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Molinari mit doppeltem Triumph  

 
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Perthshire/Schottland: Mit einem grandiosen Finish sichert sich Edoardo Molinari den Titel der Johnnie Walker Championship und zugleich die Teilnahme am diesjährigen Ryder Cup. Platz zwei geht an Brett Rumford. Marcel Siem holt sich mit einer starken Schlussrunde eine Top Ten-Platzierung. 

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Die Finalrunde der Johnnie Walker Championship auf dem PGA Centenary Course von Gleneagles mutierte zu einer großen Zitterpartie. Der Sonntag war geprägt von vielen Fehlern der Spitzenspieler und ständigen Führungswechseln. Am Ende zeigte Edoardo Molinari das stabilste Nervenkostüm aller Beteiligten und sicherte sich den Titel mitsamt des Siegerschecks über 282.773 Euro.



Ein erstes Ausrufezeichen setzte ein anderer. Brett Rumford war bei sieben unter mit drei Schlägen Rückstand auf den Führenden nach drei Runden, Francesco Molinari, gestartet und notierte bis zur 17 neben einem Birdie und einem Bogey jeweils solide Pars. Doch der Australier lochte auf den abschließenden beiden Löchern dann seine Birdie-Putts, ging auf neun unter Par und war zugleich der Führende im Clubhaus.

Zuvor hatte die Führung mehrfach gewechselt. Die beiden Molinari-Brüder, Francesco und Edoardo, waren als Bestplatzierte im letzten Flight unterwegs und verloren im Laufe der Runde ein wenig den Anschluss. Mit einem Zwischenstand von sieben unter gingen die Turiner mit zwei Zählern Rückstand auf Rumford auf die 16. Beiden gelang auf dem Par 5 dann aber das Birdie und Edoardo legte auf der 17 sogar ein weiteres Birdie zur geteilten Führung nach. Francesco, mit einem Schlag Rückstand unter Zugzwang, riskierte auf dem abschließenden Par 5 zu viel und verzog einen mutigen Schlag mit dem Driver vom 18. Fairway. Es wurde nur das Bogey.

Edoardo behält die Nerven
Sein Bruder machte es besser. Der 29-Jährige chippte seinen dritten Schlag direkt an die Fahne, brachte den Birdie-Putt sicher im Loch unter und ging auf zehn unter Par. Mit diesem famosen Endspurt sicherte sich Edoardo Molinari nach dem Titel bei der Barclays Scottish Open seinen zweiten Saison-Sieg und auch einen Platz im europäischen Ryder Cup-Team, denn Colin Montgomerie honorierte den Sieg des Italieners in einer anschließenden Pressekonferenz mit einer der begehrten Wildcards.

"Ich wusste, dass ich gewinnen musste, um eine Chance von Colin Montgomerie zu erhalten. Das hatte ich die ganze Zeit im Hinterkopf", so Molinari nach seiner Runde. "Ein wenig nervös war ich heute schon!"

Johnnie Walker Championship 2010 - Finalrunde

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Rang zwei geht am Ende an Brett Rumford bei neun unter Par, den dritten Platz teilen Jamie Donaldson aus Wales und Miguel Angel Jimenez bei sieben unter mit Francesco Molinari, der in der Finalrunde nur eine 75 zustande brachte und den Sieg noch aus den Händen gab. Simon Dyson, der mit einem Sieg in Gleneagles noch den Sprung ins europäische Ryder Cup-Team geschafft hätte, wurde bei sechs unter Par alleiniger Sechster.

Siem in den Top Ten
Marcel Siem verbesserte sich mit einer abschließenden 70 noch auf einen vorzeigbaren geteilten siebten Rang. Der Deutsche, der sich am Freitag wegen einer Rippenverletzung behandeln lassen musste, brachte vier Birdie-Putts im Loch unter, notierte nur zwei Bogeys und schließt das Turnier nach drei vorangegangenen 71er-Runden bei fünf unter Par ab. "Heute war es extrem windig, ich habe aber trotzdem wieder gut mitgespielt, mein ganzes Spiel war sehr solide", zeigte sich Siem zufrieden mit seiner Schlussrunde. "In dieser Woche war aber wieder einmal viel mehr drin. Meine hohen Erwartungen haben mir leider im Weg gestanden", war die kritische Selbstanalyse des Ratingers. "Wenn ich das in den Griff bekomme, werde ich sicher bald auch wieder einmal gewinnen!"

sta 





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