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Harrington erteilt Reporter Irland-Lektion

 
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"Ich bin kein Brite, ich bin Ire - Grün, weiß orange" - Padraig Harrington hat einem unwissenden Fragesteller eine kleine Unterrichtsstunde in Staatenkunde erteilt und eine besondere Einladung angenommen - zu Präsident Obama ins Weiße Haus.

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Padraig Harrington ist seiner Heimat verbunden wie kaum ein anderer Spieler auf der Tour. Selbst als um die Welt jettender Profigolfer ist der 38-Jährige über sein Umfeld tief verwurzelt in der Region, in der er als kleiner Junge aufgewachsen ist. Seine Frau Caroline kennt er seit der Kindheit. In diesem Jahr sind die beiden 13 Jahre verheiratet. Sein Schwager Ronan Flood, Bruder eines Jugendfreundes, ist gleichzeitig sein Caddie. Und überall, wo Harrington auch abschlägt, zeugt sein Vorname, die irische Version des Namen Patrick, von seiner Herkunft.



Diese natürliche Verbundenheit durfte nun ein Journalist in Florida hautnah erleben, als er Harrington im Vorfeld der WGC-CA Championship die Frage stellte, ob es eher ein Sieg für Großbritannien oder für Irland wäre, sollte er das Turnier gewinnen. Der Weltranglisten-13. zeigte sich "not amused": "Indem Sie mir diese Frage stellen, beweisen Sie nicht viel Einblick in viele Dinge", antwortete der sichtlich perplexe Harrington.  "So werde ich Ihnen nun ein paar Hausaufgaben aufgeben: Das alles ist, als würden Sie einen Kanadier fragen, ob es eher ein Triumph für Kanada oder für die USA sei, wenn er hier gewinnen sollte."

Und der Mann, bekannt für seinen besonderen Humor, schloss seinen Vortrag mit einem ernsten Statement: "Ich bin kein Brite, ich bin Ire. Ich denke, Sie wollen das vielleicht mit einem der Jungs aus Nordirland besprechen. Ich bin von der anderen Seite der Republik: Grün, weiß, orange."

St. Patrick's Day mit Präsident Obama

Überraschend kommt der Ausbruch nicht. Harrington ist seine Herkunft sehr wichtig. 2007 hatte er bekannt, dass ihm der Gewinn der Irish Open nahezu so wichtig sei wie ein Major-Sieg - und gestanden, vor einer Runde wohl nie so nervös gewesen zu sein, wie vor der entscheidenden damals in der Heimat. Auch zeitlich ist die kostenlose Unterrichtsstunde nicht unpassend. Für kommenden Mittwoch ist Harrington ins Weiße Haus eingeladen, um dort mit dem Präsidenten Barack Obama St. Patrick's Day, den Tag des irischen Nationalheiligen, zu feiern.

WGC - CA Championship Doral 2010 - Favoriten

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"Ich freue mich darauf, "sagte Harrington, "es ist etwas anderes. Präsident Obama ist einer der charismatischsten Menschen der Welt und einer der mächtigsten dazu. Man will diese Leute kennenlernen und sich selbst ein Bild machen." Ehrengast der Festivitäten im Weißen Haus ist der irische Premierminister Brian Cowan.

"Der Präsident ist Linkshänder, oder?"
Darüber hinaus ist sich Harrington nicht sicher, was ihn dort erwartet. Ein Gespräch über Golf käme ihm aber sicherlich gelegen. "Der Präsident ist Linkshänder, oder? Er soll ja sehr golfbegeistert sein. Vielleicht reden wir ja über Golf. Wer weiß", so der dreimalige Major-Gewinner. Zu viel Golf wäre dem Iren am heiligen 17. März aber nicht genehm. "Ich hatte eigentlich vor, einen schönen, erholsamen St. Patrick's Day zu verbringen. Ich werde sicher nicht arbeiten. Es ist mein freier Tag."

Ob er sich schon eine Frage an den Präsidenten überlegt habe, wollte man dann noch von ihm wissen. "Nein, aber ich habe ja noch eine Woche Zeit, um mir etwas Interessantes auszudenken", antwortete Harrington. Es scheint, als habe er manchem Reporter die Erkenntnis voraus, dass gute Fragen sehr gut überdacht sein sollten.

fpf





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