European Tour

Rock besteht Tiger-Prüfung

 
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Abu Dhabi, VAE: Robert Rock hat die Abu Dhabi Golf Championship 2012 gewonnen. Der Engländer behält im Schlussflight mit Tiger Woods die Nerven und sichert sich den zweiten European Tour-Titel seiner Laufbahn. Rory McIlroy landet auf Platz zwei, Woods wird geteilter Dritter. Marcel Siem macht Boden gut.

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Es ist noch keine zehn Jahre her, als Robert Rock noch als Playing Pro in einem englischen Club arbeitete, Bälle und Handschuhe im Pro-Shop verkaufte und ab und an eine Trainerstunde gab. Eine European Tour-Karte besaß er damals natürlich nicht. Im Fernsehen verfolgte er, wie Tiger Woods in dieser Zeit Major um Major gewann. "Er ist für uns alle ein Vorbild", sagt Rock heute über den 14-fachen Major-Gewinner und fügt hinzu: "Niemand hat je besser Golf gespielt als er."



In der letzten Runde der Abu Dhabi Golf Championship hatte der Engländer die Möglichkeit, Woods' Jahrhundertschwung näher zu begutachten. Schlaggleich ging er mit seinem Idol im letzten Flight auf die Runde. Nicht in "einer Million Jahren" hätte es Rock für möglich gehalten, je in so eine Situation zu kommen. Doch sie war real. Woods hatte sich wie üblich das warnende rote Sonntagsoutfit übergestreift. Schon viele Spieler scheiterten ob Woods Anwesenheit an ihren Nerven.

Nicht so Robert Rock. Woods hatte schon nach drei Löchern zwei Birdies auf der Karte, doch der 34-Jährige konnte nachlegen. Nach sechs Löchern hatte sich das Blatt gewendet. Auf einmal war es Rock, der das Geschehen bestimmte. Während Woods Fehler unterliefen, zog er auf drei Schläge davon. Es war erstaunlich, welche Gelassenheit er zumindest nach außen hin ausstrahlte. Er witzelte mit seinem Caddie und schenkte seinem prominenten Mitstreiter kaum Beachtung.

Abu Dhabi Golf Championship 2012 - Runde 4

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Zittern auf der 18
Der BMW-Italian-Open-Sieger des Jahres 2011 war bis zum Ende der konstanteste Spieler am Finaltag der Abu Dhabi Golf Championship. Den Vorsprung, den er sich früh erarbeitet hatte, gab er nicht mehr her. Zwar hatte der Engländer auf der 18 noch eine brenzlige Situation zu überstehen, als sein Drive ins Wasserhinderniss neben der rechten Fairwayseite flog, doch Rock rettete das siegbringende Bogey ins Ziel.

Mit insgesamt 275 Schlägen gewinnt er das Turnier mit einem Schlag vor Rory McIlroy (69 Schläge am Sonntag) und erhält dafür knapp 350.000 Euro an Preisgeld.

"Ich war sehr nervös, aber überraschend gut", stellte er ungläubig fest. "Es ist ein unglaublicher Sieg und ich hätte niemals gedacht, dass so etwas möglich ist. Mit Tiger zu spielen war fantastisch. Er ist ein super Typ."

Woods selbst zeigte sich nicht in der Form der vergangenen Tage und schließt zusammen mit Thomas Björn und Graeme McDowell als geteilter Dritter ab.

McDowell mit Glückssträhne
Letzterem gelang dabei der spektakulärste Auftritt. Der US-Open-Gewinner des Jahres 2010 begann seinen Lauf auf den Back Nine mit einem Hole-in-One auf der zwölften Bahn, auf der zuvor schon Sergio Garcia und José Manuel Lara mit dem ersten Schlag eingelocht hatten. Es folgte ein Chip-In aus kurzer Distanz auf der 13 und auch auf der 18 hatte der Nordire das Glück auf seiner Seite.

Die Annäherung auf dem abschließenden Par 5 mit dem signifikanten Falken-Clubhaus im Hintergrund wäre wohl 20 Meter über das Grün hinaus geflogen. Doch stattdessen prallte der Ball frontal gegen die Bande der aufgestellten Tribüne, von dort wieder aufs Grün und rollte fast tot an die Fahne. Durch die zwei Birdies zum Abschluß – McDowell hatte auch auf der 17 einen Schlag gut gemacht – schob er sich um acht Plätze nach oben.

Siem "ganz zufrieden"
Für Marcel Siem endete das Turnier erfreulich. Der letzte verbliebene Deutsche im Feld notierte am Sonntag seine beste Runde des Turniers. 69 Schläge (-3), resultierend aus sechs Birdies bei drei Schlagverlusten, bringen Siem bis auf den 35. Rang nach vorne.

"Ich bin ganz zufrieden", bilanzierte er gegenüber Golf.de seinen Auftakt in die Saison. "Bis auf meine Drives war mein Spiel relativ solide. Es ist ein schöner Start in die Saison. Jetzt werde ich mit Günter (Kessler, Siems Trainer, d. Red.) telefonieren und besprechen, wie ich meine Abschläge in den Griff bekomme. Drei Tage sollten reichen, um in Katar dann angreifen zu können."

Auch Martin Kaymer und Alex Cejka, die den Cut im Emirat verpast hatten, stehen bei der zweiten Station des Desert-Swings auf der Entry List. Auf ein Neues in Katar!

tfi





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