Frostiger Start in der Wüste
Phoenix, Arizona: Runde eins der Phoenix Open musste aufgrund der einbrechenden Dunkelheit führzeitig beendet werden. Nach dem Donnerstag übernimmt Ryan Palmer die Führung bei sieben unter Par, einen Schlag vor Webb Simpson. Mickelson und Johnson bei -3.
Der TPC Scottsdale liegt in einer natürlichen Senke, in der sich die kalte Luft der Nacht sammelt und die Temperatur auf dem Platz um einige Grad senkt. Das reichte zum Auftakt der Waste Management Phoenix Open bereits, um das Turnier eine Stunde später beginnen zu lassen. Der Grund war Morgenfrost im Boden. "Zum Glück habe ich meine Winterhandschuhe mitgenommen", scherzte Ian Poulter über die Temperaturen in der Wüste Arizonas. Geholfen hat es dem Engländer bisher noch nicht: Mit einem Zwischenergebnis von Even Par nach 15 gespielten Löchern rangiert er aktuell auf dem geteilten 69. Platz. Poulter gehört zu den 42 Spielern, die ihre erste Runde frühzeitig beenden mussten. Die Verantwortlichen brachen den Spielbetrieb um 20.06 Uhr Ortszeit wegen Dunkelheit ab.
Punktlandung vor Einbruch der Nacht
"Auf den letzten drei Löchern hat man gemerkt, wie es immer dunkler wurde und ich war mir sicher, dass ich am Freitagmorgen meine Runde beenden muss", sagte Ryan Palmer. "Und mein letzter Putt war dann auch in der absoluten Finsternis, aber ich bin froh, dass ich den morgigen Tag regulär beginnen kann und nicht für ein oder zwei Schläge zurück auf den Platz muss." Der Amerikaner begann auf dem zehnten Loch und blieb 15 Löcher lang bogeyfrei - bei acht Birdies - bevor er auf der Sieben das Grün verfehlte und den einzigen Schlagverlust des Tages notierte. Mit 64 Schlägen hat Palmer damit die Führung zum Ende des Donnerstags inne, muss aber auf einige Spieler warten, die am Freitagmorgen auf den Platz zurückkehren.
Die Führung nach Runde eins ist noch offen
Dazu gehört auch Bubba Watson, der nach 15 gespielten Löchern am ersten Tag bei einem Ergebnis von fünf unter Par liegt. Den Freitag beginnt der Linkshänder direkt auf dem "Partyloch" Nummer 16 vor Tausenden von Fans und könnte mit zwei Birdies zu Palmer aufschließen. Diese Chancen haben auch noch Spencer Levin (-5 nach 15) und Jason Dufner (-5 nach 13).
Direkt hinter Palmer beendete Webb Simpson seine erste Runde mit 65 Schlägen. Der Zweitplatzierte der Geldrangliste 2011 traf zwar nicht einmal die Hälfte der Fairways vom Abschlag, hatte aber anscheinend keine Probleme mit dem Sand neben den Spielbahnen: Gute 83 Prozent Grüns "in regulation" zeugen vom hervorragenden Eisenspiel des 26-Jährigen.
WM Phoenix Open 2012 - Der Sonntag
Die beiden Publikumslieblinge Phil Mickelson und Dustin Johnson konnten ihre Runden ebenfalls regulär beenden und liegen auf dem geteilten 19. Platz bei drei unter Par. Johnson verlor auf seinem letzten Loch noch einen Schlag, nachdem er das Grün verfehlte und den Parputt aus zwei Metern am Loch vorbeischob. Bei Mickelson war das Problem einmal mehr die fehlende Präzision vom Abschlag. Er traf nur die Hälfte der Spielbahnen und konnte auch die Grüns nur mit jedem zweiten Versuch erreichen. Ein Feldreporter der PGA Tour war aber dennoch beeindruckt vom Lefty: "Er puttete wie ein junger Gott. Wenn er sein langes Spiel nur etwas in den Griff bekommt, könnte er ein richtig niedriges Ergebnis schießen." Zwölf Ein-Putts des Amerikaners unterstreichen seine Stärke auf den Grüns.
adk
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