Jiménez gewinnt im Stechen

 

Dubai: Miguel Angel Jiménez gewinnt die Omega Dubai Desert Classic in einem engen Stechen gegen Lee Westwood. Martin Kaymer wird mit einer 70er Runde Vierter und Marcel Siem landet auf dem 38. Rang.

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Was für ein spannender Ausgang beim letzten Turnier des Desert Swings. Miguel Angel Jiménez und Lee Westwood gingen nach 72er Runden gleichauf bei elf unter Par ins Stechen. Jiménez hatte an der 17 das Birdie geschafft und Westwood war an der 18 mit einem Birdie gleichgezogen. Am zweiten Extraloch, der 18, griff Westwood das Par 5 an und schaffte dann aber nach einem schlechten Chip von hinter dem Grün nur das Par mit dem Zweiputt. Jiménez musste nach einem verzogenen Tee-Shot vorlegen und legte den dritten Schlag in den Bunker. Nach einem mittelprächtigen Sandschlag lochte er den längeren Putt souverän ein – und verlängerte so das Stechen. An der Neun, dem dritten Extraloch, verfehlten beide mit dem zweiten Schlag das Grün des Par 4. Jiménez chippte von hinter dem Grün bis auf einen guten Meter ans Loch, während Westwood, dessen zweiter Schlag beinahe das Wasser vor dem Grün gefunden hätte, ebenfalls bis auf einen guten Meter annäherte. Westwood verpatzte den Putt – und der Zigarrenfan aus Malaga machte ihn rein.



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Miguel Angel Jiménez beginnt das Ryder Cup-Jahr mit einem frühen Sieg und bekam für die starke Playoff-Leistung einen Scheck von über 296.000 Euro überreicht. "Ich bin sehr stolz und glücklich, dass ich endlich wieder gewinnen konnte. Ich habe die Woche über ziemlich gut gespielt, war immer geduldig und habe wenig Fehler gemacht. Das war sehr spannend und ich bin froh, dass ich mich so für den Ryder Cup bewerben kann", so der 46-Jährige. Sein letzter Sieg war 2008 bei der BMW PGA Championship. Der Lebenskünstler aus Malaga hatte sich für die Woche einen Kumpel als Caddie an die Seite genommen – und meinte: "Er hat mich toll begleitet. Jetzt werden wir mit unseren Freunden nachher so richtig den Sieg feiern gehen."

Mit 70, 67 und 68 Schlägen war Jiménez als geteilter Führender in den Finaltag gegangen. Er hatte am Vorabend noch lachend gemeint, dass er es nett fände, dass die jungen Kerle ihn da im Führungsquartett mitnähmen. Der zehn Jahre jüngere Weltranglistendritte Lee Westwood unterlag ihm diesmal und musste sich mit dem zweiten Rang nach Runden von 72, 65, 68 und 72 Schlägen, einem schlechten Chip am zweiten Loch des Stechens und einem verpatzten kurzen Putt am dritten Extraloch geschlagen geben. 

Kaymer auf Rang vier
Nach 71 und 70 Schlägen begann Martin Kaymer den dritten Tag mit neun Pars und schob sich dann mit vier Birdies und einer 68 bis auf Rang acht nach vorne. Am Finaltag war der Weltranglistensechste trotz vier Bogeys an den Lochern 4, 6, 9 und 11 mit drei Birdies in Folge an den Löchern 12 bis 14 plötzlich wieder direkt hinter der Spitze. Denn vorne wurden nur wenige Birdies erzielt. Mit vier Pars schloss der 25-Jährige aus Mettmann die Desert Classic dann mit einer 70 ab und kam auf einen ausgezeichneten vierten Rang hinter dem Dritten Thongchai Jaidee aus Thailand, der eine 73 notierte. 

Dubai Desert Classic 2010 - Impressionen

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Siem nach drei Löchern fünf über Par
Mit drei unter waren die beiden Deutschen gleichauf von Rang 13 ins Wochenende gegangen. Am dritten Tag kassierte der 29-jährige Ratinger Marcel Siem dann aber zwei Doppel-Bogeys auf den Löchern 14 und 18 und fiel nach Runden von 70 und 71 Schlägen mit einer 75 bis auf Rang 46 zurück. Der Finaltag begann dann düster: Nach zwei Bogeys und einem Triple-Bogey auf den Löchern 1 bis 3 wachte Siem auf und scorte daraufhin nach zwei weiteren Bogeys und zwei Birdies eine sensationelle Rückrunde mit fünf makellosen Birdies. Mit einer 72 wurde es am Ende ein 38. Rang.  

Watson auf Rang acht
Am Finaltag gab es nur eine 67er Runde. Der Turiner Francesco Molinari spielte sich mit der besten Runde des Tages vom 61. bis auf Rang 27 nach vorne. Mit einer von drei 68er Runden zeigte auch Altmeister Tom Watson, dass er mit den jungen Stars noch mithalten kann. Nach 73, 70 und 71 Schlägen schob sich der 60-Jährige bis auf einen bemerkenswerten achten Rang nach vorne. Grégory Bourdy und Henrik Stenson scorten die anderen beiden 68er und kamen ebenfalls auf die sechs unter Par.

McIlroy verpasst die Chance
Mit einer 71 spielte sich Edoardo Molinari auf den mit Martin Kaymer geteilten vierten Rang, Alvaro Quiros fiel von der geteilten Führung mit einer 75 bis auf Rang sechs zurück, den er mit dem Titelverteidiger Rory McIlroy teilt. Der junge Nordire scorte 68, 70, 69 und 73 Schläge. Nach zwei Bogeys an den Löchern 15 und 17 schloss er mit einem schönen Birdie ab. Die Bogeys hatten ihn um den Titel "Jüngster Titelverteidiger der European-Tour-Geschichte" gebracht. 





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