Desaster am Schlussloch
Kyle Stanley fabriziert am Schlussloch von Torrey Pines ein Triple-Bogey und reiht sich in die Katastrophen-Hitliste ein. Rory McIlroy setzt auf seine Fitness und Showman Justin Timberlake heuert offiziell bei Schlägerschmiede Callaway an.
Die Niederlage von Kyle Stanley bei der Farmers Insurance Open war wirklich herzzerreißend. Und sie dürfte in die Annalen der größten Niederlagen eingehen. Nach einem perfekten Abschlag, der nach 270 Metern auf dem Fairway zum Liegen kam, hatte der junge Amerikaner noch knapp 220 Meter zur Fahne des Par 5. Außerdem hatte er drei Schläge Vorsprung auf den späteren Sieger Brandt Snedeker. Doch dann begann das Drama. Stanley legte vor und pitchte mit dem dritten Schlag hinter die Fahne - doch der Ball bekam zu viel Spin und rollte vom Grün über den kurz rasierten Abhang bis ins Wasser. Nach dem Drop spielte Stanley den Ball an die hintere Grünkante und kassierte im Anschluss einen Drei-Putt. Das Ergebnis: Eine 8, ein Triple-Bogey. Vergleichbare Katastrophen auf dem letzten Loch waren Jean Van de Velde und sein Doppel-Bogey bei der Open Championship im Jahr 1999 oder auch Robert Garrigus verzogener Drive bei der St. Jude Classic 2010. Kommentar Snedeker: "Mein Herz ist bei Kyle. Ich kann mit ihm fühlen." Und wie er das kann. Bei der BMW Championship 2009 fabrizierte er einen unglaublichen 4-Putt, der ihn in der Summe rund 400.000 Dollar sowie Einladungen für das Masters, die Open und US Open kostete.
Justin Timberlake ist bei Callaway Golf neuerdings mit für das Marketing verantwortlich. Bereits im Dezember agierte er in der Position des Creative Directors für einen Werbespot des Schlägerherstellers in Las Vegas. Nun wurde der weltbekannte Sänger und Schauspieler, der ein Single-Handicap spielt und einen eigenen Golfplatz besitzt, offiziell als Callaways Mann für das Kreative vorgestellt. "Wir wollten ein Statement setzen, das mehr nach Rock 'n' Roll klingt", erklärte Timberlake die aktuelle Werbung, die am Strip von Las Vegas inszeniert wurde. Ein weiterer Schritt: In diesem Jahr möchte das in Carlsbad ansässige Unternehmen seine Werbeausgaben um 25 Millionen Dollar erhöhen.
Welcher Kollaps eines Golfers ist Ihnen noch besonders stark im Gedächtnis geblieben?
Matthias sagt dazu:Diskutieren Sie mit!In der Tat hilft lesen, würde ich Ihnen auch empfehlen. Im Artikel stehtMcIlroy hatte Sand vom Grün gefegtUnd das dürfte er. Er hat Sand vom Vorgrün gefegt ...
Die erst 14 Jahre junge Amateurin Lydia Ko hat die Women’s New South Wales Open mit vier Schlägen Vorsprung auf die ärgste Verfolgerin gewonnen. Damit ist die Neuseeländerin mit koreanischen Wurzeln die jüngste Golferin, die jemals ein Turnier bei den Profis für sich entscheiden konnte. Im Feld waren unter anderem Laura Davie, Becky Morgan und Melissa Reid. "Ich freue mich sehr, Geschichte zu schreiben. Es ist wie ein Wunder", sagte Ko, die Mitte April 15 Jahre alt wird. Bereits im Jahr zuvor hatte Ko bei diesem Profi-Event beinahe gesiegt, verlor aber schließlich mit einem Schlag gegen Caroline Hedwall.
Rory McIlroy ist zum Fitness-Freak mutiert. "Ich habe wirklich sehr hart im Gym trainiert", erklärte der "Celtic Tiger" im Vorfeld der Abu Dhabi Golf Championship. Dank des Programms seines englischen Fitness-Gurus Dr. Steve McGregor hat der Nordire einiges an Muskelmasse aufgebaut und sogar Freude am harten Workout gefunden. "Ich habe im vergangenen Jahr damit begonnen. Mittlerweile bin ich voll dabei und genieße es. Ich fühle mich um einiges kraftvoller, und es hat meinem Spiel definitiv gut getan. Ich bin nahezu jeden Tag im Studio", so McIlroy über das golfspezifische Training. Auch McIlroys Schwung-Coach Michael Bannon ist zuversichtlich und zieht einen Vergleich: wie "neue Reifen auf dem Auto" sei der Körper seines talentieren Schützlings. Ziel ist übrigens nicht ein dicker Bizeps, sondern mehr Kraft für eine maximale Schlägerkopfgeschwindigkeit und eine erhöhte Stabilität im Unterkörper.
McIlroy, Part II: Doch nicht nur äußerlich wird der junge US Open-Champion erwachsener. Nun folgt auch die akademische Ehrung. Wegen seines Major-Erfolgs wird der 22-Jährige von der University of Ulster mit dem Titel "Doctor of Science" ausgezeichnet. Damit steigt McIlroy in die Fußstapfen von Graeme McDowell (US Open 2010) und Darren Clarke (2002), denen in den Jahren zuvor akademische Ehrungen zuteil wurden.
Und schließlich, McIlroy, Part III: Die Jugend blitzt ab und an dennoch durch. In Runde zwei von Abu Dhabi kassierte McIlroy zwei Strafschläge für Missachtung von Regel 13-2. McIlroy hatte Sand vom Grün gefegt, obwohl er nicht am Grün lag. Trotz der 72 gab sich der Youngster zuversichtlich: "Ich war nicht wirklich verärgert. Mann muss einfach darüber lachen und versuchen, die Schläge wieder aufzuholen." Am Ende fehlte ihm jedoch genau ein Zähler auf den Sieger Robert Rock.
Sergio Garcia gelang auf dem Abu Dhabi GC das erste Hole-in-one. Mit einem 7er Eisen lochte er seinen Ball auf der Zwölf aus 186 Yards zum Ass ein. Der Preis für den Superschlag? Einen Aufenthalt in einer Suite im Emirates Palace für drei Tage. Allerdings gilt die Einladung lebenslang - jeweils pro Jahr. Im Verlauf des Turniers notierten auch noch Jose Manuel Lara und Graeme McDowell jeweils ein Hole-in-one.
Dem Nordiren McDowell, der Platz drei belegte, schien am Finaltag das Glück besonders hold zu sein. Auf der 18 traf er seine Annäherung aus dem Sand den Ball äußerst dünn, doch die Kugel knallte gegen die Bande und blieb neben der Fahne liegen. Auch so kann man ein Birdie machen! Hier gibt es ein Video des Zauberschlags, der den US Open-Champion von 2010 in der Endabrechnung auf Rang drei brachte.
Weltrangliste 2012 - Veränderungen in der 5. Woche
Nette Anekdote: Eine junge Journalistin, anscheinend neu im Golf-Business, sprach im Vorfeld der Abu Dhabi Golf Championship einen der Spieler an und bat ihn, ein wenig von seinem Spiel zu erzählen. Danach wollte sie noch seinen Namen wissen. Die Antwort lautete: Tiger Woods.
Robert Karlsson hält sich seit der Nedbank Challenge mit Yoga fit. Der 42-Jährige kommentierte sein neues Hobby wie folgt: "Nach 20 Jahren auf der Tour muss ich deutlich härter arbeiten, um geschmeidig, beweglich und frei von Beschwerden zu bleiben."
Thomas Levet musste seine Teilnahme in Abu Dhabi absagen, nachdem in den Emiraten diagnostiziert worden war, dass sich der Franzose beim Volvo Champions in Südafrika eine Rippe gebrochen hatte. Levet war nach der zweiten Runden auf einer Treppe ausgerutscht. Verletzungspech hatte der stets bestens gelaunte Franzose bereits in der Saison 2011: Nach seinem Sieg bei der Open de France hatte sich beim Sprung in den Teich das Schienbein gebrochen.
Darren Clarke hat seinem Caddie John Mulrooney, 42, den Laufpass gegeben. Der Nordire gewann mit Mulrooney die Open, ist seitdem aber in einem Formtief. In Abu Dhabi trennte er sich nach Scores von 72 und 81 von seinem Taschenträger, der seit der Iberdrola Open 2011 an seiner Seit war. tsz
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