Saxton siegt, vier Deutsche steigen auf
Reinier Saxton ist der EPD Tour Champion des Jahres 2011. Dem Niederländer reichte zum Saisonabschluss ein zweiter Platz. Vier Deutsche folgen auf den Positionen zwei bis fünf und können sich über die Startberechtigung für die Challenge Tour 2012 freuen.
Die letzten Putts sind gelocht, die Würfel gefallen: Reinier Saxton ist mit einem Gesamtpreisgeld von 34.809 Euro der EPD Tour Champion des Jahres 2011. Der 23-jährige Niederländer belegte bei der Fulda EPD Tour Championship presented by JOB AG den zweiten Platz und kassierte dafür 4200 Euro Prämie. Das genügte, um in der Gesamtwertung am verletzungsbedingt fehlenden Maximilian Glauert vorbeizuziehen. Den Sieg beim letzten Turnier der Saison im GC Hofgut Praforst in Hünfeld bei Fulda sicherte sich der 22-jährige Engländer Darren Wright mit 202 Schlägen (67, 68, 67). In der EPD Tour Order of Merit schafften es neben Saxton noch Sebastian Buhl, Maximilian Glauert, Christoph Günther und Dennis Küpper in die Top 5 des Endklassements. Sie alle dürfen nun 2012 auf der European Challenge Tour abschlagen.
Der GC Hofgut Praforst richtete zum fünften Mal das Finalturnier der EPD Tour aus – bei bestem Wetter und besten Bedingungen: "Der Platz war in diesem Jahr noch besser als bereits in den letzten Jahren", lobte Turnierdirektor Kariem Baraka das Team des Gastgebers. Sehr wohl fühlte sich auch Reinier Saxton. Der 23-jährige Niederländer, der am Finaltag von seiner eigens aus Amsterdam angereisten Familie unterstützt wurde, hätte zwar gerne sein viertes Turnier in diesem Jahr gewonnen, war am Ende aber auch mit Platz zwei zufrieden. "Es hat großen Spaß gemacht, hier zu spielen, und es war definitiv die richtige Entscheidung, auf die EPD Tour zu gehen", so Saxton.
Der Gesamtsieger der EPD Tour 2011 gab zu, den abschließenden Wettbewerb ein wenig aus der Hand gegeben zu haben. Nach 45 Löchern sah alles nach einem erneuten Erfolg des Mannes aus, der schon mit den ganz Großen bei den British Open und beim Masters in Augusta putten durfte. "Ich dachte eigentlich, für mich geht es nur noch darum, Platz zwei zu holen", sagte Darren Wright hinterher. Aber der Engländer, der erst vier Wochen zuvor ins Profilager gewechselt war, täuschte sich, denn mit seinem starken Eagle auf der 13 (Par 5) baute er im Finish ganz offensichtlich enormen Druck auf. "Das war der Türöffner und Wendepunkt für mich", so Wright, und diesmal hatte er Recht. Während er selbst stabil blieb, erlaubte sich Saxton auf den Bahnen 14, 15 und 16 drei Bogeys hintereinander. Zu viel, wie sich später herausstellen sollte. Wright nutzte die sich ihm bietende Chance und holte sich schließlich mit 202 Schlägen, gesamt 14 unter Par, den Sieg vor Saxton (-13). Platz 3 teilten der Engländer Lee Corfield und der Niederbayer Sebastian Buhl mit jeweils 12 unter Par.
Enorm spannend blieb es auch im Rennen um die begehrten fünf vorderen Plätze der EPD Tour Order of Merit: Während sich Sebastian Buhl mit dem geteilten dritten Rang in Fulda ebenfalls an Maximilian Glauert vorbeischob, der seine Teilnahme wegen Rückenproblemen kurzfristig hatte absagen müssen, festigte Christoph Günther mit Platz 6 seinen vierten Ranglistenplatz. Das Rennen um das fünfte Aufstiegs-Ticket machte schließlich Dennis Küpper, der sich in Hünfeld dank einer guten 68er Finalrunde noch auf Platz 13 verbesserte und das Fernduell gegen Allen John (Platz 9) dadurch knapp für sich entschied. Am Ende trennten beide 250 Euro. John darf aber noch hoffen: Übersteht einer der Top 5 den Cut im Final-Stage-Turnier der Qualifying School, dann ist Allen John der erste Nachrücker auf die Challenge Tour.
Hier finden Sie die abschließende Order of Merit 2011 der EPD Tour.
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