Brown und Gögele gewinnen Golflehrer-Meisterschaft
Simon Brown vom GC Rhein-Sieg brilliert bei der offiziellen Deutschen Golflehrer-Meisterschaft im G&CC Fleesensee und gewinnt zum vierten Mal in seiner Karriere den Titel. Bei den Damen setzt sich Titelverteidigerin Nicole Gögele erneut souverän durch.
Zwei überlegene Sieger und ein über drei Runden spannendes Duell, an dessen Ende der Beginn einer Wachablösung stand: Das ist das Fazit des sportlichen Teils der golf.extra PGA Teachers Championship 2009. Im Golf & Country Club Fleesensee in Göhren-Lebbin trafen sich die Golflehrer unter den Mitgliedern der PGA of Germany, um die besten Spieler in ihren Reihen zu ermitteln. Damen, Herren und Senioren waren am Abschlag und maßen sich auf dem Scandinavian Course und dem Schloss Course des Resorts.
Bei den Herren bewies einmal mehr Simon Brown, Head-Pro des GC Rhein-Sieg, seine große Klasse. Der Engländer brachte zwei starke 69er Runden sowie am Finaltag eine 74 ins Clubhaus und entschied das Turnier mit gesamt 4 unter Par überlegen für sich. Der Zweitplatzierte Peter James Martin vom Osnabrücker Golf Club hatte am Ende mit 1 unter Par (71, 72, 72) drei Schläge Rückstand auf den neuen Champion. Dritter wurde Mark Stevenson (GC Gut Rieden), der PGA Matchplay-Champion des Jahres 2009. Er notierte 71, 74 und am Schlusstag 75 Schläge auf seiner Scorekarte, gesamt 4 über Par.
Titelverteidiger Thomas Gögele vom St. Eurach Land & Golfclub verpasste diesmal einen Podestplatz, er kam mit Runden von 72, 77 und 73 Schlägen ins Clubhaus, wurde Vierter und teilte diesen Platz schließlich mit Philip Gresswell vom Internationalen GC Bonn.
"Ich habe an allen drei Tagen sehr gut geputtet, auch das lange Spiel war solide – ich bin mit meiner Leistung recht zufrieden", so Brown, der sich den Deutschen Meister-Titel nach 2003 und 2004 in Semlin und 2007 in Bad Saarow zum bereits vierten Mal in seiner Karriere sicherte. "Beide Plätze waren in gutem Zustand und anspruchsvoll, und ich bin stolz, dass ich wieder Deutscher Meister bin", sagte der 46-jährige Engländer, der seit 1991 Mitglied der PGA of Germany ist.
Gögele verteidigt Titel
Souverän verteidigte Nicole Gögele ihren im Vorjahr in Bad Saarow erstmals gewonnen DM-Pokal. Bei der ehemaligen Ladies European Tour-Spielerin, die inzwischen im St. Eurach Land & Golfclub nahe München als PGA Diplom-Golflehrerin unterrichtet, scheint es nicht die Frage, ob sie gewinnt, sondern wie deutlich. Waren es im letzten Jahr neun Schläge, mit denen sie Esther Poburski distanzierte, so legte sie 2009 noch einmal nach und verwies nach Runden von 77, 72 und 73 Schlägen die Schottin Lindsey Irvine, Deutsche Meisterin 2005 und Vize-Meisterin in den Jahren 2006 und 2007, mit einem Vorsprung von 19 Schlägen auf Platz 2 (79, 78, 84). Dritte wurde Daniela Mitterer mit 31 über Par (84, 82, 81).
"Ich merke schon, dass mir die Spielpraxis fehlt, aber vieles kann ich doch noch abrufen", meinte Gögele nach ihrem Spaziergang auf den höchsten Platz des Siegerpodests. Ihr Wunsch für kommende Jahre: "Mehr Konkurrenz! Es sollten viel mehr Golflehrerinnen bei dieser Meisterschaft mitspielen und das eigene Spiel als wichtigen Teil des Berufes PGA Golfprofessional sehen."
Serien-Sieger John O’Flynn auf Platz zwei
Stärkere Konkurrenz – die hat Serien-Sieger John O’Flynn bei den Senioren bekommen. Richard Volding hatte bereits im letzten Jahr mit Platz zwei sowie Ende Juli bei der HDI-Gerling German PGA Championship, als er sich erst am Schlussloch geschlagen geben musste, angedeutet, dass er die Rolle des Herausforderers mit Erfolg spielen kann. Nach insgesamt zehn Deutschen Meistertiteln für O’Flynn gelang Volding nun am Fleesensee tatsächlich die Wachablösung: Mit Runden von 70, 73 und 69 Schlägen holte er sich mit gesamt 4 unter Par seine erste Deutsche Meisterschaft und ließ O’Flynn (71, 72, 73/Par) insbesondere am Finaltag keine Chance.
Seine 69er Schlussrunde war das beste Resultat des Tages, und das über alle Konkurrenzen hinweg. "Es war sehr schwer, umso glücklicher bin ich natürlich nun, dass ich gewonnen habe", freute sich der 51-Jährige Head-Pro des GC Leverkusen. "Ich habe den Ball gut getroffen, stark geputtet und in der Finalrunde solide gespielt, einfach Schlag für Schlag." Vier Birdies standen in der Schlussrunde nur ein einziges Bogey gegenüber. So konnte ihn O’Flynn, der mit zunächst vier Birdies, vier Bogeys und einem Doppel-Bogey an den Löchern 1 bis 15 eine kleine Achterbahnfahrt erlebte, auch nicht mehr unter Druck setzen, als ihm an Loch 16 ein Eagle gelang.
Volding konterte am selben Loch souverän mit einem Birdie und brachte seinen Vorsprung mit zwei Pars an den Bahnen 17 und 18 sicher ins Ziel. Dass dies schon die endgültige Wachablösung bei den deutschen Senioren ist, wollte der US-Amerikaner aber nicht bestätigen, denn "Gentleman John O’Flynn" sei sicher auch in den nächsten Jahren "ein sehr starker Gegner. Wir hatten heute jede Menge Spaß auf dem Golfplatz, und natürlich freue ich mich sehr über meine erste DM. Aber ich bin sicher, dass es spannend bleiben wird zwischen uns."
Verlängerung um drei Jahre
Zufrieden mit dem Verlauf der Deutschen Meisterschaft zeigte sich auch Ergül Altinova, Geschäftsführer des Turnier-Titelsponsors golf.extra aus Heilbronn: "Wir sind stolz darauf, Sponsor dieses Turniers zu sein. Die Gewinner haben einmal mehr erstklassigen Golfsport gezeigt." Bereits im Vorfeld der Auflage 2009 der Deutschen Golflehrer-Meisterschaft hatten golf.extra und die PGA of Germany den Sponsoring-Vertrag um weitere drei Jahre bis inklusive 2012 verlängert.
"Wir werden dieses Event weitere drei Jahre als Hauptsponsor begleiten, denn es ist ein wichtiger Teil unseres Engagements bei der PGA of Germany und bei den Teachern", erklärte Altinova.
Die golf.extra PGA Teachers Championship markierte den Schlusspunkt des Turnierjahres 2009 der PGA of Germany, war aber nicht das letzte Turnier für die beiden Sieger Brown und Volding. Sie reisten direkt vom Fleesensee zum GC Stolper Heide bei Berlin, wo am 9. und 10. Oktober der PGA-Länderpokal 2009 ausgetragen wird. Die beiden frischgebackenen Deutschen Meister spielen dort in den Farben von Nordrhein-Westfalen und möchten natürlich auch diesen Titel nach Hause holen. "Es wird schwer, insbesondere Gastgeber Berlin-Brandenburg ist sehr stark", sagte Volding. Mit zwei Deutschen Meistern im Team ist Nordrhein-Westfalen aber in jedem Fall Top-Favorit.
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