In the Bag: Luke Donald
Beim Madrid Masters beendete Luke Donald eine lange Durststrecke ohne Sieg und empfahl sich für das Ryder Cup Team 2010. Der 32-Jährige überzeugte mit Genauigkeit vom Abschlag bis zum Grün. Wir werfen einen Blick in die Tasche des Mizuno-Spielers.
Er wollte das Déjà-Vu zur vergangenen Woche auf jeden Fall vermeiden. Bereits bei der BMW PGA Championship war Luke Donald im letzten Flight des Sonntags gestartet und hatte um den Sieg mitgespielt. In Wentworth war er an der 17. Bahn gescheitert - seine Chancen auf den Titel dahin. Das sollte ihm nun in Spanien nicht wieder passieren. Seit gut sechs Jahren hatte der Engländer nicht mehr auf der European Tour gewinnen können und freute sich deshalb um so mehr über seinen Erfolg: "Das Preisgeld ist zweitranging. Mein letzter Sieg liegt schon eine Weile zurück und die vergangene Woche hinter mir zu lassen macht mich sehr stolz."
Die Vorentscheidung über den Turnierausgang fiel an der drittletzten Bahn am Sonntag. Die 16 ist ein 514 Meter langes Par 5. Donald entschied sich für den riskanteren Schlag über die linke Fairwayseite und schaffte es carry über die 220 Meter entfernten Bunker – mit seinem Rescue (!). Den zweiten Schlag mit dem Holz 3 legte "The ultimate Driving Machine" (wie Donald wegen seinen präzisen Abschlägen genannt wird) dann mit einem glücklichen Bounce am Anfang des Grüns vier Meter an den Stock. "Ich hörte zwar den Applaus, aber mir war nicht klar, dass der Ball so gut zum liegen gekommen ist", resümierte der in den USA lebende Donald nach der Runde. Er lochte zum Eagle.
Insgesamt schrieb der Ryder-Cup-Spieler von 2004 und 2006 drei Eagles an den vier Tagen auf seine Scorekarte. Das ist eines mehr, als er in der gesamten vergangenen Saison auf der PGA Tour gespielt hatte. Und das, obwohl Donald nie zu den Longhitter zählte. In Madrid kamen ihm aber die abschüssigen und trockenen Fairways zugute. Im Schnitt machte er vom Abschlag knapp 295 Yards gut (268 Meter) und landete damit auf Platz 51 in dieser Statistik (Platz eins belegte einmal mehr Alvaro Quiros mit durchschnittlich 303 Metern). In seinem Tour-Tagebuch auf Mizuno.com hat der Engländer eine Erklärung für seine neugefundene Länge: "In letzter Zeit habe ich versucht im Fitnessstudio an meiner Schnellkraft zu arbeiten und habe meine Schlägerkopfgeschwindigkeit um etwa vier bis fünf mph erhöht. Das gibt mir etwa fünf Yards mehr Länge."
Neben den längeren Abschlägen war es aber im Real Sociedad Hípica Club de Campo vor allem die Präzision, die Donald den Sieg einbrachte. Im Schnitt traf er knapp 80 Prozent der Fairways und Grüns und landete damit jeweils in den Top Ten. Auch auf den Grüns konnte der 32-Jährige überzeugen: Mit knapp 28 Putts pro Runde gehörte er zu den besten fünf Spielern im Feld. Besonders am Donnerstag legte Donald mit 24 Putts und einer 65 (sieben unter Par) den Grundstein für den Sieg.
Seit Beginn seiner Karriere ist Donald bei Mizuno unter Vertrag und etablierte sich inzwischen zum wichtigsten Gesicht der Marke im Golfsport. Die Tasche des Vaters einer einjährigen Tochter ist größtenteils mit den Schlägern aus Osaka gefüllt. Nur beim Putter und den Hölzern greift der Brite auf Fremdmarken zurück. "Der MP 630 (neuster Driver von Mizuno) liefert zwar gute Werte, fühlt sich aber noch nicht gut genug an", schrieb Donald in seinem Online-Tagebuch.
- Driver: TaylorMade "R9 SuperTri" (9,5 Grad; Schaft: UST "Accra Axiv 65")
- Fairwayholz: TaylorMade "R9" Holz 3 (13 Grad; Schaft: UST Accra Axiv 75)
- Hybrid: Mizuno "CLK Fli-Hi" (17 Grad; Schaft: Aldila "NV 85")
- Eisen (3-PW): Mizuno "MP-62" (Schäfte: True Temper "Dynamic Gold S300")
- Wedges: Mizuno "MP-Series" (54 und 60 Grad)
- Putter: Odyssey "White Hot XG #7"
- Ball: Titleist "Pro V1x"
ak
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