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Der Titelverteidiger schließt auf 

 
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Es sah alles nach einem Durchmarsch für Tiger Woods aus, doch das Feld rückt nach dem dritten Tag der PGA Championship enger zusammen. Padraig Harrington spielte eine entfesselte 69 und liegt zusammen mit dem Koreaner Y.E. Yang nur zwei Schläge hinter dem Weltranglistenersten. Martin Kaymer bleibt unter den besten zehn.  

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 Als die Finalpaarung bestehend aus Tiger Woods und Vijay Singh in Runde drei der 91. PGA Championship startete, sah alles nach einem Triumphzug des Weltranglistenersten aus. Zwar verzog der 33-jährige Superstar seinen Eröffnungsschlag leicht ins Rough, doch mit einem soliden Eisen und einem präzisen Chip verwandelte Woods sicher zum Par. An der Zwei legte der Gewinner der letzten beiden Turniere dann sein 9er Eisen fast tot an den Stock – das erste Birdie war nur noch Formsache. Doch so dominant der Beginn im Hazeltine Golf Club im Bundesstaat Minnesota wirkte, es sollte anders kommen.

Auch Flightpartner Vijay Singh, mit drei unter und vier Schlägen Rückstand gestartet, erspielte sich reichlich Birdie-Chance. Nur die Putts wollten nicht fallen. Auf der Drei liefen die Bälle der beiden Profis nur Millimeter am Loch vorbei. An der 4 schob Woods dann einen überraschenden Drei-Putt, sein kurzer Versuch zum Par lippte aus. Ab diesem Zeitpunkt war es mit der Sicherheit des 14-fachen Major-Champions vorbei.

Eagle für Singh


Woods kratzte an der 5 das Par und war an der 7 schon wieder "in Trouble": Der Drive landete auf dem erreichbaren Par 5 im Rough, mit dem dritten Schlag verpasste Woods dann das Grün. Und er hatte noch Glück, denn das Rough hielt den Ball auf, der sonst ins Wasser gerollt wäre. Von da gelang dem 70-fachen Sieger der US PGA Tour ein ordentlicher Chip, der für das Tap-In zum Par reichte. Doch auf dieser Bahn kamen die Fans dennoch auf ihre Kosten, denn Sing, der auch schon zwei Mal die PGA Championship für sich entscheiden konnte, lochte mit einem genialen Chip zum Eagle ein und verbesserte sich auf -4. Plötzlich war es wieder spannend.

Auch der Rest des Feldes war "on fire". Padraig Harrington hatte nach drei gekratzten Pars zu seinem Rhythmus gefunden und lochte auf der 7 seinen ersten Birde-Putt. Es sollten weitere auf der 8, 11 und 14 fallen, eher der irische Titelverteidiger, der 2007 und 2008 die Claret Jug gewann, mit einem Bogey am Schlussloch die 69 (-3) unterschrieb. Die beste Runde des dritten Tages lieferte der Koreaner Y.E. (Yong-eun) Yang ab. Der 37-Jährige aus Seoul spielte mit Martin Kaymer und zeigte wirklich ganz viel Klasse: Sechs Birdies bei einem Bogey standen schließlich auf der Karte des Profis, der in diesem Jahr die Honda Classic gewinnen konnte. Und das, obwohl Yang sogar noch einige gute Birdie-Chancen ausließ. 

PGA Championship 2009 - Runde drei

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Woods schienen die "Ooohs" und "Aaahs" auf dem Platz nicht kalt zu lassen. Der Sieger des Bridgestone Invitational und Buick Open schleppte sich weiter über den Platz und notierte ein Par nach dem anderen – die meisten allerdings nur dank der gefühlvollen Annäherungen und Rettungsschläge aus allen erdenklichen Lagen rund um die Grüns des Robert Trent Jones-Platzes in Chaska.

Attacke aufs Grün
Erst an der 14 wachte Woods richtig auf: Mitten auf dem Grün kam der Drive auf dem etwa 310 Meter langen Par 4 auf, der Ball rollte sogar noch hinter das Kurzgemähte. Von dort spielte Woods einen zu aggressiven Pitch, der erst an der Grünkante zum Liegen kam, ehe er den Ball mit einem flachen Chip im Loch versenkte. Birdie! Und endlich zeigte der Tiger Emotionen.

Doch schon auf der 15 war das Momentum wieder weg. Nach einem in den Bunker verzogenen Holz eins, legte Woods gut vor, bekam den Ball aus rund 50 Metern aber gerade mal so aufs Grün. Selbst die amerikanischen  Kommentatoren konnten sich nicht erklären, wie man einen Approach so schwach spielen kann. Auf der nächsten Bahn landete der Schlag zum Grün weit rechts in der Pampa, aber auch hier rettete Woods wieder genial das Par. Zwei weitere Pars mit einer vergebenen Birdie-Chane auf der 18 ergaben eine 71er Runde, die den erfolgreichsten Golfer dieser Dekade in Reichweite der Konkurrenz lassen.

Woods hat mit acht unter Par zwei Schläge Vorsprung auf seinen morgigen Flightpartner Yang und seinen neuen Lieblingsgegner Harrington. Auf Position vier folgen Henrik Stenson (73+71+68) und der amtierende US Open-Champion Lucas Glover (71+70+71) mit vier unter Par. Der Südafrikaner Ernie Els (75+68+70) und Dänemarks Sören Kjeldsen (70+73+70) belegen mit einem weiteren Zähler Abstand Rang sechs.

Kaymer bleibt in den Top Ten
Martin Kaymer erwischte einen schweren Auftakt, denn er musste bereits am zweiten Loch ein Doppel-Bogey verkraften. Der Deutsche fing sich aber rasch wieder: Bereits auf der 3 folgte sein erstes Birdie. Nach einem Bogey an der 5 scorte der 24-Jährige weiter Birdies auf den Löchern 7 und 9 zu 36 Schlägen. Auch die hinteren Neun vermittelten das Gefühl einer Achterbahnfahrt. Einem Bogey auf der 13 setzte der Düsseldorfer zwei Birdies in Serie entgegen, ehe er seine Runde mit Bogey an der 16 und einem abschließenden Birdie auf der 18 beendete. Mit Scores von 7, 70 und 71 liegt der Deutsche zwei unter Par für das Turnier und belegt vor dem Finaltag den geteilten achten Rang.   

Ebenfalls auf Rang acht: Alvaro Quiros, John Rollins, Ross Fisher und Brendan Jones. Vijay Singh fiel mit einer 75 von Rang zwei auf Platz 18 zurück. 





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