum Donnerstag, als er seine erste Runde gespielt hatte.

Qatar Masters 2012 - Der Sonntag

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Lawrie führt vor Colsaerts
An der Spitze hat sich vor der Finalrunde der Schotte Paul Lawrie festgesetzt. Er ist es aus seiner Heimat gewohnt, bei starkem Wind zu spielen und hat damit keine Probleme, ganz im Gegenteil: "Ich liebe die flachen Punches ins Grün." Ausschlaggebend für seine Chance auf den Titel ist aber nach eigener Aussage die deutlich bessere Leistung mit dem Putter. "Es [das Putten] ist kein Vergleich zu den vergangenen beiden Jahren, als ich einfach keinen Ball ins Loch gebracht habe", freute er sich nach der Runde über die gerade einmal 27 Schläge mit dem kürzesten Schläger im Bag. Etwas frustriert war er aber ob des dummen Fehlers auf der Zehn. Beim Zurücksetzen des Balls auf dem Grün fiel ihm dieser aus der Hand und traf die Markierungsmünze. "Weil ich nicht 100 prozentig sicher war, ob sie sich bewegt hat, musste ich einen Strafschlag hinnehmen." Besonders ärgerlich: Das passierte ihm jetzt bereits zum zweiten Mal in zwei Wochen. "In meiner ganzen Karriere ist mir das zuvor noch nie geschehen."

Einen Schlag hinter Lawrie liegt Nicolas Colsaerts auf dem alleinigen zweiten Rang. Der belgische Longhitter nutzte seine Winterpause, um körperlich besser in Form zu kommen. Anscheinend hat sich das Training ausgezahlt. Bereits beim Tournament of Champions Anfang Januar hatte er um den Sieg mitgespielt und am Sonntag hat er erneut die Chance, sich für das Siegerturnier im nächsten Jahr zu qualifizieren. "Ich mag die Plätze in der Wüste und mein Spiel vom Abschlag bis zum Grün ist hervorragend." Lediglich rund ums Loch könnte er noch einige Schläge sparen. 33 Putts in Runde eins und 32 am zweiten Tag sind für einen Profi, der um den Sieg mitspielen will, eigentlich zu viel. An den ersten Tagen konnte der Belgier dies allerdings noch mit seinen vielen getroffenen Grüns ausgleichen.


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