PGA Player of the Year

Furyk - ausgeschlafener Entertainer

 
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Drei Siege, darunter der FedEx-Cup - Jim Furyk ist ebenso verdient wie erwartet der PGA Player of the Year. Nicht ganz zu erwarten war das wohl vor der Saison. Auch manche Episode dieses Jahres schien bislang nicht so zum soliden US-Amerikaner zu passen. Martin Kaymer landet auf Rang sieben.

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Jim Furyk ist einer dieser Spieler, die seit Jahren auf höchstem Niveau einen kleinen weißen Ball schlagen. Die sich bis in die Welt-Elite vorarbeiten, jedoch außerhalb des eigenen Landes nicht die Aufmerksamkeit bekommen, die ihnen eigentlich zustehen sollte. Ob es seine unaufgeregte Art oder sein Jedermann-Aussehen ist - in jeder anderen Sportart wäre ein Athlet, der in seiner Karriere allein durch Preisgelder knapp 50 Millionen US-Dollar verdient hat, ein Superstar. Nur drei Golfer haben auf der US PGA Tour je mehr Geld eingespielt.



Auch in diesem Jahr blieb Furyk eher unauffällig. Dennoch ist 2010 anders. Beim Ryder Cup überraschte er das überwiegend europäische Publikum in Wales mit einer Show-Einlage bester Güte. Als er am Montag zum entscheidenden Einzel gegen Luke Donald antrat, vertrieb er sich und den Zuschauern am ersten Tee die Zeit, indem er die Fans mit dem typischen Furyk-Schwung zu Jubelschreien trieb. So viele Probeschwünge und so viel Party, verursacht durch einen Spieler des Gäste-Teams, hatte der Ryder Cup lange nicht gesehen. Wenn überhaupt.

Weltrangliste 2010 - Veränderungen in der 46. Woche

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2010 ist jedoch vor allem deshalb anders, weil der 40-Jährige nun zum ersten Mal als PGA Player of the Year ausgezeichnet wurde. Eine überraschende Wahl ist das nicht, im Krisen-Jahr des Tiger Woods, in dem auch Phil Mickelson nach seinem Masters-Sieg nicht mehr viel erreichte. Furyk holte sich im Herbst den FedEx-Cup, die monetär reizvollste Veranstaltung im Golfsport. Im Playoff setzte er sich durch, obwohl er nur drei der vier Events überhaupt mitspielte. In der ersten Runde hatte sein Handy-Akku versagt, der Wecker blieb stumm und der US-Open-Sieger von 2003 kam zu spät zum ProAm-Abschlag - Disqualifikation.

Der Ärger wird inzwischen verflogen sein. Zum einen, weil er sich die 10 Millionen US-Dollar dennoch sichern konnte. Zum anderen, weil die berühmte ProAm-Regel in der Folge ausgesetzt wurde. Es war also ein ereignisreicher Herbst. Monate, die fast vergessen machten, dass Furyk der erste war in diesem Jahr, der zwei Turniere gewinnen konnte. Nach seinem Sieg bei der Transitions Championship im März siegte die Nummer sechs der Welt auch beim Verizon Heritage einen Monat später. Insgesamt hat er nun 16 PGA-Siege auf seinem Karriere-Bogen.

Kaymer auf Platz sieben
Für seine drei Siege bekam Furyk je 10 Punkte, zusätzlich werden Money-Punkte und Scoring-Punkte verteilt. Insgesamt verbuchte der Mann aus Florida somit 60 Punkte, zehn mehr als Matt Kuchar und Steve Stricker, die jeweils zwei Saisonsiege feiern konnten. Kuchar, der auch die Geldrangliste anführt, bekam als Entschädigung die Vardon Trophy für den besten Scoring-Schnitt des Jahres verliehen (69,61). Martin Kaymer landete mit seinem Major-Sieg bei der PGA Championship (30 Punkte) auf dem geteilten siebten Platz. Als nicht reguläres Mitglied der US PGA Tour konnte er über Geld- und Scoring-Rangliste keine Punkte sammeln.

Der PGA Player of the Year wird seit 1948 vergeben, die Vardon Trophy seit 1937. Rekordhalter als Spieler des Jahres ist Tiger Woods mit zehn Auszeichnungen. In diesem Jahrzehnt konnten bislang nur Vijay Singh und Padraig Harrington den Ausnahme-Golfer kurzzeitig ablösen.

fpf





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