Tiger geschieden, Kaymer gelobt
Die Scheidung des bestverdienenden Profisportlers der Welt ist durch. Ob Tiger Woods sich jetzt wieder völlig auf sein Spiel konzentrieren kann, muss sich allerdings noch zeigen. In Hochform präsentiert sich hingegen Martin Kaymer, der in der amerikanischen Fachpresse gehuldigt wird. Was sich sonst noch in dieser Woche getan hat, sehen Sie hier.
Tiger Woods und seine schwedische Frau Elin Nordegren gehen endgültig getrennte Wege. Das Paar wurde am Montag vor einem Gericht in Panama City, Florida, offiziell geschieden. Die beiden waren sechs Jahre verheiratet und haben zwei Kinder. Das Sorgerecht für Tochter Sam und Sohn Charlie wollen sich beide Eltern teilen. Über die finanziellen Vereinbarungen wurde nichts bekannt. Eine Stellungnahme ist auf der Webseite des Weltranglistenersten zu lesen.
Währenddessen gratulierte Woods seinem Freund Arjun Atwal zum Sieg bei der Wyndham Championship per SMS: "Gut gemacht, Kumpel", schrieb er dem Inder, der wie Woods ein Anwesen in Isleworth besitzt und oft mit ihm die Proberunden spielt.
Sportlich gesehen konnte Woods in den vergangenen Wochen nicht recht überzeugen, sein Caddie Steve Williams glaubt aber nicht, dass sein Job in Gefahr ist. Der Neuseeländer sagte in einem Radiointerview gegenüber einem neuseeländischen Sender: "Wenn es eine Trennung zwischen uns gäbe, wäre ich mit Sicherheit der erste, der es erfahren würde. Aus meiner Sicht sehe ich diesen Schritt in keinster Weise kommen." Zudem betonte er, dass ihn mit Woods eine Freundschaft verbinde, die über den Job hinausgehe. Auf die Leistung seines Schützlings ließ er ebenfalls nichts kommen. "Am Ende des Tages ist Tiger Woods Tiger Woods. Er hat 14 Majors gewonnen und 71 Sieger auf der PGA Tour. Was auch noch kommen mag, das kann man ihm nicht wegnehmen." Williams trägt seit elf Jahren die Tasche von Woods.
Das nächste Turnier spielt der 34-Jährige übrigens schon in dieser Woche. Als 112. in der Rangliste für den FedEx-Cup ist die Nummer eins allerdings nur für das erste der vier Playoffs automatisch qualifiziert. Nach dem The Barclays müsste sich Woods unter den besten 100 befinden, um bei der Deutsche Bank Championship startberechtigt zu sein. Danach spielen die Top 70 in Illionois ehe sich das Feld für die abschließende Tour Championship in Atlanta auf 30 Teilnehmer reduziert.
Weltrangliste 2010 - Veränderungen in der 34. Woche
Bekommt Anthony Kim eine Wild Card für den Ryder Cup? Gute Frage. Zumindest erielt er nach der PGA Championship eine SMS von Corey Pavin: "Versuche gut zu spielen, wir sprechen danach wieder." Kim verpasste bei der Wyndham Championship allerdings den Cut. Seine nächste Chance: das Playoff-Event The Barclays.
Der US-Sportjournalist Larry Olmsted feiert einen neuen Helden: Martin Kaymer. Der renommierte Autor schreibt, dass sich neben Tiger Woods, Sergio Garcia, Camilo Villegas und Anthony Kim ein neuer Stern am Golf-Himmel aufgetan habe. Der Deutsche habe sich bei seinem Major-Sieg äußerst nervenstark gezeigt, die wichtigen Putts gelocht und an Tiger Woods erinnert. Nicht das schlechteste Kompliment. Den kompletten Wortlaut – natürlich auf Englisch – kann man hier nachlesen.
Zwei Asse auf einer Runde! Was war Ihr größtes Erlebnis auf dem Platz?
MO sagt dazu:Diskutieren Sie mit!innerhalb einer Woche auf dem gleichen PAR 4 aus ca. 100 Metern eingelocht. 1 x zum Eagle und 1x zum Birdie. ...
Dem 16-jährigen Amateur Aubrey Phillips aus Houston gelangen in einem Turnier zwei Asse. Der Youngster lochte auf dem fünften Loch des Cypresswood Golf Club aus 154 Yards (rund 141 Meter) mit dem Abschlag ein. Der Zweite Sonntagsschuss gelang ihm auf der 16: Ebenfalls mit einem Eisen 9 traf er aus 160 Yards (rund 146 Meter) mitten ins Loch. "Das war einfach unglaublich", jubelte der Teenager nach der Runde. "In unserer Familie ist bislang keinem eins gelungen. Jetzt habe ich ganz ordentlich vorgelegt." Mit einer 77 qualifizierte sich Greater Phillips für die Houston Junior Championship. Nach Angaben der Statistiker liegt die Wahrscheinlichkeit für zwei Hole-in-ones in einer Runde bei eins zu 67 Millionen.
NBA-Basketballer JR Smith ist ein begeisterter Golfer. Der Flügelspieler der Denver Nuggets erklärte dem US-Magazin Slam, warum der Sport einfach "großartig" sei und er mit seinem jährlichen Charity-Turnier mehr Kinder für Golf begeistern wolle. "Ich spiele seit eineinhalb Jahren. Es ist ein äußerst anspruchsvoller Sport. Golf bringt mich auf andere Gedanken, wenn ich nicht Basketball spiele", sagte der wie die meisten NBA-Spieler heftig tätowierte Profi, der rein gar nicht wie der typische deutsche Wochenend-Golfer aussieht. "Ich möchte Kinder und die jüngere Generation für Golf begeistern. Ich denke, Golf ist ein toller Sport für Kinder."
tsz
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