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Entfesselter Watney setzt sich ab

 
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Kohler/Wisconsin: Nick Watney zerlegt den Kurs in Whisting Straits auf der dritten Runde streckenweise und setzt sich deutlich an die Spitze. Dahinter lauern weitere junge Spitzengolfer ohne Major-Titel. Die neue Genertation erfreut die Zuschauer - und lässt die Schwäche der großen Namen vergessen.

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Klar, Nick Watney hat zwei Siege auf der US PGA Tour auf seinem Konto, beim Masters und der Open Championship war er in den Top Ten. Er war also kein krasser Außenseiter vor dieser 92. PGA Championship in Whistling Straits. Doch Nick Watney war auch bei seinen beiden Starts im letzten Major des Jahres am Cut gescheitert. Es ist also doch etwas überraschend, dass der 29-Jährige aus Sacramento, Kalifornien, mit drei Schlägen Vorsprung auf die Finalrunde am Sonntag geht. "Es wird großen Spaß machen morgen", sagte Watney. Ich habe sowieso nur über mich selbst die Kontrolle. Es liegt in der Natur dieses Kurses, dass es überall gefährlich werden kann. Jedes Loch wird entscheidend sein."



Die Nummer 31 bespielte den anspruchsvollen Kurs in Runde drei streckenweise wie einen Noname-Platz vom Damenabschlag. Acht Birdies lochte Watney auf den ersten 16 Löchern. Das zweite Bogey auf der 18 ließ die Konkurrenz zum Ende wenigstens ein wenig näher rücken. Bei zehn unter Par teilen sich Rory McIlroy (67) und Dustin Johnson (67) Position zwei, dahinter lauern bei neun unter Martin Kaymer, Jason Day und Wenchong Liang, der sogar eine 64 zauberte und einen neuen Kursrekord aufstellte. "Nick und ich sind gute Freunde, wir werden morgen einen großen Spaß zusammen haben, egal wie es ausgeht", sagte der 26-Jährige Johnson. Der US-Amerikaner hatte in Pebble Beach bei der US Open in diesem Jahr vor der Finalrunde deutlich geführt, war dann aber noch weit zurückgefallen. Diese Erfahrung will er nicht nochmal machen. "Ich habe dadurch sicher Vorteile hier, weil ich weiß, was mich erwartet. In Pebble Beach war ich vielleicht etwas ungeduldig, morgen werde ich mich mehr fokussieren und mir Zeit für die Schläge lassen."

PGA Championship 2010 - Runde drei

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Johnson und Rory McIlroy setzten sich im selben Flight Seite an Seite auf Position zwei. "Es ist schön, jemanden bei sich zu haben, mit dem man sich versteht und mit dem man einfach über manche Themen sprechen kann", sagt der junge Nordire und zielte dabei die Probleme der Gesprächsführung auf der Runde mit älteren Kollegen an. Auch am Sonntag wird er sich dahingehend sicherlich wohlfühlen. Neben Watney (29), Johnson (26), Martin Kaymer (25) und dem Australier Day (22) ist der Chinese Wenchong Liang der einzige Spieler in den Top 6 über 30 (32). Für alle sechs wäre es zudem der erste Major-Sieg. Hinter dem Sextett ist Jim Furyk auf Position sieben der erste Routinier in der Spitzengruppe. Die Generation der aggressiven Golfer wird sich am Sonntag nicht nur aufgrund der prognostizierten Wetter-Vorhersagen einen heißen Kampf um die 1,35 Millionen US-Dollar Siegprämie liefern.

Das Rennen um die Nummer eins ist hingegen schon vor den finalen Löchern wohl zugunsten von Tiger Woods entschieden. Der 34-Jährige spielte am Samstagnachmittag eine 72er-Runde, die ihn um zehn Plätze auf Position 31 zurückwarf. Besonders mit den Par 5 haderte Woods, der auf den langen Bahnen über drei Runden eins über Par liegt. "Auf den Par 5 musst du Birdies machen, das habe ich verpasst, und so ist es eben, wie es ist", sagte ein enttäuschter Woods. Dennoch ist er zuversichtlich: "Es wird alles solider, das ist eine gute Sache. Ich arbeite an ein paar wenigen Dingen und die fühlen sich inzwischen wesentlich besser an." Ob er nach den drei Tagen von Whsitling Straits ernüchtert oder ermutigt sei? "Eindeutig ermutigt. Eindeutig!" Abschließend sendete er noch eine Warnung an die junge Konkurrenz an der Spitze, auf die er zehn Schläge Rückstand hat: "Naja, es wurden in diesem Jahr schon Scores in den 50ern erzielt."

Die gute Laune hatte vielleicht auch mit dem Abschneiden von Phil Mickelson und Steve Stricker zu tun, die dem Ausnahmegolfer in der Weltrangliste aller Voraussicht nach nicht gefährlich werden können. Die Nummer zwei der Welt liegt bei eins unter Par auf Position 48, Publikumsliebling und Lokalmatador Stricker hat einen Schlag vor Woods als 19. auch nur noch theoretische Chancen auf den Golf-Thron.

Hole-in-One von Tom Lehman
Und eine Notiz am Rande: Für die größe Begeisterung in Whistling Straits sorgte Tom Lehman, dem am berüchtigten Par 3 auf der 17 mit einem Eisen 4 ein Hole-in-One gelang. Der Jubel war über das gesamte Areal zu hören.

fpf





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