Trainerstunden heizen Spekulationen an
Tiger Woods meint es ernst: Der Weltranglisten-Erste soll das gemeinsame Training mit Coach Hank Haney wieder aufgenommen haben. Ein Indiz für ein baldiges Comeback? Vorerst darf die Golf-Szene weiter spekulieren, wann Woods' Name wieder auf dem Leaderboard stehen wird.
Es gibt kein Golf-Ereignis auf das die Szene so wartet wie auf die Rückkehr des Quoten-Bringers Tiger Woods. Nicht einmal das anstehende Masters kann da bislang mithalten. Jetzt bekommen Spekulanten und Gerüchtegierer neue Munition. Wie mehrere US-Medien berichten, hat die Nummer eins der Welt seinen Coach Hank Haney nach Orlando beordert, um mit ihm in dieser Woche ein paar Trainingsstunden abzuhalten.
So soll Haney am vergangenen Sonntag in Orlando, Florida, angekommen sein und nun in Isleworth am Spiel des Klassenprimus basteln. Der 54-Jährige hatte Woods bei dessen sechs letzten Major-Siegen assistiert. Vielerorts wird nun die erneute Zusammenarbeit als Hinweis auf ein baldiges Comeback des Tigers gedeutet, da Haney bislang nur vor Majors mit Woods gearbeitet hatte - ein langer Anlauf für den Sommer scheint in diesem Zusammenhang unwahrscheinlich.
Woods, der definitiv nicht bei der WGC - CA Championship in Doral in dieser Woche teilnehmen wird, könnte frühestens bei der Transitions Championship in Palm Harbor wieder am Start sein. Dort war er jedoch noch nie mit von der Partie. Bleiben voraussichtlich zwei Möglichkeiten eines frühen Einstiegs in den Turnierbetrieb: Zum Einen der Travistock Cup (22./23. März) im heimischen Isleworth, wo Woods zwischen 2005 und 2007 am Abschlag stand. Das Duell zwischen den Profigolfern von Isleworth und denen Lake Nonas wird von der International Management Group veranstaltet. IMG vertritt auch Woods. Der könnte seinem Management mit einer Teilnahme nach dem verschuldeten Schaden der vergangenen Monate einen dringend nötigen Gefallen tun.
Steve Stricker als möglicher Beistand
Ein ebenso möglicher Rückkehrtermin ist das Arnold Palmer Invitational ab dem 25. März. In Orlando könnte er von Veranstalter Arnold Palmer begleitet und vor vielen Presseanfragen und Sponsorenterminen geschützt werden. Zudem hat sich Woods' alter Freund Steve Stricker bereits für Orlando angekündigt. Der Weltranglisten-Zweite könnte, so die Hoffnung der Organisatoren, ebenso wie Palmer ein stabilisierender Part beim Ansturm auf den Rückkehrer sein. Wichtigster Punkt der Theorie des Comebacks beim Arnold Palmer Invitational ist aber sicherlich die Turnierpraxis. Sollte Woods zum Masters antreten wollen, was ein Großteil der Berichterstatter für sehr wahrscheinlich hält, wäre ein Kaltstart in Augusta keine Optimallösung. Und die Shell Houston Open direkt vor dem Masters sind die deutlich unattraktivere Variante - weswegen Woods am Wochenende vor dem Major normalerweise nie den Wettkampf suchte.
Kollegen, die mit dem sportlichen Ehrgeiz des Top-Golfers mitfühlen können, gehen ebenfalls von keiner allzu langen Pause aus. "Ich denke, er wird irgendwann vor Augusta wieder einsteigen", sagte Jack Nicklaus in der vergangenen Woche. "Ich weiß zwar auch nicht mehr als sie, aber mich würde es überraschen, wenn er nicht vor Augusta wieder einsteigen würde", so der 18-fache Major-Sieger im Gespräch mit Journalisten.
Lange Pause für die Glaubwürdigkeit
So gerne die Golf-Welt ihr Zugpferd wieder auf der Strecke wüsste - mancher Experte erwartet Woods erst bei der Players Championship im Mai auf dem Leaderboard. Auch hierfür mangelt es nicht an möglichen Motiven: Viele Beobachter würden einen frühen Wiedereinstieg nach dem erschütternden Auftritts des "geläuterten" Ehebrechers Mitte Februar auf einer Pressekonferenz mit gemischten Gefühlen begleiten. Um die damaligen Aussagen glaubhaft erscheinen zu lassen, wäre eine längere Abwesenheit vom Profisport vonnöten, so der Tenor.
Warten auf die Nummer 1 - Wann kehrt Tiger Woods zurück?
Golffreund sagt dazu:Diskutieren Sie mit!@RogerDas ist SO nicht ganz richtig: Er hat nie ausgeschlossen, 2010 wieder zu spielen. Er hat gesagt "Es ist nicht sicher, ob ich in diesem Jahr wieder spielen werde. Sicher ist nur, daß ich erst spi ...
Außerdem würde eine längere Pause dem zuletzt nicht optimalen Spiel Woods' gut tun. Nicht zu vergessen: das Image des Sport-Milliardärs. Je länger er sich Zeit für ein Comeback nimmt, desto eher besteht die Chance, doch wieder als verantwortungsvoller Ehemann angesehen zu werden.
fpf
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