RCD 2018

Ein Euro und fünfzig Cent

 
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München: Die deutsche Bewerbung um den Ryder Cup 2018 hat vom Bund und dem Land Bayern eine finanzielle Absage erhalten. Jetzt setzt die RCD unter Leitung von Erwin Langer auf den Clubgolfer und die Wirtschaft. Unterstützung kommt von Bruder Bernhard, der zum DGV-Verbandstag anreist.

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Der Optimismus ist noch da. Erwin Langer, Geschäftsführer der Ryder Cup Deutschland GmbH (RCD) und Aufsichtsratsvorsitzender Norbert Löhlein sprechen trotz der Absage des Landes Bayern, 9 Millionen Euro für eine mögliche Lizenzierungsgebühr an das englische Vergabegremium zu finanzieren, vom Rückhalt der Politik.



Zwar gäbe es keine direkten finanziellen Mittel von Bund oder Land (zu Beginn der Verhandlungen war von je 9 Mio. Euro die Rede), doch die politische Unterstützung seitens der Bundesregierung und des bayerischen Kabinetts mit Ministerpräsident Horst Seehofer seien vorhanden. So werde beispielsweise der Flughafen in Manching bei einer Austragung des Kontinentalvergleichs als Transfer-Busbahnhof zur Verfügung stehen. Zudem stehe Land und Bund Infrastrukturmaßnahmen in der Region Neuburg an der Donau positiv gegenüber. So werden für das sogenannte "Bid Book" – die Bewerbung Deutschlands – noch zugesicherte Empfehlungsschreiben von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Ministerpräsident Horst Seehofer erwartet.

Erwin Langer betont: "Geld als Soloaspekt wäre mir zu wenig" und erklärt darüber hinaus, dass die Lizenzgebühr in Höhe von 18 Mio. Euro nicht bindend sei. Denn schließlich geht es der britischen Ryder Cup Europe LLP um den Gewinn, den sie mit so einem Großevent einfahren kann. Das Zuschauerinteresse sei genauso wichtig wie das planerische Geschick des austragenden Landes. "Hier könne man Kosten einsparen", so Langer. Dass Deutschland Groß-Events wie die Fußball-Weltmeisterschaft im Jahr 2006 erfolgreich stemmen kann, dürfte ein nicht zu unterschätzender Vorteil sein. Fazit: Zur Not werde man eine geringere Gebühr in Aussicht stellen.

Das Ziel: 1,5 Euro pro DGV-Mitglied über zwölf Jahre
Für das ungleich schwierigere Thema der Finanzierung sucht die RCD nun die Unterstützung der deutschen Golfer. Beim außerordentlichen Verbandstag des DGV am 20. November will man über eine Art Solidaritätszuschlag für den Ryder Cup abstimmen. Geplant ist eine Abgabe von 1,5 Euro pro Golfspieler über einen Zeitraum von zwölf Jahren. Macht zusammen 9 Mio. Euro. DGV-Präsident Hans Joachim Nothelfer hat mit Hilfe von Steuer-Spezialisten eine Lösung gegen den Verlust der Gemeinnützigkeit gefunden: Als Vehikel würde die VcG (Vereinigung clubfreier Golfer) dienen. Die steuerliche Problematik könnte man so umgehen.

Für einen Ruck soll der Auftritt von Bernhard Langer sorgen: Der Anhausener kommt extra aus Amerika eingeflogen um für die Einsatz der DGV-Mitglieder zu werben.

Zudem werden natürlich die Gespräche mit der Wirtschaft weiter geführt. Der Automobilkonzern Audi ist hier zu nennen. Auch die Unterstützung durch einen möglichen Mäzen wird angesprochen – Namen jedoch nicht genannt.

Der Zeitplan wird erneut geändert
Bis zum 15. November muss das Bid Book bei Ryder Cup Europe LLP vorliegen. In der deutschen Bewerbung ist berücksichtigt, dass die Entscheidung über die Abgabe der Golfer erst fünf Tage später beim außerordentlichen Verbandstag fällt. Ab dem 6. Dezember kommt die englische Ryder Cup-Delegation nach München um die Verträge zu besprechen. Diese sollen bis zum 14. Februar unterschrieben bei der Ryder Cup Europe LLP eingehen. Im April 2011 soll dann die endgültige Entscheidung der Briten fallen, welches Land den Ryder Cup im Jahr 2018 ausrichten wird.

Über das Image des deutschen Golfers im Bezug auf den Ryder Cup berichtet auch Petra Himmel auf Ihrem täglichen Blog.

tsz





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