European Tour

Siem trifft Molinari in den Bergen

 
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Crans Montana/Schweiz: Edoardo Molinari könnte nach seinem Sieg in Gleneagles und der Ryder-Cup-Qualifikation die Beine hochlegen. Doch der Italiener greift bei der Omega European Masters erneut an. In den Walliser Alpen versucht Marcel Siem, seinem großen Saisonziel näher zu kommen. Auch Sven Strüver teet wieder auf.

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Colin Montgomerie hat in seiner Karriere viel erlebt. Doch die vergangenen Wochen wird der 47-Jährige wohl so schnell nicht vergessen. Zum einen liegt das am Auswahlprozess für den Ryder Cup im Oktober, der ihm – wie er mehrmals betonte – mehr Kopfschmerzen als Freude bereitete. Zum anderen an etwas, das dem europäischen Kapitän in fast 25 Jahren Profigolf doch noch nicht untergekommen war.



"Die beste Leistung unter Druck", die er in seiner Zeit auf der European Tour je gesehen hatte – so nannte Montgomerie die abschließenden drei Löcher von Edoardo Molinari an diesem Sonntag, die den Italiener zum Sieger der Johnnie Walker Championship in Gleneagles machten. Ob sich der ältere der Molinari-Brüder damit seinen Platz im Team Europa im letzten Moment sicherte oder sowieso an der Seite von Francesco gesetzt war, weiß wohl nur Montogomerie.

Denn neben aller Nervenstärke weiß der 29-Jährige aus Turin noch einen ganz anderen Trumpf auf seiner Seite: Er ist ein treues Mitglied der European Tour, was insofern nicht verwunderlich ist, da er erst in diesem Winter über die Challenge Tour den Weg zurück in die erste Liga gefunden hatte. Dennoch: Zwei Siege in Schottland 2010, Platz sieben im Race to Dubai – Edoardo Molinari ist wohl das beständigste Top-Gesicht der Tour.

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Auch an diesem Wochenende ist die Nummer 15 der Welt wieder auf der European Tour unterwegs. Er könnte die Beine hochlegen, das Erreichte genießen und sein Training auf den Ryder Cup in Wales ausrichten. Doch davon will er nichts wissen und teet vier Tage nach seinem Triumph in Gleneagles nun beim Omega European Masters in Crans-sur-Sierre auf.

Dort trifft er auf Ryder-Cup-Teamkollege Miguel Angel Jiménez. Keine große Sensation: Der Spanier ist seit 22 Jahren in der Schweiz am Abschlag, ohne Unterbrechung. Gewonnen hat Jiménez hingegen noch nie, zwei zweite Plätze 1993 und 2004 zieren die Bilanz. Doch nicht nur Molinari und Jiménez können sich in den Bergen ein wenig auf Wales einstimmen. Zum fortgeschrittenen Ryder-Cup-Gefühl tragen auch die Vize-Kapitäne Thomas Björn, Darren Clarke und Paul McGinley bei, die sich mit ihren Schützlingen messen.

Zwei Deutsche in der Schweiz
Auch Sven Strüver, seit diesem Monat 43, wird sich in die Reihe der Routiniers in Crans Montana einordnen, Marcel Siem gilt auch mit 30 noch als junger Wilder. Mit seinem siebten Rang in Gleneagles hat sich der Deutsche auf Position 73 im Race to Dubai verbessert. Die Top 60 und damit die Qualifikation für die Dubai World Championship zum Ende der Saison sind das Ziel. Derzeit fehlen Siem knapp 40.000 Euro, gleichbedeutend mit einem Top-Ten-Ergebnis am Wochenende.

Nach eigener Aussage ist das Selbstvertrauen da. Und das völlig zu recht. Nach einer Krise im Frühjahr schaltete der Auto-Narr einen Gang hoch und kämpfte sich mit einer Reihe guter Ergebnisse nach vorne – und zur Open Championship nach St. Andrews. Sein erstes Major und gleich der geteilter 27. Platz.

26 Positionen besser war damals Louis Oosthuizen. Der südafrikanische Open-Champion ist wieder zurück in Europa und gibt der prominent besetzten Feld (2 Millionen Euro Preisgeld) ein wenig Prestige im Schatten der FedEx-Playoffs auf der US Tour. Die vielen großen Namen haben zumindest für einen schlechte Auswirkungen. Stephan Gross schafft es derzeit nicht auf die Entry List im Crans-sur-Sierre Golf Club.

fpf





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