In the Bag: David Toms
1952 Tage waren vergangen, bevor David Toms beim Crowne Plaza Invitational seinen nächsten Titel auf der US PGA Tour feiern konnte. Toms war schon immer ein Präzisionsspieler und hat in der vergangenen Woche endlich wieder sein Hauptziel erreicht: einen Sieg. Wir werfen einen Blick in die Tasche des Cleveland-Spielers.
Luke Donald wird von seinen Tourkollegen gerne als "Driving Machine" bezeichnet, weil der Engländer so viele Fairways trifft. In diesem Jahr könnte ihm David Toms aber den Titel des präzisesten und konstantesten Spielers mit dem Driver ablaufen. Denn der Amerikaner hat 2011 bislang 386 von 525 Spielbahnen getroffen und liegt damit auf dem dritten Platz in dieser Statistik. Und auch in der vergangenen Woche zählte Toms zu den Treffsichersten mit dem Holz 1. Im Colonial Country Club verfehlte er lediglich 16 Mal das kurzgemähte Gras und musste sich damit nur drei Spielern geschlagen geben, die vom Abschlag genauer waren. "Wenn ich weiß, dass ich den Ball um jeden Preis im Spiel halten muss, tee ich ihn einfach etwas flacher auf. Das hilft mir, mit dem Körper hinter dem Ball zu bleiben und ihn sicher auf der Spielbahn unterzubringen."
"Der Abschlag auf der 18 war heute entscheidend. Zum Glück kam der Wind von der rechten Seite", denn die natürliche Flugkurve von Toms ist der Fade und die Spielbahn ist ein Dogleg nach links. "2001 wurde mir klar, dass ich an meinem Spiel arbeiten musste, um auf der Tour erfolgreich zu sein. Mein Schwungtrainer Rob Akins meinte, ich müsse lernen den Draw zu spielen. Dennoch tue ich mir unter Druck immer noch schwer damit." Umso erleichterter sei er nach eigener Aussage gewesen, als der Ball in der Mitte des Fairways landete. Danach konnte kaum mehr etwas schief gehen. Er traf das Grün und lochte mit zwei Putts zum Par und zum Gewinn seines 13. Titels auf der US PGA Tour ein. Es waren exakt 1952 Tage seit seinem zwölften Sieg 2006 auf Hawaii vergangen. Aus seinem Kommentar zu dem Gewinn des Jackets lässt sich erahnen, wie viel Toms dieser Sieg bedeutete: "Das passiert wirklich, oder? Ich träume also nicht."
Weltrangliste 2011 - Veränderungen in der 21. Woche
Traumhaft sicher
Neben der hohen Präzision mit dem Driver, war auch auf den Rest seines Spiels Verlass wie auf ein Schweizer Uhrwerk. Nahm er ein Eisen in die Hand, war klar, dass er das Grün trifft. Zumindest war das in gut 72 Prozent der Versuche der Fall (Platz vier). Sein Tipp: "Das A und O wenn es um Schläge mit dem Eisen geht ist, dass der Schaft im Treffmoment vor dem Ball ist. Nur so kann man den richtigen Ballkontakt erzeugen." Auf den Grüns lief es sogar noch besser: Gute 27 Putts pro Runde und nicht ganz 1,6 pro getroffenem Grün platzierten ihn ganz vorne auf dem Putter-Leaderboard.
"Ich war nie der Typ Spieler, der einen Platz überpowert - mit langen Abschlägen leichter macht - sondern lege meist auf den Par 5s vor." Auf der elften Bahn in der Schlussrunde zahlte sich diese Taktik aus. Während sein Konkurrent und Mitspieler Charlie Wi mit zwei Schlägen angriff und einen Grünbunker traf, legte Toms mit dem Eisen 4 vor und lochte aus 86 Yards zum Eagle ein. "So geht es manchmal. Ab dem Zeitpunkt wusste ich, dass das Glück heute auf meiner Seite war."
Seit 2009 ist Toms wieder bei Cleveland Golf unter Vertrag und mit seiner Entscheidung mehr als glücklich. "Zusammen mit Cleveland habe ich zwölf meiner 13 Titel errungen. Das gleiche gilt für meinen Caddie", zudem er ebenfalls 2009 zurückkehrte. Zurück auf Anfang könnte man meinen. Und vielleicht legte der begeistere Entenjäger - für diese Saison rechnet er sich gute Chancen aus, weil er sein Anwesen 'entenfreundlicher' gestaltete - mit dem Sieg in Fort Worth den Grundstein für eine erfolgreiche zweite Karrierehälfte.
Seinem Namen alle Ehre machte der neue Putter von David Toms. Der "Dinero" (span. für Geld) von Cleveland-Tochter Never Compromise brachte dem 44-Jährigen am Wochenende gute 1,1 Millionen US Dollar.
- Driver: Cleveland "Launcher DST" (10,5 Grad; Schaft: Aldila "RIP 60")
- Fairway-Holz: Cleveland "Launcher DST" Holz 3 (15 Grad; Schaft: Miyazaki "Kusala 83")
- Hybrids: Cleveland "Launcher DST" (18 und 20,5 Grad; Schäfte: Project X "XHC1")
- Eisen (4-PW): Cleveland "CG7 Tour" (Schäfte: True Temper "Project X 6.0")
- Wedges: Cleveland "CG16" (54 und 60 Grad; Schäfte: True Temper "Project X 6.0")
- Putter: Never Compromise "Dinero Tycoon"
- Ball: Titleist "Pro V1"
- Schuhe: FootJoy "DryJoys Tour"
adk
Ähnliche Artikel
-
In the Bag
Der Sommer kann kommen
21.05.2013 - 99 Löcher in vier Tagen. Das geht nur mit einem gewissen Maß an Fitness. Doch Graeme McDowell ist sicher kein Gesundheits-Guru. Ein Erfolgsrezept ... weiterlesen
-
In the Bag
Hoher Blutdruck am Muttertag
13.05.2013 - Vier Turniersiege bis Mai. Für die meisten Spieler undenkbar. Für Tiger Woods kein Grund, übermütig zu werden. Bei der Players Championship ... weiterlesen
-
In the Bag
1.200 Kilometer zum ersten Sieg
06.05.2013 - Erst seit Kurzem vertraut Derek Ernst den Ratschlägen eines Mental-Trainers. Der Erfolg lässt nicht lange auf sich warten. Ab jetzt muss er ... weiterlesen
Livescoring
Meine Turniere
Turnierkalender einsehen »
zum Turnier anmelden »
Ergebnisse abrufen »
Handicap abfragen »
Fragen an die Golf.de-Experten
Premium Store Partner
Premium Partner



