Kolumne

Himmel und Hölle

  • A
  • A
  • Schriftgröße

Das Damengolf hat seit dem Rückzug von Lorena Ochoa vor wenigen Monaten bereits die dritte Nummer eins. Cristie Kerr verdiente sich die Position durch sensationelles Golf - und ein inzwischen freundliches Wesen. Ein ehemaliger Major-Champion schaut derzeit weit grimmiger drein.

  1. 2 Kommentare

Himmel Hölle
Himmel

Irgendwann einmal vor zehn Jahren war Cristie Kerr ein biestiges Dickerchen, das keiner mochte. Eine Golferin, die den Ball locker über die 230-Meter-Marke ballerte und die Konkurrenz beschimpfte. Aus dem hässlichen Entchen wurde 2001 ein ansehnlicher Schwan, weil Kerr dreißig Kilo abspeckte. Seitdem ist auch ihr Wesen freundlicher geworden. Diese Woche jedenfalls prangt die 32-jährige aus Miami auf den Titelseiten vieler Golfblätter. Sie hat Platz 1 der Weltrangliste übernommen, weil sie am Sonntag die LPGA Championship, ein Major, mit satten zwölf Schlägen Vorsprung gewann. Cristie Kerr sieht auf den Fotos sehr freundlich aus
Hölle

Der Höhepunkt seiner Karriere liegt fünf Jahre zurück: Die US Open in Pinehurst. Michael Campbell gewann, ein Neuseeländer. Ein Kämpfer, scheinbar für Großes bestimmt. Die Saison schloss er als Zweiter der europäischen Geldrangliste ab. Am Dienstag dieser Woche stand Michael Campbell nach 36 Löchern vor dem Clubhaus von Kingsbarns nahe St. Andrews und konnte die Welt nicht begreifen. Er hatte die Qualifikation für die British Open verpasst, war 36. geworden mit Runden von 72 und 77. Er verpasst die erste Open seit 1998. Eigentlich ist das kein Wunder. Campbell hat in diesem Jahr bei neun Turnierstarts noch keinen Cut geschafft, die Geldrangiste 2009 beendete er auf Rang 249. Die US Open von Pinehurst ist für den 41-jährigen ein ferner Traum. Fast ein bisschen unwirklich.


DISKUSSION:

Viele Wechsel an der Spitze der Weltrangliste - tut die Leistungsdichte dem Damen-Golf gut? Oder fehlt ein Superstar?

Michael sagt dazu:

@ NickAlso ich weiß nicht wen Du meinst, den da gibt es so einige die in ein Männermagazin gehören. Sandra Gal, Maria Verchenova, Stephanie Michl, Beatriz Recaro... ...

Diskutieren Sie mit!


Petra Himmel bringt es in ihrer Golf.de-Kolumne "Himmel und Hölle" auf den Punkt: Wer bekommt einen Platz auf der Sonnenseite und wer muss in unserer Golf-Hölle schmoren? Himmel, u.a. für das Golfmagazin und die Süddeutsche Zeitung auf den Golfplätzen dieser Welt unterwegs, sagt Ihnen wöchentlich, was Sache ist!





Ähnliche Artikel

  • Himmel und Hölle
    Himmel und Hölle

    02.02.2012 - Bubba, hau drauf! Der Longhitter spielt einen pinken Driver und sein Sponsor spendet für jeden Drive über 300 Yards 300 Dollar. J.B. Holmes ... weiterlesen

  • Himmel und Hölle
    Himmel und Hölle

    25.01.2012 - Ryder-Cup-Kapitän José Maria Olazábal hat eine gute Idee und setzt sie gleich in die Tat um. Ob das Buch Hank Haneys über seinen ... weiterlesen

Fragen an die Golf.de-Experten


Für Einsteiger