International

Von Helden und Europas Glucke

 

Die 38. Austragung des Ryder Cup war eine der spannendsten in der Geschichte des Kontinentalwettbewerbs. Der Regen prasselte, der Kapitän navigierte, der Deutsche haderte und der Nordire wurde zum neuen Helden. Was sich an diesem Wochenende abgespielt hat, lesen Sie hier.

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Die Verlierer
Manche hatten vor diesem 38. Ryder Cup befürchtet, der berühmte und auch eher berüchtigte "War on the shore“ von 1991, als beide Kapitäne, Montgomerie und Pavin ihr Debüt gaben, könnte sich in Celtic Manor wiederholen. Die gute Nachricht: Der Kontinentalwettstreit hatte mit Wetterproblemen zu kämpfen, aber nicht mit Unsportlichkeit. Das US-Team präsentierte sich als fairer Verlierer, was sich auch am gemeinsamen Tischtennis-Battle bei den Feierlichkeiten in der US-Kabine zeigte. Angesichts des knappen Ausgangs nicht immer eine Selbstverständlichkeit ist.

Doch die Mannschaft, die zuvor von den eigenen Medien, aber auch in Europa, kleiner gemacht wurde als sie ist (was sie am Montag fast traditionsgemäß bewies), suchte die Fehler im Anschluss an die Niederlage ausschließlich bei sich - fairerweise, aber auch zurecht.

Zuvorderst natürlich Hunter Mahan, dem an der 17 im letzten Match gegen Graeme McDowell die Nerven versagten. Der zweifache Tour-Sieger 2010 war im Anschluss bei der Pressekonferenz nur schwerlich zu trösten. Nichtsdestotrotz gaben die Routiniers Stewart Cink und besonders Phil Mickelson ihr Bestes. "Wir können in jedem der 28 Matches nach dem fehlenden halben Punkt schauen", sagte die Nummer zwei der Welt.

Ryder Cup 2010 - Das Finale

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War es das aus US-Sicht unglücklich geteilte letzte Foursome am Sonntag zwischen Kuchar/Cink und den Molinaris, die katastrophalen ersten Tage von Phil Mickelson und Dustin Johnson, der etwas verschenkte halbe Punkt von Stewart Cink gegen Rory McIlory, der an der 18 zweimal im Bunker lag? Die US-Golfwelt hat viel zu diskutieren, da gerät auch die phänomenale Vorstellung von Tiger Woods im Einzel in den Hintergrund, auch der sehr verheißungsvolle Auftritt von Rickie Fowler, die überraschenden Punkte von Jeff Overton.

In zwei Jahren wird niemand mehr von einem Außenseiter USA sprechen, das kann man jetzt schon aus den Kommentaren der US-Beobachter herauslesen. Die Zukunft scheint hell, heißt es.

Auf einen erneuten Klassiker im Medinah Country Club in Illionois 2012.

fpf

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