Haney schreibt Buch über Woods
Tiger Woods wird ab März lesen können, wie sein Ex-Trainer die sechs Jahre an seiner Seite bewertet. Hank Haney will dann ein "faires" Buch vorlegen. Größere Probleme hat Padraig Harrington. Bernd Ritthammer bleibt indes locker und tritt an diesem Wochenende in Südafrika an.
Wer Frauengeschichten will, wird sie nicht bekommen. Jede Menge spannenden Stoff wird "The Big Miss" dennoch präsentieren können. Hank Haney war sechs Jahre Schwungcoach von Tiger Woods, dreieinhalb Monate verbrachte er jährlich an der Seite des damaligen Überfliegers. Da kommt einiges zusammen.
Das dachte sich auch Haney, der Ende März nun die Öffentlichkeit an seinem Blickwinkel "aus der ersten Reihe der Golf-Geschichte" teilhaben lässt. "Es [das Buch] wird aufzeigen, was ich mitgemacht habe, mit was ich es zu tun hatte, wie meine Arbeit als Coach aussah und was ich beobachten konnte."
Er wolle dabei "fair und ehrlich" vorgehen, der Titel beziehe sich auf die vielen Möglichkeiten, die beide zusammen verpasst hätten. "Jeder, der täglich Zeuge eines derart großen Talents ist, will diese Erfahrungen weitergeben. 'The Big Miss’ ist meine Möglichkeit, die Beobachtungen zu teilen."
Weltrangliste 2012 - Veränderungen in der 2. Woche
Die Veröffentlichung eine Woche vor dem Masters wird das Aufmerksamkeitsmaschinerie um Woods weiter antreiben, Augusta wird auch 2012 kein Entspannungsevent für die ehemalige Nummer eins. Nicht, dass er das nicht gewohnt wäre - was sicherlich auch bei Haney nachzulesen ist.
Zuvor wird Woods jedoch erstmals seit 2002 wieder beim AT&T Pebble Beach National Pro-Am Anfang Februar aufteen. "Ich freue mich, meine PGA Saison dort zu starten, ich habe gute Erinnerungen an das Turnier. Es wird ein Spaß sein, zurück zu kommen." Mit welchem Amateur Woods an den Start gehen wird, in Pebble Beach sind unzählige Berühmtheiten am Start, ist noch nicht geklärt. Seine Saison beginnt Woods bei der Abu Dhabi Championship Ende Januar.
Um seine Person gibt es deutlich weniger Rummel, dennoch dürfte für Bernd Ritthammer vieles neu sein als Rookie auf der European Tour. Zum Auftakt reichte es nicht fürs Wochenende bei der Africa Open, in dieser Woche soll es in Johannesburg besser klappen. "Dass ich in diesem Jahr den ein oder anderen Cut verpassen werde, war mir vorher auch schon klar. Ich lasse mich nicht aus der Ruhe bringen und werde die nächsten Tage konsequent trainieren", sagte er Golf.de. "Nach drei Wochen Pause ist auch die Turnierroutine noch nicht wieder da." Der 24-Jährige weiß um weit größere Probleme anderer Neulinge. Martin Kaymer verpasste als Rookie seine ersten fünf Cuts auf der European Tour.
Die Irish Open kehren 2012 nach Royal Portrush zurück. Eine gute Nachricht vor allem für Padraig Harrington, Darren Clarke and Graeme McDowell: Die Portrush-Mitglieder freuen sich auf den Heimvorteil. Ende Juni geht es nach mehr als 60 Jahren wieder an die Küste Nordirlands zum exquisiten Linksgolfen.
Vielleicht findet auch Harrington bis dahin seine Form wieder. Der mehrfache Major-Sieger braucht dringend gute Ergebnisse, um seine Ryder-Cup-Serie auszubauen. Ein Start im Herbst wäre sein siebter in Folge, derzeit sieht es aber gar nicht danach aus. "Ich habe mich offensichtlich in eine prekäre Situation manövriert", sagt der Ire nach seiner schlechtesten Profi-Saison. Harrington, 40, ist nur noch die Nummer 85 der Welt, die großen Turniere finden nach jetzigem Stand ohne ihn statt. So wird es auch mit dem Team Europa nur schwerlich etwas, eine Wild Card von Kapitän José María Olazábal hat er wohl nicht zu erwarten. Deswegen will, beziehungsweise muss er Gas geben. Ab Mitte Januar wird er erst einmal jede Woche aufteen, um es doch noch in die Frühjahr-WGCs zu schaffen.
Auch für viele andere ist der Urlaub vorbei. Dennoch heißt es nicht, dass sie gleich wieder am Tee stehen. Für zwei Spieler endete die weitgehend der Erholung dienende Zeit zum Jahreswechsel unschön. Paul Casey verbrachte die turnierfreie Zeit beim Wintersport in Colorado und stellte sich dabei offenbar nicht besonders geschickt an. Der Engländer kugelte sich die Schulter aus und wird zumindest zwei Monate lang bei keinem Turnier dabei sein können.
US-Kollege Lucas Glover ging in seiner freien Zeit ebenfalls einem sportlichen Hobby nach. Der ehemalige US Open-Gewinner war im Vorfeld des Tournament of Champions mit dem Paddelboot vor Maui unterwegs, verlor jedoch das Gleichgewicht und stürzte ins Wasser. So weit, so harmlos. Jedoch klemmte sich der Fuß des Amerikaners an der Kante des Bootes fest. "Mein Körper und mein Knie haben sich in unterschiedliche Richtungen bewegt", erklärte Glover den Vorfall. Eine Kreuzbanddehnung wurde diagnostiziert. Den Start für den Season-Opener musste er absagen, zu groß waren die Schmerzen. Bis zu den Turnieren des "West Coast Swing" will Glover wieder fit sein.
Schon im Vorjahr hatte Geoff Ogilvy das Turnier in Kapalua verpasst, weil er sich beim Schwimmen den Finger an einer Koralle aufschlitzte. Das Meer um Hawaii scheint gerade für vormalige US Open-Gewinner kein gutes Pflaster zu sein.
fpf, tfi
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