Kaymers Stress, Tigers TV-Tour
Martin Kaymer will sich in den kommenden Wochen in Ruhe auf das Masters vorbereiten, zunächst gibt es jedoch auch noch andere Termine. Tiger Woods nutzte die freie Woche für eine paar Besuche in TV-Studios. Was sich sonst noch in dieser Woche getan hat, lesen Sie hier.
Martin Kaymer hat für die kommenden zwei Wochen ein großes Ziel: Das Spiel für das Masters in Augusta verfeinern. Zuerst geht es nach Scottsdale, dann, eine Woche vor Major-Start, nach Georgia, wo er sich mit seinem Vater und Bruder vor Ort vorbereitet.
Der größte sportliche Wunsch des 26-Jährige bis dahin: "Ich hoffe, dass ich auch dann die Nummer eins bin", sagte er der Tampa Tribune in den Tagen der Transitions Championship. "Es wäre toll ein Major als Nummer eins zu spielen, gerade beim Masters. Ich hoffe sehr, dass ich am ersten Tee als Nummer eins angekündigt werde." Wir meinen: Wer in so kurzer Zeit dreimal "Nummer eins" unterbringt, wird genau schauen, was die Konkurrenz um Tiger Woods, Phil Mickelson und Graeme McDowell am Wochenende bei Arnold Palmer in Bay Hill auf den Kurs bringt.
Wer wie Kaymer ganz oben steht, hat auch einige Pflichten. Der "Trainingsplan" diese Woche neben Draw-Schulung beinhaltet:
Sonntag: zusätzlich zu den üblichen Turnier-Interviews ein umfangreicher ESPN-Termin.
Dienstag: Sunday Times, London
Mittwoch: CNN
Donnerstag: Werbespot Rolex
Solche Sorgen hätte Justin Rose gerne. Der Engländer hat zunehmend mit einem Sonntagsfluch zu kämpfen. Sieben Mal stand er in seiner Karriere vor der Finalrunde ganz oben auf dem Leaderboard, so auch bei der Transitions Championship am Wochenende. Und es kam wie sechsmal zuvor: Rose verblühte. Mit einer 75 ging es zurück auf Position fünf. Eine Erklärung hat er nicht. "Es war ein komischer Tag. Ich dachte eigentlich zu Beginn der Runde, dass alles gut läuft."
Weltrangliste 2011 - Veränderungen in der 12. Woche
Gar nicht gut verlief die Ankunft des indischen Golfprofis Jeev Milkha Singh und seines Schwung-Coaches Amritinder Singh am Flughafen Mailand auf dem Weg zur Sicilian Open. Die Sicherheitsleute wollten, dass der Coach seinen Turban absetzt. Der gläubige Sikh weigerte sich. Wie der Golfprofi Singh in einem Gastbeitrag für Gulfnews.com schrieb, würde sich kein Sikh jemals ohne seine Kopfbedeckung in der Öffentlichkeit zeigen. Deswegen werden die Turbane am Flughafen zwar mit einem Scanner gecheckt, aber nie abgenommen. Der 39-Jährige spricht von einer Demütigung. Die Beschwerde aus Indien kam prompt, der italienische Botschafter entschuldigte sich. Dennoch kein schöner Zwischenfall.
Annika Sörenstam ist zum zweiten Mal Mutter. Die ehemalige Nummer eins aus Schweden brachte in der Nacht auf Dienstag William Nicholas McGee zur Welt, allerdings drei Monate zu früh. „Will geht es für seine 27 Wochen (im Mutterleib ) ganz gut“, twitterte die glückliche Mutter.
Als Student in den USA kann man den Spring Break nutzen, um am Strand alkoholische Getränke zu konsumieren und nackte Haut zu genießen. Man kann während der Semesterferien aber auch andere Tätigkeiten finden, ums sich zu beschäftigen. Sie wie es Peter Uihlein getan hat. Der amtierende US Amateur Champion spielte, weil er eben frei hatte, auf Einladung des Sponsors die Transitions Championship. Sein 39. Platz ist beachtenswert. Herausragend war jedoch seine Eagle-Show am Freitag: Innerhalb von drei Löcher unterspielte er zweimal den Lochstandard um zwei Schläge. Einmal lochte er an der Fünf aus dem Bunker (Par 5), dann lochte er aus 125 Yards mit dem Wedge auf der Sieben (Par 4). Man kann also auch ohne Alkohol seinen Spaß haben.
Für Spieler und Caddies der European Tour gilt das nun in Bezug auf Glücksspiel – sie haben ab sofort Wettverbot. Zumindest auf die eigenen Turniere. Das beschloss das Wettkampf-Komitee der Tour. Wichtig ist den Entscheidungsverantwortlichen nicht nur das Wetten, sondern auch das Weitergeben von Insider-Informationen an Dritte.
Apropos Geld: Das gab es auch für Schottland im Zuge der Open Championship in St. Andrews. Wie die R&A in der vergangenen Woche bekannt gab, nahm das Land durch das Major im vergangenen Jahr 114 Millionen Euro ein. Wer sagt’s denn. Es lohnt sich doch, für Golf-Großprojekte Geld in die Hand zu nehmen.
18 zu 14 steht es nach wie vor für Jack Nicklaus gegen Tiger Woods bei erreichten Major-Siegen. Doch der 35-jährige Herausforderer glaubt weiter an seine Chance, den Rekord des Altmeisters zu knacken. Dem Fernsehsender CNBC erklärte er: "Ich weiß, dass ich es schaffen kann. Ich muss nur alle Teile meines Spiels zusammenbekommen. Dann ist es möglich." Woods hat ebenfalls erkannt, dass ihm die Konstanz fehlt, um wieder Turniere gewinnen zu können: "Das Spiel ist da, dann plötzlich verliere ich es während einer Runde wieder. Ich muss mich wieder in die Lage bringen, vier Runden auf einem konstant hohen Level zu spielen." Sein letztes Major gewann der US-Amerikaner 2008 mit der US Open in Torrey Pines.
Damals war er die Nummer eins der Welt und verheiratet. Seine ehemalige Ehefrau Elin Nordegren hat sich jetzt ein eigenes Haus gekauft, 12,2 Millionen Dollar teuer wie die Palm Beach Post berichtet. Und weil die 30-Jährige die Mutter der Kinder des größten Golfers der Geschichte ist, weiß man noch mehr: Das Strandhaus wurde 1932 gebaut, bietet 1500 Quadratmeter Wohnfläche, acht Badezimmer und einen großen Keller. Ach ja, Misses Nordegren zahlt für das Haus in der Nähe von North Palm Beach jährlich 300.000 Dollar Steuern. Und nun zum Wichtigen: Ex-Gatte Tiger wohnt ein paar Meilen nördlich. Die Kinder können ihren Daddy also öfter besuchen, sollte er nicht gerade auf Golf- oder auf TV-Tour sein.
Auf seiner Tour durch die Fernsehstudios, bei der er sein neues Computerspiel promotete, schaute er auch bei Late-Night-Talker Jimmy Fallon vorbei. Woods’ ersten Late-Night-Auftritt seit 2009 gibt es hier zu sehen.
Dabei gab es wohl auch den verrücktesten Flight Augustas inklusive Tiger Woods zu sehen:
fpf, sta
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