Ein Highlight in Osteuropa
Golf ist in Estland noch kein Volkssport. Nur etwa 2500 aktive Golfer zählt der nördlichste der drei baltischen Staaten – Tendenz steigend. An schönen Kursen fehlt es dem erst seit 1991 von der Sowjetunion unabhängigen Land jedoch nicht.
Der Sea Course des Estonian Golf and Country Clubs bietet das beste Beispiel für einen attraktiven und qualitativ hochwertigen Golfplatz. Der von Lassi Pekka Tilander designte Par 72-Platz an der Küste der finnischen Bucht wurde vom britischen Magazin "Golf World" schnell in die Liste der Top-100-Plätze Europas aufgenommen und trägt das zweite Mal nach 2009 die Mission Hills Cup Qualifier, ein Event der European Tour, aus. Der Geschäftsführer des Clubs, Hanno Kross, freut sich über die positiven Folgen: "Golf wächst in Estland sehr schnell, durch das Top-Turnier rücken wir in den Fokus der Golfwelt."
Eine Abwechlsung zu den zumeist im Parkland-Stil designten Bahnen des Sea Course stellt der Stone Course des Resorts dar, dessen neun Löcher im Links-Design angelegt sind und während der Runde einige prähistorische Highlights (siehe Platzbeschreibung) zu bieten haben. Der Stone Course präsentiert sich somit als eine Mischung aus Golfvergnügen und Kultur.
Fernab vom Golfsport überzeugt die Hauptstadt Tallinn in erster Linie architektonisch und kulturell. 1997 erklärte die UNESCO die Altstadt mit ihren zahlreichen mittelalterlichen Sehenswürdigkeiten zum Weltkulturerbe. Das im zwölften Jahrhundert von den Dänen gegründete Tallinn entwickelte sich im Mittelalter zu einer der wichtigsten Stationen der berühmten Hanse. Die Einflüsse der vielen unterschiedlichen Besatzungsmächte sind noch immer präsent.
Günstig für beispielsweise einen Wochenendausflug sind die Anbindungen an die europäischen Metropolen. Die Flugzeit von Berlin in die Hauptstadt Estlands beträgt lediglich zwei Stunden. Nur eine Viertelstunde vom Flughafen entfernt liegt der Estonian Golf and Country Club mit seinen 27 Löchern. Das Greenfee auf dem Sea Course liegt mit 70 Euro in der Hauptsaison in einem sehr akzeptablen Bereich und spricht für einen kurzen Trip in den Nordosten Europas.
Die nördliche Lage des Landes ermöglicht im Sommer Golf zu Tageszeiten, die für Mittel- und Südeuropäer als ungewöhnlich erscheinen. Um das Midsommerfest zur Sommersonnenwende ist es in einer der "weißen Nächte" auch um Mitternacht oder um drei Uhr morgens durchaus möglich, eine Partie Golf zu spielen – und das ohne Flutlicht.
Wer am Abend oder nachts aber lieber gut essen gehen will, kommt in Tallinn voll auf seine Kosten. Zu empfehlen ist ein Besuch in einem der russischen Restaurants der Stadt, in denen man seinen kulinarischen Horizont beispielsweise um Bärenfleischklöße erweitern kann. Beim Abstecher ins "Olde Hanse", einer dem Mittelalter nachempfundenen Taverne im Zentrum der Hauptstadt, erlebt man die Besonderheiten der mittelalterlichen Küche, inklusive einiger interessanter Biersorten.
tfi
Livescoring
Meine Turniere
Turnierkalender einsehen »
zum Turnier anmelden »
Ergebnisse abrufen »
Handicap abfragen »






