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In the Bag: Arjun Atwal

 
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Nach einer Saison mit vielen Hindernissen gelingt Arjun Atwal der Sieg bei der Wyndham Championship. Mit starkem Spiel auf den Grüns und der nötigen taktischen Finesse sicherte sich Atwal seinen Premierensieg auf der PGA Tour. Wir werfen einen Blick in die Tasche des TaylorMade-Spielers.

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Im April 2009 hatte sich Arjun Atwal so schwer an der Schulter verletzt, dass er kaum mehr den Schläger halten konnte. Trotzdem weigerte er sich, das verletzte Gelenk operieren zu lassen: "Ich mag Operationen einfach nicht und wollte versuchen, nur mit Physiotherapie und anderen Methoden wieder fit zu werden". Im Herbst trat er dann wieder zu einigen Turnieren auf der PGA und Nationwide Tour an. Mit wenig Erfolg. "Ich glaube, ich habe einen Cut geschafft, bei 12 oder 13 Turnieren. Wenn ich zurückblicke, war es eine dumme Entscheidung zu spielen", ärgerte sich Atwal im Nachhinein.



Einer Operation hat sich der Inder immer noch nicht unterzogen und nach eigener Aussage sei die Schulter auch noch nicht zu einhundert Prozent fit, "aber sie wird von Tag zu Tag stärker, und solange ich keine Schmerzen habe, werde ich mich nicht operieren lassen. Das hätte eine zu lange Pause zur Folge." Der golfvernarrte Inder kann einfach nicht ohne seine liebste Beschäftigung auskommen. Selbst während der Verletzungspause hat er regelmäßig versucht, wenigstens mit dem Putter zu trainieren. In der vergangenen Woche hat sich das Training ausgezahlt: Mit durchschnittlich 27 Putts pro Runde benötigte er so wenige Schläge auf den Grüns wie kein anderer Spieler. Besonders an Tag eins (61 Schläge) glänzte Atwal mit dem Putter: 24 Mal kam er zum Einsatz und lochte so gut wie jeden Ball.

"Ende des letzten Jahres konnte ich kaum aus meinem Schatten schlagen. Bei der John Deere habe ich vom Tee nur 230 Meter erreicht", gab Atwal ein Beispiel für seine Leistungsschwäche Ende des vergangenen Jahres. Bei der Wyndham Championship bewies der 37-Jährige, dass er zu seiner alten Form zurückgefunden hat. Mit durchschnittlich 278 Metern (14.) und einer Treffgenauigkeit von gut 80 Prozent (Dritter) gehörte er zu den besten Spielern mit dem Driver. Dies ermöglichte dem in Asansol geborenen Atwal gute Chance, die Grüns anzugreifen. Doch nur den Ball auf der Puttfläche unterzubringen reichte in der vergangenen Woche nicht, denn die Grüns des Sedgefield CC waren groß und wellig. "Zu Beginn der Finalrunde habe ich die Bälle nicht nah genug an die Fahnen gespielt. Das musste sich ändern und das habe ich auch meinem Caddie gesagt. Denn lange Bergauf-Putts kann man nicht nah ans Loch bringen, geschweige denn lochen", erkannte auch Atwal das Problem in der vergangenen Woche.

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Doch nicht nur technisch fand Atwal wieder zu seinem Spiel. Auch taktisch konnte er zeigen, worauf es auf der Tour ankommt. Auf der letzten Bahn verfehlte Atwal das Fairway auf der linken Seite und hatte eine schwere Bergab-Lage vor sich. Sein erster Griff ging zum Eisen 5, das für die gut 180 Meter die richtige Wahl schien. Doch dann entschied er sich um: "Wenn ich das Eisen nicht in die Luft bekommen hätte, wäre der Ball im Bunker gelandet, und dann ein Par zu spielen wäre schwer gewesen." Also entschied sich der in Florida lebende Atwal für sein Rescue. "Ich hatte die ganzen Tribünen hinter dem Grün und rechnete damit, einen Free-Drop zu bekommen. Und das Up-and-Down (das Par retten, obwohl man das Grün verfehlt hat, Anm. d. Red.) von dort war nicht so schwer", beschrieb der Inder seine Gedanken vor dem zweiten Schlag. Kritisch wurde es dennoch. Der Chip war etwas schwach gespielt und der Putt zum Par und dem Sieg war nicht einfach. "Meine Herzfrequenz war wahrscheinlich bei 150, so nervös war ich. Aber ich bin so froh, dass er gefallen ist", fasste Atwal seine Gefühlslage vor dem siegbringenden Putt zusammen, mit dem er der erste Qualifikant seit 1986 wurde, der ein PGA Turnier gewinnen konnte.

Seit 2009 spielt der Inder mit Ausrüstung von TaylorMade. "Seit dieser Woche habe ich neue Eisen mit meiner Tasche und sie fühlen sich einfach gut an. Am Montag beim Qualifying habe ich sie das erste Mal gespielt und ich war mit den Ergebnissen mehr als zufrieden", schwärmte Atwal über sein neues Equipment, das aber nicht von seinem Sponsor aus Herzogenaurach kam, sondern von seinem Partner in den Jahren zuvor, Ping. Auch sein Putter kommt aus den Hallen von Karsten Solheim.

  • Driver: TaylorMade "Burner SuperFast" (9,5 Grad; Schaft: Matrix "Ozik HD6")
  • Fairway-Holz: TaylorMade "Burner" Holz 3 (13 Grad; Schaft: Matrix "Ozik HD6")
  • Hybrids: TaylorMade "Rescue TP" (19 und 22 Grad; Schäfte: UST Mamiya "ProForce V2 Hybrid 89")
  • Eisen (4-PW): Ping "S56" (Schäfte: True Temper "Dynamic Gold X100")
  • Wedges: Fourteen "MT-28 V4" (54 und 60 Grad; Schäfte: True Temper "Dynamic Gold X100")
  • Putter: Ping "Karsten Craz-E"
  • Ball: Titleist "Pro V1x"


ak





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