Majors

"Ich hoffe, dass sich gar nichts ändert"

 
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Kohler/Wisconsin: Martin Kaymer ist gemeinsam mit Rory McIlroy und Dustin Johnson zum Gesicht einer neuen Generation im Golf geworden. Nach seinem Erfolg bei der 92. PGA Championship spricht der Major-Champion vor versammelter Weltpresse über die siegbringende Runde, seinen Charakter und die Zukunft.

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Frage:
Sie sind der 92. PGA-Champion. Haben Sie das schon realisiert?

Kaymer: Natürlich wird mir diese Frage jetzt öfter gestellt und natürlich habe ich darauf noch keine Antwort. Ich kann das alles noch nicht realisieren. Ich hoffe, dies ist eines von vielen Majors, das ich in meiner Karriere gewinne. Es ist spektakulär.

Frage: Haben Sie auf der hinteren Neun ein paar Mal aufs Leaderboard geschaut?

Kaymer: Ich habe auf den ersten Neun öfter draufgeschaut. Danach habe ich versucht, es zu vermeiden. Ich habe am sechsten Loch zu meinem Caddie gesagt: "Es ist egal, was passiert: Aber zum ersten Mal in meiner Karriere führe ich in einem Major. Das ist ein ziemlich gutes Gefühl."

Frage: Was war ab da Ihr Plan?

Kaymer: Ich wusste ab diesem Zeitpunkt immer, dass ich das Turnier anführe. Ich wollte einfach hohe Scores und dumme Fehler vermeiden. Aber ich will ehrlich sein: Ich habe nie gedacht, dass ich hier gewinnen kann. Natürlich wusste ich von meiner Chance, aber das hier ist ein Major, kein normales Turnier.

PGA Championship 2010 - Finalrunde

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Frage: Die zwei Strafschläge für Dustin Johnson haben hier für viel Diskussion gesorgt. Wie haben Sie die Sache gesehen?

Kaymer:
Ich war geschockt. Wenn Sie sich vorstellen, dass er das Par macht an der 18, feiert und wird dann zurückgepfiffen. Er ist ein toller Typ, er hat großartiges Golf gespielt. Ich habe mit Bubba vor dem Fernseher darüber gesprochen. Es war für uns beide eine sehr traurige Angelegenheit.

Frage: Was haben Sie direkt vor dem Playoff gemacht?

Kaymer: Ehrlich gesagt, hatte ich keine Ahnung, was ich tun sollte. Soll ich auf die Range, etwas essen? Aber ich dachte auch, dass Johnson das Ding nach Hause bringt. Also habe ich versucht, zu entspannen und habe das Ganze am Fernsehen angeschaut. Und mir war klar, dass für Bubba das erste Loch aufgrund seines langen Schlags ein Par 3 ist. Und so war es dann ja auch.

Frage: An der 18 schießt Bubba Watson den Ball ins Wasser. Was waren Ihre Gedanken davor und danach?

Kaymer: Als er das lange Eisen aus dem Bag gezogen hatte, dachte ich, er wird die Chancen haben, aufs Grün zu kommen. Also wollte ich das auch versuchen. Nach dem Wasserschlag war aber sicher, dass er maximal eine Fünf spielen kann. Also habe ich vorgelegt.

Im zweiten Teil: Kaymer über seine Entscheidung für Golf und sein Leben als Major-Champion


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